Cannibal Mukbang

Film
Titel Cannibal Mukbang
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2023
Länge 103 Minuten
Altersfreigabe
Produktions­unternehmen Melty Media
Stab
Regie Aimee Kuge
Drehbuch Aimee Kuge
Produktion Aimee Kuge
Musik Alex Cuervo
Kamera Harrison Kraft
Schnitt
  • Aimee Kuge
  • Zayley Zalkin
Besetzung
  • April Consalo: Ash
  • Nate Wise: Mark
  • Clay von Carlowitz: Maverick
  • Randall Bowlin: Sumpfmann
  • Benjamin Frankenberg: Ocella Server
  • Kathryn Whisler: Dr. Klein
  • Autumn Consalo: Allie
  • Myles Linzey: Steve
  • Madeleine Ours: Jessica
  • Bradford Thomas: Stefano
Synchronisation

Cannibal Mukbang ist ein US-amerikanischer Spielfilm aus dem Jahr 2023 von Aimee Kuge mit April Consalo und Nate Wise in den Hauptrollen.[2]

Handlung

Der introvertierte Mark arbeitet im Kundenservice eines Lieferdiensts. Beim nächtlichen Supermarktbesuch lernt er die lebenslustige YouTuberin Ash kennen. Sie verdient ihr Geld mit Mukbang-Videos, also damit, dass ihr andere Menschen im Internet beim Essen zusehen. Die beiden freunden sich in der Folge an.

Eines Tages entdeckt Mark allerdings, dass das Fleisch, das sie in ihren Videos verspeist, nicht von Tieren stammt, sondern von Vergewaltigern und Sadisten, die sie nachts jagt und tötet. Mark wird zu ihrem unfreiwilligen Komplizen, bis auch ihm nahestehende Menschen in Ashs Visier geraten.[3][4][5]

Synchronisation

Die deutsche Synchronisation übernahm City of Voices. Das Dialogbuch schrieb Hendrik Daniel, Dialogregie führte Stephanie Henze.[6]

Rolle Darsteller Synchronsprecher[6]
Ash April Consalo Stephanie Henze
Dr. Klein Kathryn Whisler Sandra Maria Fronterré
Jenny Diana Cooper Asmah Mustafa
Mark Nate Wise René Dawn-Claude
Maverick Clay von Carlowitz Heiko Akrap
Mavericks Freundin N. N. Melita Schröder
Opfer #1 N. N. Marc Fehse
Opfer #2 N. N. Benny Nitschke

Produktion und Hintergrund

Der Film wurde von Melty Media produziert, als Produzentin fungierte Aimee Kuge.[7] Die Dreharbeiten fanden in New York, New Jersey und Florida statt.[8]

Die Kamera führte Harrison Kraft, die Musik schrieb Alex Cuervo, die Montage verantworteten Aimee Kuge und Zayley Zalkin. Das Production-Design gestalteten Deana M. Biagi und Matt Weir und das Kostümbild Jolene Richardson.[2]

Regisseurin Aimee Kuge gab mit dem Film ihr Langspielfilmdebüt, zuvor hatte sie Fernsehserien, zwei kurze Horrorfilme und einen Erotikthriller produziert.[3]

Veröffentlichung

Premiere war am 14. Oktober 2023 am Brooklyn Horror Film Festival.[9][10] In den USA wurde der Film am 25. März 2025 als Video-on-Demand und am 22. April 2025 als Blu-ray veröffentlicht.[7][11]

In Deutschland kam der Streifen am 25. September 2025 in die Kinos.[2], auf Blu-ray und DVD erschien die Produktion am 30. Oktober 2025 bei Cinestrange Extreme.[12][13]

Rezeption

Am 13. Oktober 2025 waren 14 der 15 bei Rotten Tomatoes aufgeführten Kritiken positiv.[7]

Thorsten Hanisch vergab auf filmstarts.de 3,5 von 5 Sternen. Die größte Schwäche sei das nicht ganz durchdachte Drehbuch. Auf der anderen Seite würden einen die groteske Microbudget-Romanze dank toller Hauptdarsteller, einer weitestgehend stilvollen Inszenierung sowie einem tollen, vielfältigen Soundtrack trotz allem mitreißen.[5]

Falk Straub bewertete den Film auf film-rezensionen.de mit vier von zehn Punkten. Das Drehbuch zur Indie-Horrorkomödie besitzt zwar wenig Originalität, biete aber zumindest eine reizvolle Kombination bereits bekannter Versatzstücke. Größtes Problem sei, dass die Regisseurin nie einen richtigen Rhythmus finde, wogegen auch die oft unbeholfen wirkenden, aber immerhin charmanten Hauptdarsteller nichts ausrichten könnten.[3]

derwatchdog.de (3,5 von 5 Sterne) befand, dass der Streifen schrill, verstörend und auf seltsame Weise charmant sei. Aimee Kuge mixe Liebe, Gewalt und Gesellschaftskritik zu einem ungewöhnlichen, aber fesselnden Gesamtpaket. Der Mut zur Eigenständigkeit und die stilistische Energie machten den Film zu einem echten Erlebnis für Horrorfans, die auch mal über den Tellerrand schauen wollen.[14]

Ekkehard Knörer schrieb auf taz.de, dass trotz wenig Budget und Amateur-Indie-Spirit alles erfreulich professionell sei, wenn auch alles andere als perfekt. Irgendwo zwischen fast zärtlicher Liebesgeschichte und alles andere als zärtlichem Kannibalen-Horror treffe der Film einen sehr eigenen Ton. Die Vibes erinnerten dabei an Klassiker wie etwa Stephanie Rothmans The Velvet Vampire.[15]

Auszeichnungen und Nominierungen

Northeast Film Festival Horror Fest 2023[4][16]

  • Auszeichnung in der Kategorie Beste Schauspielerin (April Consalo)
  • Auszeichnung in der Kategorie Beste Regie (Aimee Kuge)

Atlanta Horror Film Festival 2023

  • Auszeichnung als bester Horrorfilm

Screamfest: New Orleans 2023

  • Auszeichnung in der Kategorie Beste Schauspielerin (April Consalo)
  • Auszeichnung in der Kategorie Bester Schauspieler (Nate Wise)
  • Auszeichnung in der Kategorie Beste Regie (Aimee Kuge)
  • Auszeichnung in der Kategorie Bester Film

Fangoria Chainsaw Awards 2025

  • Nominierung in der Kategorie Best Streaming Premiere[17]
  • Nominierung in der Kategorie Best First Feature

Einzelnachweise

  1. Freigabebescheinigung für Cannibal Mukbang. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF; Prüf­nummer: 272091).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. a b c Cannibal Mukbang. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 23. September 2025.
  3. a b c Falk Straub: Cannibal Mukbang. In: film-rezensionen.de. 22. September 2025, abgerufen am 23. September 2025.
  4. a b Cannibal Mukbang. In: meteor-film.com. 23. September 2025, abgerufen am 23. September 2025.
  5. a b Thorsten Hanisch: Cannibal Mukbang. In: filmstarts.de. Abgerufen am 23. September 2025.
  6. a b Cannibal Mukbang (2023). In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 20. Dezember 2025.
  7. a b c Cannibal Mukbang. In: Rotten Tomatoes. Fandango, abgerufen am 23. September 2025 (englisch).
  8. Cannibal Mukbang. In: mybloodyreviews.com. 23. September 2025, abgerufen am 23. September 2025 (englisch).
  9. Brooklyn Horror Film Festival: Cannibal Mukbang. In: eventive.org. Abgerufen am 23. September 2025.
  10. Luis Pomales-Diaz: Brooklyn Horror Film Festival 2023: ‘Cannibal Mukbang’ (2023) We’re Eating Good. In: horrorpress.com. 17. Oktober 2023, abgerufen am 23. September 2025 (englisch).
  11. Cannibal Mukbang bei Fernsehserien.de
  12. Cannbiabl Mukbang erschienen bei Cinestrange Extreme. In: Cinestrange Extreme. Abgerufen am 2. Dezember 2025.
  13. Cannibal Mukbang (2023) - HD-Premiere der ungekürzten Fassung in Mediabooks im Oktober 2025. In: schnittberichte.com. 30. September 2025, abgerufen am 30. September 2025.
  14. Cannibal Mukbang: Kritik zum Film – Liebe geht durch den Magen. In: derwatchdog.de. 13. Oktober 2025, abgerufen am 13. Oktober 2025.
  15. Ekkehard Knörer: Die Schlechten ins Kröpfchen. In: taz.de. 4. Dezember 2025, abgerufen am 4. Dezember 2025.
  16. Awards. In: imdb.com. Abgerufen am 23. September 2025.
  17. Giana Levy: Ryan Coogler’s ‘Sinners’ and Coralie Fargeat’s ‘The Substance’ Lead Fangoria’s 2025 Chainsaw Awards Nominations. In: variety.com. 9. Juli 2025, abgerufen am 23. September 2025 (englisch).