Campodolcino

Campodolcino
Staat Italien
Region Lombardei
Provinz Sondrio (SO)
Koordinaten 46° 24′ N, 9° 21′ O
Höhe 1071 m s.l.m.
Fläche 48 km²
Einwohner 935 (31. Dez. 2024)[1]
Fraktionen Tini, Strarleggia, Fraciscio, Motta
Postleitzahl 23021
Vorwahl 0343
ISTAT-Nummer 014012
Bezeichnung der Bewohner Campodolcinesi
Schutzpatron Johannes der Täufer
(24. Juni)
Website Gemeinde Campodolcino

Lage der Gemeinde Campodolcino in der Provinz Sondrio

Campodolcino (dt.: Gampolschin) ist eine Gemeinde im Val San Giacomo in der Provinz Sondrio in der Lombardei, Italien.

Lage und Einwohner

Die 935 Einwohner (Stand 31. Dezember 2024) zählende Gemeinde Campodolcino liegt 76 Kilometer nordwestlich von der Provinzhauptstadt Sondrio südlich des Splügenpasses, nahe der Grenze zum Schweizer Kanton Graubünden. Zur 48 km² großen Gemeinde Campodolcino gehören die Fraktionen Tini, Starleggia, Fraciscio und Motta. Das Gemeindegebiet liegt in den Lepontinischen Alpen und Rätischen Alpen.

Die Nachbargemeinden sind Madesimo, Mesocco (CH-GR), Piuro und San Giacomo Filippo.

Bevölkerungsentwicklung

Verkehrsanbindung

Im Sommer ist die Gemeinde auf der Staatsstraße 36 (Strada statale 36 del Lago di Como e dello Spluga) über den 18 Kilometer entfernten, nördlich gelegenen, Splügenpass von der Schweiz aus erreichbar. 13 Kilometer weiter südlich, in Chiavenna, geht es Richtung Lecco, Como und Milano. In Chiavenna zweigt die Staatsstraße 37 (Strada Statale 37 del Maloja) in Richtung Schweiz und den Malojapass ab.

In Chiavenna liegt auch der nächste Bahnhof mit Verbindungen der Veltlinbahn. In Colico teilt sich die Strecke in östliche Richtung Sondrio und Tirano. Südlich bis Lecco mit Anschlüssen nach Como und Mailand.

Mit dem lokalen Busunternehmen STPS ist Campodolcino mit Chiavenna verbunden.

Sehenswürdigkeiten

  • Pfarrkirche San Giovanni Battista, erbaut um 1400.
  • Statue Nostra Signora d’Europa, von Egidio Casagrande, 13 Meter hoch, 15. Oktober 1957 geweiht vom Kardinal Montini.
  • Lago Azzurro in der Fraktion Motta.
  • Cà Bardassa im Ortsteil Fraciscio, 17. Jahrhundert, heute Museo etnografico.
  • Ponte Romano über den Bach Rabbiosa, in der Nähe der Pfarrkirche.
  • Pian dei Cavalli mit paläontologischen Funden.
  • Geburtshaus des Heiligen Luigi Guanella im Ortsteil Fraciscio.
  • Il MuViS, Museo della Via Spluga e della Val San Giacomo im alten Gemeindehaus (der Palazz), Ethnographisches Museum seit 2007, seit 2011 Sitz des Ecomuseo della Valle Spluga.

Persönlichkeiten

  • Luigi Guanella (1842–1915), katholischer Priester und Ordensgründer
  • Romano Levi (1928–2008), Künstler und Grappaproduzent

Literatur

  • Anna Ferrari-Bravo, Paola Colombini: Guida d’Italia. Lombardia (esclusa Milano). Milano 1987, S. 411.
  • Lombardia – Touring club italiano, Touring Editore (1999), ISBN 88-365-1325-5, Campodolcino Online
  • Campodolcino auf tuttitalia.it/lombardia
Commons: Campodolcino – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. Bilancio demografico e popolazione residente per sesso al 31 dicembre 2024. ISTAT. (Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2024).