Campen (Borstel)

Campen
Gemeinde Borstel
Koordinaten: 52° 40′ N, 8° 57′ O
Fläche: 5,57 km²[1]
Einwohner: 70[1]
Bevölkerungsdichte: 13 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 27246
Vorwahl: 04276
Lage von Campen in Niedersachsen

Campen ist ein Ortsteil der Gemeinde Borstel im Landkreis Diepholz in Niedersachsen. Der Ort bildete bis 1974 eine eigenständige Gemeinde.

Geographie

Der Weiler Campen liegt einen Kilometer südwestlich des Dorfs Borstel. Im Süden des Ortsteils liegt ein Teil des Naturschutzgebiets Borsteler Moor.

Geschichte

Campen gehörte bis zu den Napoleonischen Kriegen zum Amt Nienburg in der Grafschaft Hoya des Kurfürstentums Hannover. Von 1811 bis 1813 gehörte der Ort unmittelbar zu Frankreich und dort zum Kanton Liebenau des Departements Wesermündung. 1814 fiel Campen an Hannover zurück und gehörte dort wieder zum Amt Nienburg. Die Gemeinde Campen fiel 1867 mit dem gesamten Königreich Hannover an Preußen und gehörte dort seit 1885 zum Kreis Nienburg. Die Gemeinde wurde im Rahmen der Gebietsreform in Niedersachsen am 1. März 1974 Teil der Gemeinde Borstel, die gleichzeitig in den Landkreis Grafschaft Diepholz wechselte, der am 1. August 1977 im Landkreis Diepholz aufging.[2]

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle
1812 105 [3]
1845 154 [4]
1871 179 [5]
1895 157 [6]
1910 169 [7]
1925 160 [8]
1939 143 [8]
1950 236 [9]
1961 130 [9]
1970 114 [9]

Baudenkmale

Die Hofanlage Campen 8 ist ein geschütztes Baudenkmal in Campen.

Einzelnachweise

  1. a b Daten und Karte der Gemarkung Campen
  2. Statistisches Bundesamt: Gebietsänderungen 1974
  3. Albrecht Friedrich Ludolph Lasius: Der Französische Kayser-Staat unter der Regierung des Kaysers Napoleon des Grossen im Jahre 1812. Kißling, Osnabrück 1813, S. 111 (google.de).
  4. Friedrich W. Harseim, C. Schlüter (Hrsg.): Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover. Schlüter, Hannover 1848, S. 62 (google.de).
  5. Volkszählung 1871
  6. Volkszählung 1895
  7. Uli Schubert: Deutsches Gemeindeverzeichnis 1910. Abgerufen am 12. April 2025.
  8. a b Michael Rademacher: Nienburg. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com.
  9. a b c Regionales Gemeindeverzeichnis-Informationssystem GV-ISys (mit historischen Bevölkerungszahlen)