Cajetan Peter von und zu Sandizell

Cajetan Peter Graf von und zu Sandizell (* 23. März 1782 in München, Kurfürstentum Bayern; † 26. Juli 1863, Königreich Bayern) war ein deutscher Gutsbesitzer, Obersthofmeister und Mitglied der Bayerischen Ständeversammlung.

Leben

Cajetan Peter von und zu Sandizell entstammte dem altbayerischen Uradelsgeschlecht Sandizell und war ein Sohn des kurpfälzischen Hofratspräsidenten Anton Joseph Maria von und zu Sandizell (1746–1803), der am 26. April 1790 in München von Kurfürst Karl Theodor von Pfalzbayern als Reichsvikar in den Reichsgrafenstand erhoben wurde.[1] Seine Mutter war Maria Anna Fugger von Zinnenberg (1753–1793).

Seit dem 26. Mai 1818 gehörte die Familie Sandizell zum erblichen Reichsrat der Krone Bayerns[2]. Von 1819 bis zum 30. April 1860[3] hatte er als erblicher Reichsrat einen Sitz in der Kammer der Reichsräte, deren Mitglieder neben den Mitgliedern der Kammer der Abgeordneten den Bayerischen Landtag bildeten.

Von 1839 bis 1847 war er als Oberstkämmerer für die Finanzen verantwortlich und leitete anschließend als Obersthofmeister den Königlichen Hof. Zudem fungierte er als Präfekt der Marianischen Kongregation in München.[4]

Familie

Cajetan Peter Graf von und zu Sandizell war seit am 10. Mai 1804 mit Elisabeth Augusta Gräfin von Toerring-Gutenzell (* 1781) verheiratet. Aus der Ehe sind die Kinder Hyazinthe Auguste (* 14. Juli 1804, Hofdame der Erzherzogin), Maria Elisabethe Auguste (* 20. Februar 1805, ∞ Sir Thomas Cartwright, britischer Gesandter), Caroline Wilhelmine Friederike (* 21. August 1814) und Max Joseph Ortolf (* 2. Januar 1816, Kammerjunker, ∞ 1864 Sofie von Thurn und Taxis, Eltern des Carl Theodor von und zu Sandizell) hervorgegangen[5].

Auszeichnungen

Siehe auch

Cajetan Peter von und zu Sandizell in der Parlamentsdatenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte in der Bavariathek

Einzelnachweise

  1. "Genealogisches Handbuch des Adels", Adelslexikon Band XII, Band 125 der Gesamtreihe, Seite 238–240
  2. Bernhard Becker: Briefe deutscher Bettelpatrioten an Louis Bonaparte. Eine gründliche Bearbeitung der sämmtlichen, im Buche: L'Allemagne aux Tuileries, französischerseits veröffentlichten Dokumente. 1873 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  3. Franz Xaver Freninger: Die Kammern des Landtages des Königreiches Bayern, Matrikel oder Verzeichniß der Direktorien und Mitglieder der beiden Hohen Kammern von 1819 bis 1870. 1870 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. Maximilian Vincenz Sattler: Geschichte der Marianischen Congregationen in Bayern. 1864 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  5. Gothaisches genealogisches Taschenbuch der gräflichen Häuser, Band 68. 1895 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  6. Max Freiherr von Ow: Der Königlich Bayerische Haus-Ritter-Orden vom heiligen Georg nach seinen gegenwärtig bestehenden Vorschriften, Einrichtungen und Gebräuchen. 1884 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  7. Allgemeine Zeitung München. 1888 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  8. Lindauer Tagblatt für Stadt und Land vom 27. Juli 1863. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).