Caged – Gefangene der Lust

Film
Titel Caged – Gefangene der Lust
Originaltitel Caged
Produktionsland Niederlande
Originalsprache Niederländisch
Erscheinungsjahr 2011
Länge 105 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie Stephan Brenninkmeijer
Drehbuch
  • Stephan Brenninkmeijer
  • Marian Schutte
Produktion Stephan Brenninkmeijer
Musik Danny Weijermans
Kamera Robert M. Berger
Schnitt Stephan Brenninkmeijer
Besetzung
  • Chantal Demming: Stella
  • Babette Holtmann: Christine
  • Victor Reinier: Therapeut
  • Joep Sertons: Raymond
  • Georges Devdariani: Yaroslav
  • Corine van der Helm: Judy
  • Brechje Lyklema: Gaya
  • Frank Derijcke: Luca
  • Ferry Asselbergs: Damian
  • Charmène Sloof: Laura
  • Lotte Taminiau: Quinty
  • Koos Schinkel: Hofstra

Caged – Gefangene der Lust (Originaltitel Caged) ist ein niederländischer Erotik-Thriller aus dem Jahr 2011. In der Handlung befriedigt die junge Stella ihre Sexsucht exzessiv außerhalb ihrer Ehe. Eines Tages erwacht sie gefangen in einem verschlossenen Raum und wird von ihrem Entführer gefoltert. Bald wird ein zweites Opfer, die junge Christine, zu ihr gebracht. Gemeinsam versuchen die beiden Frauen zu erkunden, warum man sie entführt hat.

Die Hauptrolle der Stella spielte Chantal Demming, die der Christine Babette Holtmann, Regie führte Stephan Brenninkmeijer.

Handlung

Der Film spielt in zwei Zeitebenen, einem Gegenwartsstrang und Ausschnitten aus Stellas Vergangenheit. Zur besseren Wiedergabe der Handlung erfolgt sie chronologisch.

Vergangenheitsstrang

Stella ist dreißig Jahre alt und verheiratet. Doch der Sex mit ihrem Mann Vincent befriedigt nicht ihre erotischen Phantasien und Begierden. Jahrelang leidet sie darunter und wird schwer depressiv. Eines Tages gibt sie ihren Begierden nach. Erst mit Männern, dann mit einer Frau, später auch im Gruppensex. Während Stella anfangs noch Angst hat, von ihrem Mann erwischt zu werden, legt sie die Angst nach und nach ab. Sie beginnt ein Doppelleben. Eines Tages findet ihr Mann Porno-Aufnahmen, die sie beim Gruppensex zeigen. Stella erklärt, dass sie es wieder tun würde. Sie sei ihm treu, doch die Tatsache, dass sie schon lange keinen richtigen Sex mehr hatten, und ihre Begierden sie innerlich erdrücken, lässt sie sich wie einen Vogel im Käfig fühlen.

Gegenüber ihrer Freundin Laura beginnt Stella ihre Phantasien zu äußern. Nach einem Treffen mit ihren Ehemännern beginnen beide Frauen den zaghaften Versuch ihre Partner in der Sauna zum Gruppensex zu überreden, bzw. mit dem jeweils anderem Partner zu verkehren. Doch nachdem Vincent ablehnt, endet die Gesamtsituation.

Bei einer Party mit ihrem Mann vergnügt sich Stella in dessen Abwesenheit mit einem fremden Mann.

Stella beginnt sich unter dem Namen Unicorn (Einhorn) auf einer Swinger-Webseite zu präsentieren. Ihre Arbeitskollegin Judy, die selbst auf der Seite Mitglied ist, konfrontiert angeregt Stella mit den Bildern. Sie wünscht sich, sie irgendwann zu treffen. Judy bittet Stella, sie in einen Club mitzunehmen. Stella zeigt sich vorsichtig distanziert, doch letztlich haben beide miteinander Sex. Zu Stellas Entsetzen wünscht sich Judy eine echte Beziehung. Kurz darauf wird Stella von ihrem Arbeitgeber entlassen. Judy konfrontiert Stella damit, dass sie sie ignoriert. Stella habe sie benutzt und dann sitzenlassen und tief verletzt.

Bei einer Sexparty lernt sie den wohlhabenden Raymond kennen, der sie in sein Haus einlädt. Sie hat mit ihm leidenschaftlichen Sex, wobei er Fesselspiele verwendet. Er holt eine weitere Gespielin dazu. Schließlich nimmt Raymond beim Penetrieren sein Kondom ab, was Stella schockiert. Tränenüberströmt kehrt sie nach Hause zurück, wo sie Vincent vorfindet. Insgesamt jedoch macht der Fall Stella selbstbewusster, da sie sich nicht unterkriegen lassen will.

Vincent beschließt sich zunächst von Stella zu trennen und bei einem Freund unterzukommen.

Gegenwartsstrang

Tag 1 – Als Stella erwacht, findet sie sich mit einer leichten Schlagwunde am Kopf eingesperrt in einem Raum in einem Fabrikgebäude wieder.

Tag 2 – Stellas unbekannter Entführer bringt ihr Essen und verlässt ihre Raum

Tag 3 – Stellas maskierter Entführer bringt ihr ihre Handtasche und verlässt den Raum. In der Tasche findet Stella ihre Utensilien, darunter Medikamente, und zu ihrer Enttäuschung ihr Handy, dem die Akkus aber entnommen sind. Ihr Entführer beobachtet sie über Videokameras.

Tag 5 – Stella wird von ihrem Entführer betäubt. Als sie wieder erwacht, findet sie sich nackt auf einem OP-Tisch gefesselt wieder. Ihr maskierter Entführer beginnt ihre Brüste zu berühren. Er betäubt sie erneut. Als Stella erwacht, findet sie sich nackt erneut in ihrer Zelle wieder, auf dem Boden liegen ihre Kleider. Sie zieht sich wieder an und entdeckt eine weitere betäubte Frau in ihrer Zelle. Die unbekannte heißt Christine. Wie Christine hat sie keine Erinnerungen an ihre Entführung. Ihr Entführer bringt erneut eine Tüte mit Essen hinein. In ihrer Hosentasche findet Christine einen Handyakku, der zu Stellas Handy passt. Der Akku funktioniert, doch die Frauen bekommen keinen Empfang.

Tag 6 – Als Stella erwacht, ist Christine verschwunden. Später bringt ihr Entführer sie betäubt und nackt zurück. Christine berichtet tief verstört, dass sie von dem Mann penetriert wurde und sich nicht mehr gewehrt habe. Beide Frauen schlafen auf derselben Matratze. Christine berichtet, dass ihr Mann sie definitiv suchen werde, doch Stella erwidert, dass ihr Mann sie definitiv nicht vermissen wird und erläutert die Hintergründe. Später kommt der Entführer, betäubt Stella und legt sie erneut auf den UP-Tisch, wo er ihren Genitalbereich enthaart. Zudem verabreicht er ihr ein Mittel und lässt sie allein zurück. Später kommt er zurück, streicht mit einer Zange über ihren Körper, penetriert sie mit seinen Fingern und bringt Stella per Hand zum Orgasmus. Betäubt wird Stella nackt zurück in den Raum gebracht, wo Christine sie wieder anzieht.

Als Stella erwacht, erzählt Christine, der Entführer habe ihr gesagt, sie sei wegen Stella hier. Stella folgert daraus, dass der Entführer im Gegensatz zu Christine mit ihr nicht spreche, dass sie ihn wohl kennen müsse. Christine fragt, wer etwas gegen sie haben könne und kommt auf Stellas zahlreiche Liebschaften zu sprechen. Christine fordert Stella auf, ihr mehr zu erzählen. Stella versucht sich zu rechtfertigen. Dabei kommt sie auch auf den Abend mit Raymond zu sprechen. Sie berichtet davon, dass jede vierte Frau Vergewaltigungsfantasien hat.

Der Entführer kommt herein und bringt Stella erneut auf den OP-Tisch. Dort zeigt sich, dass sie von mindestens zwei maskierten Entführern festgehalten wird. Sie wird erneut betäubt und wacht nackt wieder in ihrer Zelle mit Christine auf. Auf ihrem Bauch entdeckt Stella entsetzt eine große Schnittwunde, die sich jedoch nur als Imitation aufweist, um sie seelisch zu foltern. Stella mutmaßt mit Verweis auf den Film Clockwork Orange, dass man sie wie eine gewalttätige Person so lange mit Szenen von Gewalt konfrontiere, bis die Person daran zerbricht. Auf Christines Frage, ob sie denn weitermachen könne wie bisher. Christine fragt, was sie anmache. Christine erklärt, sie möge gerne Kontrolle, auch beim Sex. Stella bekennt, auf Exhibitionismus zu stehen. Christine offenbart, dass ihr Mann Damian sie im letzten Monat betrogen und sie dann verlassen hat. Das Gefühl des Verrats zerstöre alles, außer der Wut. Christine und Stella beginnen sich gegenseitig zu liebkosen.

Bald darauf stürmt einer der Entführer in den Raum hinein. Er hat die mit einer Plastiktüte erstickte und dann mit einem Golfschläger auf den Kopf eingeschlagene Leiche von Christines Mann Damian in ihrem Haus gefunden. Entsetzt fragt er Christine, was sie getan habe. Stella realisiert, dass Christine die andere Entführerin ist. Christine ist sie die Ehefrau des Mannes, den sie auf einer Party verführte. Christine wurde Zeugin des Geschehens. Sie ließ Stella entführen und tötete später ihren Mann. Christine versucht Stella mit einer Tüte zu ersticken, doch sie kann entkommen und versteckt sich zunächst in der Fabrik. Kurz darauf wird sie jedoch ergriffen und bewusstlos geschlagen. In ihrer Zelle greift Stella jedoch Christine an und schneidet ihr mit einer Glasscherbe den Hals auf, woraufhin sie verblutet. Der andere Entführer die Zelle ab.

Tag 16: Stella liegt noch immer in der Zelle, als diese geöffnet und sie befreit wird.

Ein Jahr später: Stella ist in Therapie und reflektiert ihre Erlebnisse. Ihr Therapeut befindet, sie wolle Liebe und Aufmerksamkeit von einer Person und Sex und Abenteuer mit allen anderen. Stella erwidert nur, ob das denn schlimm sei. Im Gespräch zeigt sich, dass Stella bereits seit ihrer Kindheit unter Fremdkontrolle und Erwartungen anderer Menschen litt, etwa durch ihren Vater, die Schule und später durch ihren Ehemann. Der Sex mache sie dagegen frei. Sie hat gleichwohl verstanden, dass die Folgen ihres Handelns sie wohl immer allein sein lassen werden.

Kritiken

„Ansprechend inszenierter, gut besetzter Erotikfilm mit anstrengender Überlänge, sich wiederholenden Gesprächen und handzahmer, unnötiger Zweiterzählung.“

Filmchecker.wordpress.com[2]

Einzelnachweise

  1. Freigabebescheinigung für Caged – Gefangene der Lust. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF; Prüf­nummer: 206525/K).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. ~ Marcel Demuth: Filmkritik: „Caged – Gefangene der Lust“ (2011). In: Filmchecker. 22. April 2022, abgerufen am 8. Januar 2026 (deutsch).