Café de Flore

Das Café de Flore ist ein Café im Quartier Saint-Germain-des-Prés des 6. Arrondissements in Paris. Es liegt an der Ecke des Boulevard Saint-Germain Nr. 172 und der Rue Saint-Benoît.

Geschichte

Das Café wurde 1887, in der Zeit der Dritten Republik eröffnet. Es verdankt seinen Namen einer Skulptur der Göttin Flora, die auf der anderen Straßenseite stand. In den 1920er Jahren wohnte Charles Maurras über dem Café de Flore, er verfasste dort sein 1931 erschienenes Buch Au signe de Flore.

Viele Intellektuelle wie Simone de Beauvoir[1] und Jean-Paul Sartre,[1] der hier 1964 eine Pressekonferenz zur Ausschlagung des Literatur-Nobelpreises abhielt, und Künstler wie Albert Camus,[1] Alberto Giacometti, Pablo Picasso, Boris Vian,[1] Guillaume Apollinaire, Jacques Prévert[1] oder Jean Cocteau waren regelmäßige Gäste. James Baldwin war ebenfalls ein oft gesehener Gast und schrieb hier seinen Debütroman Gehe hin und verkünde es vom Berge.[2] Karl Lagerfeld, der in der Nähe des Cafés wohnte (rue de Lille 7), war häufig Gast im Café de Flore.

Jedes Jahr im November wird im Café der Literaturpreis „Prix de Flore“, 1994 von Frédéric Beigbeder und Carole Chrétiennot begründet, an junge vielversprechende Autoren vergeben.

Literatur

  • Christophe Durand-Boubal: Café de Flore: Mémoire d’un siècle. Indigo & Côté, Paris 1993, ISBN 2-907883-66-6.

Siehe auch

Commons: Café de Flore – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. a b c d e Anne Chabrol: Collection Roger-Viollet : Chroniques parisiennes en photo. Éditions du Chêne (Hachette), Paris 2008, ISBN 978-2-84277-870-5, S. 151.
  2. Ellery Washington: James Baldwin’s Paris. In: The New York Times, 17. Januar 2014, abgerufen am 4. Oktober 2025.

Koordinaten: 48° 51′ 15″ N, 2° 19′ 57,5″ O