CR-Klasse 300

CR 300
Nummerierung: CR 294–324, 280–281, 670–679
LMS 17650–17692
BR 57650–57692
Anzahl: 43
Hersteller: CR St Rollox Works
Baujahr(e): 1918–1920
Ausmusterung: 1934–1939, 1961–1963
Bauart: C n2
C h2 (Umbau LMS)
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Gesamtradstand: 5105 mm
Dienstmasse: 50 t
Anfahrzugkraft: 95 kN
Kuppelraddurchmesser: 5 ft 0 in (1524 mm)
Steuerungsart: Stephenson
Zylinderanzahl: 2 (innenliegend)
Zylinderdurchmesser: 18,5 in (470 mm)
Kolbenhub: 26 in (660 mm)
Kesselüberdruck: 170 psi (11,7 bar)
Wasservorrat: 3000 imp gal (14 m³)
Brennstoffvorrat: Kohle
Lokbremse: Dampfbremse
Zugbremse: Nr. 305 und 317: Vakuumbremse
Steuerung: Stephenson
Besonderheiten: Varianten mit Überhitzer und Kolben- oder Flachschiebern
Erste 12 Loks mit Stahlfeuerbüchsen

Die Klasse 300 der schottischen Eisenbahngesellschaft Caledonian Railway (CR) war eine Baureihe von Dampflokomotiven der Achsfolge C für den Einsatz vor Güterzügen, die in 43 Exemplaren zwischen 1918 und 1920 in den bahneigenen St Rollox Works gebaut wurden.

Geschichte

Caledonian Railway

Die Klasse 300 wurde von William Pickersgill, dem letzten Chief Mechanical Engineers (CME) der Caldeonian Railway, entworfen. Die Grundlage der Konstruktion war die CR-Klasse 30, die Heißdampfversin der CR-Klasse 652 von John F. McIntosh, wobei die Klasse 300 als Nassdampflokomotive ausgeliefert wurde.

Die Güterzuglokomotiven wurden in drei Varianten gebaut, die sich in der Ausführung des Kessels und der Schieber unterschieden:

  • Die ersten 12 Lokomotiven (Nr. 300–311) erhielten Kessel mit Stahlfeuerbüchsen, die 1922 durch Kupferfeuerbüchsen ersetzt wurden, und Kolbenschieber
  • Die nachfolgenden 19 Lokomotiven (Nr. 312–321, 294–299) wurden mit Kupferfeuerbüchsen und Kolbenscheiber ausgeliefert
  • Das letzte 12 Lokomotiven (Nr. 280–281, 670–679) wurde mit Kupferfeuerbüchsen und Flachschiebern geliefert.[1]

London, Midland and Scottish Railway

Nach dem Zusammenschluss der britischen Bahnen zu vier großen Gesellschaften im Jahr 1923 gelangten alle 43 Lokomotiven zur London, Midland and Scottish Railway (LMS), wo sie die Nummern 17650 bis 17692 erhielten und der Leistungsklasse 3F zugeordnet wurden.

Die LMS ließ um 1930 insgesamt 15 Lokomotiven zu Heißdampflokomotiven umbauen, wobei 5 Lokomotiven die Flachschieber beibehielten. Die Maschinen Nr. 305 und 317 erhielten 1925 die Vakuumbremse, um auch Personenzüge führen zu können. In den Jahren 1934 bis 1946 musterte die LMS 14 Lokomotiven aus.[1]

British Railways

Insgesamt 29 Lokomotiven gelangten noch zu den British Railways (BR), wo die erste Ziffer der LMS-Nummer durch eine 5 ersetzt wurde, sodass die Maschinen Nummern im Bereich 57658 bis 57691 trugen. Die Lokomotiven wurden erst in den Jahren 1961 bis 1963 ausgemustert und verschrottet.[1]

Einzelnachweise

  1. a b c CR/LMS Pickersgill "300" Class 0-6-0. In: BRDatabase. Abgerufen am 16. November 2025 (englisch).