Buridans Esel (Roman)
Buridans Esel ist ein Roman von Günter de Bruyn. Er erschien erstmals 1968 im Mitteldeutschen Verlag, Halle.
Inhalt
Karl Erp lebt am Stadtrand von Ost-Berlin, ist Bibliothekar und glücklich verheiratet. Als die junge Frau Broder ihr Praktikum in der Bibliothek antritt, verliebt sich Karl in sie und steht vor der Frage, ob er sich für Frau Broder oder seine Familie entscheiden soll. Karl merkt, dass er sich in derselben Situation wie Buridans Esel befindet, der schließlich verhungert, da er sich nicht für einen der beiden Heuhaufen entscheiden kann. In der Beschreibung des Bewusstseinsstroms wird geschildert, wie sehr sich der innere Konflikt mit gesellschaftlichen und politischen Themen verbindet. Seine Familie bemerkt allmählich das Desinteresse Karls und nach dem Besuch der Schwiegereltern an Weihnachten fährt er zu Frau Broder, wo er einen erfüllten Abend erlebt.
Der Erzähler greift ein und gibt mehrere Möglichkeiten für ein Ende des Romans. Anstatt der Möglichkeit, dass Karl ein gemeinsames Leben mit Frau Broder führt, wird dessen Rückkehr zu seiner Familie als wahrscheinlichster Schluss angeboten.
Kritik
„[D] ie große Beliebtheit des Romans - er wurde auch, unter dem Titel „Glück im Hinterhaus“, erfolgreich verfilmt - resultierte wohl auch aus der genauen, nicht unkritischen Beschreibung der DDR-Wirklichkeit, zu einer Zeit, in der das 11. Plenum (1965) den Schriftstellern und Filmemachern gezeigt hatte, nicht wo das Heubündel, sondern wo der Hammer hängt.“
Verfilmung
Buridans Esel wurde 1980 von Herrmann Zschoche unter dem Titel Glück im Hinterhaus verfilmt.
Literatur
Günter de Bruyn: Buridans Esel, Frankfurt am Main 1992, ISBN 3-596-21880-2
Weblinks
- Buridans Esel, Rezension von Helmut Fickelscherer, Berliner LeseZeichen, abgerufen am 12. Januar 2026