Burg Freudenberg (Siegerland)
| Burg Freudenberg | ||
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Die heutige evangelische Kirche am Standort der Burg. Der Kirchturm war ursprünglich der Bergfried der Burg gewesen. | ||
| Staat | Deutschland | |
| Ort | Freudenberg | |
| Entstehungszeit | um 1345 bis 1389 | |
| Burgentyp | Höhenburg | |
| Erhaltungszustand | Schlossturm | |
| Ständische Stellung | Grafen | |
| Geographische Lage | 50° 54′ N, 7° 52′ O | |
| Höhenlage | 300 m ü. NHN | |
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Die Burg Freudenberg war eine Höhenburg auf 300 m ü. NHN an der Stelle der heutigen evangelischen Pfarrkirche der Stadt Freudenberg im nordrhein-westfälischen Kreis Siegen-Wittgenstein.
Geschichte
1389 wurde die Burg erstmals zusammen mit dem Ort erwähnt. Die Burg wurde von den Grafen von Nassau über dem Weibetal zusammen mit einer Siedlung vermutlich bereits ab 1345 zum Schutz ihres Gebietes erbaut. Freudenberg lag in der Nähe zweier bedeutender historischer Fernwege, dem Brüderweg und dem Hileweg und an der Grenze zu mehreren Herrschaftsgebieten.
1540 wurden die Burg und die Siedlung durch einen Brand erheblich zerstört, jedoch neu aufgebaut und brannten bei einem zweiten Brand 1666 vollständig ab. Die Siedlung wurde in veränderter Form wieder aufgebaut, die Burg verfiel.
Seit 1601 wurde der verbliebene Burgfried als Kirchturm der zu dieser Zeit erbauten evangelischen Kirche verwendet. Der Kirchturm diente gleichzeitig als Gefängnis. 1828 wurden die letzten Reste bis auf einen Rest des Schlossturms abgebrochen, der heute als Glockenturm der evangelischen Pfarrkirche dient.
Im April 1568 wurde auf Schloss Freudenberg europäische Geschichte geschrieben. Wilhelm I. von Oranien kam mit Vertretern des Bundes der Edlen aus dem Gelderland zu einer diplomatischen Geheimkonferenz zusammen. Diese beschloss die Entsendung von Nassauischen Truppen zur Unterstützung des Freiheitskampfes der Niederländer gegen die spanische Unterdrückung im Achtzigjährigen Krieg (1568–1648).[1]
Literatur
- Jens Friedhoff: Theiss-Burgenführer Sauerland und Siegerland. Theiss, Stuttgart 2002, ISBN 978-3-8062-1706-3.
Weblinks
- Freudenberg in der wissenschaftlichen Datenbank „EBIDAT“ des Europäischen Burgeninstituts, abgerufen am 16. August 2022.
- Freudenberg in der privaten Datenbank Alle Burgen.
Einzelnachweise
- ↑ Geschichte: Wie die Niederlande unabhängig wurden. In: Deutschlandfunk Nova. 9. Februar 2018, abgerufen am 19. Mai 2024.