Burg Arques-la-Bataille

Die Burg Arques-la-Bataille (Château d’Arques-la-Bataille) ist eine Ruine in der französischen Gemeinde Arques-la-Bataille im Département Seine-Maritime in der Region Normandie. Die Reste einer mittelalterlichen Höhenburg liegen auf einem steilen Felsvorsprung eines schmalen Kreidefelsens oberhalb des Zusammenflusses der Flüsse Béthune, Varenne und Arques. Sie zählt zu den bedeutendsten Wehrbauten der Normandie und steht seit 1875 unter Denkmalschutz. Heute gehört sie zum Staatseigentum Frankreichs. Das Innere der Burg ist seit den 2000er-Jahren für die Öffentlichkeit gesperrt. Eine Besichtigung von außen ist möglich.[1]

Geschichte

Wilhelm von Talou (Guillaume de Talou), ein Onkel Wilhelms des Eroberers ließ die Burg zwischen 1040 und 1053 errichten. Der Sohn Wilhelm des Eroberers, Henry Beauclerc ließ die Burg im 12. Jahrhundert ausbauen. Weitere Ausbauten erfolgten unter Johann Ohneland am Ende des 12. Jahrhunderts. Im 15. und 16. Jahrhundert wurde sie nochmals an neuen Waffentechnologien wie Kanonen angepasst.[1]

Nach 1668 wurde die Burg dem Verfall preisgegeben, 1688 schließlich auch militärisch aufgegeben. In der Folge nutzen die Bewohner von Arques die Burg als Steinbruch. Nach mehreren Eigentümerwechseln übernahm der Staat die Burg im 19. Jahrhundert und stellte ihre Reste unter Denkmalschutz.

Beschreibung

Die Burg hat einen eiförmigen Grundriss. Sie ist von 15 Meter tiefen V-förmigen Tälern umgeben. Der quadratische Bergfried war etwa 40 Meter hoch. Die Burg verfügt über zwei Innenhöfe, die ursprünglich durch ein Tor und Ringmauern getrennt waren. In der Region gibt es nur wenig Sandstein.

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Einzelnachweise

  1. a b Ministère de la Culture (Frankreich): Dossier zum Château d’Arques-la-Bataille. Abgerufen am 28. November 2025

Koordinaten: 49° 52′ 38″ N, 1° 7′ 37,4″ O