Bundesverband Hochschulkommunikation
| Bundesverband Hochschulkommunikation (BV_HKOM) | |
|---|---|
| Rechtsform | eingetragener Verein |
| Gründung | 1969 |
| Sitz | Berlin |
| Vorstand | Katja Barbara Bär |
| Mitglieder | 1550 |
| Website | bundesverband-hochschulkommunikation.de |
Der Bundesverband Hochschulkommunikation (BV_HKOM) ist ein Interessenverband für Kommunikationsverantwortliche und Marketing-Fachleute an Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz in der Rechtsform eines eingetragenen Vereins. Er hat seinen Sitz in Berlin und vertritt rund 1650 Mitglieder.
Profil und Selbstverständnis
Zentrale Anliegen des Vereins sind die strategische Entwicklung des Berufsbildes „Hochschulkommunikatorin bzw. des Hochschulkommunikators“, Erfahrungsaustausch, Nachwuchsförderung sowie die Qualitätssicherung in allen Feldern der Wissenschafts- und Hochschulkommunikation.
Aus dem BV_HKOM hervorgegangen ist im Jahr 1995 der Informationsdienst Wissenschaft (idw) sowie im Jahr 2013 der Siggener Kreis. Gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog und mit Unterstützung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), der Deutschen Forschungsgemeinschaft sowie gefördert durch die Volkswagen-Stiftung hat der BV_HKOM den Scicomm-Support entwickelt und am 20. Juli 2023 gelauncht.[1][2] Der Scicomm-Support unterstützt und berät kommunizierende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Wissenschaftskommunikatorinnen und Wissenschaftskommunikatoren bei Angriffen und unsachlichen Konflikten in der Wissenschaftskommunikation.[3]
Vertreten durch seinen Vorstand ist der Verband an Anhörungen des Deutschen Bundestages beteiligt und an weiteren politischen Entscheidungsgremien zur Hochschul- und Wissenschaftskommunikation und an gemeinsamen Projekten mit Einrichtungen wie z. B. der HRK, dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) oder dem Wissenschaftsrat (WR) beteiligt. Darüber hinaus engagieren sie sich in Fachbeiräten wie z. B. dem des Science Media Centers (SMC) Deutschland und der Plattform wissenschaftskommunikation.de sowie in verschiedenen weiteren Gremien und Jurys zur Weiterentwicklung der Hochschul- und Wissenschaftskommunikation in Deutschland.
Geschichte
Der Verband wurde 1969 als Arbeitsgemeinschaft der Hochschulpressestellen in Deutschland gegründet. Seitdem treffen sich die Mitglieder zu einer Jahrestagung, die an jährlich wechselnden Universitätsstandorten ausgetragen wird. 2010 wurden die bestehenden Strukturen in den Bundesverband Hochschulkommunikation e.V. überführt.[4]
Initiative Qualität von Hochschulkommunikation (IQ_HKOM)
- 1998: gründete sich innerhalb des BV_HKOM der „Arbeitskreis (AK) zur Evaluation von Hochschul-PR“ im Zuge der Tagung der Hochschulpressestellen (später: Jahrestagung des BV_HKOM) in Potsdam. Im AK engagieren sich Mitglieder des BV_HKOM, um Impulspapiere und Handreichungen zur Weiterentwicklung des Berufsprofiles und zur Qualitätssteigerung zu verschiedenen Schwerpunktthemen der Hochschulkommunikation zu entwickeln.
- 2005: Umbau des AK zur „Initiative Qualität von Hochschulkommunikation“ (IQ_HKOM), um Projekte zum Aufbau bzw. zur Weiterentwicklung von Instrumenten in der Hochschulkommunikation zu erarbeiten und die Professionalisierung voranzutreiben.
- 2011: Weiterentwicklung zu Arbeitsgruppen mit unterschiedlichen Themen und Ansätzen unter dem Dach der IQ_HKOM.
- 2022: Schärfung des Profils der IQ_HKOM in ihrem Selbstverständnis als Dienstleister für die Mitglieder des BV_HKOM zur Bearbeitung drängender Themen und für Impulse zur Professionalisierung der Hochschul-Kommunikation.
In der Reihe „Publikationen zur Hochschul-PR“ erschienene Handreichungen:
- Handbuch Notfall- und Krisenmanagement
- Leitfaden Kommunikationscontrolling
- Social-Media-Guidelines
- Transparent in der Hochschulkommunikation
- Tipps und Tricks für den Umgang mit dezentralen Social-Media-Accounts
- Informationspapier zum Einsatz von Intranet-Systemen
Preise
- seit 2019 wird jährlich der „Volo-Preis“ an Hochschulen mit vorbildlicher Volontariats-Ausbildung verliehen
- Gemeinsam mit der ZEIT-Verlagsgruppe zeichnete der Verband in Reaktion auf die Corona-Pandemie von 2020 bis 2023 herausragende digitale Kommunikationsprojekte mit dem „Let's get Digital-Award“ aus.
- Seit 2025 wird in Partnerschaft mit mandarin.edu der Social Media Preis vergeben.
- Seit 2025 wird gemeinsam mit dem Kommunikationsverband BdKom der WissKomm-Award vergeben.
Struktur
Die Mitglieder des Verbands kommen aus zentralen und dezentralen Kommunikations- und Marketingabteilungen von Universitäten, Hochschulen für Angewandte Wissenschaften, Kunst-, Musik- und Sporthochschulen, Dualen und Privaten Hochschulen, sowie aus außeruniversitären Forschungseinrichtungen.
Geografisch gliedert sich der Verband in Landesgruppen. Daneben existieren verschiedene Arbeitskreise der Hochschultypen und thematische Projektgruppen.
Der Bundesverband Hochschulkommunikation ist Gründungsmitglied und Partner der EUPRIO, der European Association of Communication Professionals in Higher Education, die Hochschulen in der EU und darüber hinaus umfasst.
Vorstand
Zum Vorstand des BV_HKOM gehören aktuell sieben gewählte Mitglieder sowie ein assoziiertes Mitglied. Vorsitzende des BV_HKOM ist seit der Vorstandswahl[5] vom 11. September 2023 Katja Barbara Bär, Chief Communication Officer der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Sie wurde 2025 wiedergewählt. Stellvertretende Vorsitzende sind Peter Diehl, Leiter der Kommunikation an der Technischen Universität Dresden (UTN) und Matthias Fejes, Pressesprecher und Leiter des Sachgebiets Media Relations an der Technischen Universität Dresden. Ralf Garten, Pressesprecher und Leiter des Geschäftsbereichs Kommunikation an der Hochschule Osnabrück ist Schatzmeister.
Ehemalige Vorsitzende sind u. a. Julia Wandt und Elisabeth Hoffmann (Universität zu Köln).
Weblinks
- Website des Bundesverbandes Hochschulkommunikation
- Scicomm-Support
- Leitlinien zur guten Wissenschafts-PR: Leitlinien und Checkliste
Einzelnachweise
- ↑ Benedikt Fecher: Wissenschaftsfeindlichkeit: Die Stimme der Wissenschaft darf nicht verstummen. In: zeit.de. 19. Juli 2023, abgerufen am 27. Januar 2024.
- ↑ Sabrina Patsch: Scicomm-Support: Neue Initiative unterstützt Wissenschaftskommunikatoren gegen digitale Gewalt und Hassrede. In: tagesspiegel.de. 20. Juli 2023, abgerufen am 31. Januar 2024.
- ↑ Dem Hass ausgesetzt. Abgerufen am 10. Dezember 2023.
- ↑ https://www.duz-special.de/media/baf43cd48414beeb49d9c0f10c201bffdc160028/d1ff59261a57f0ee7d78f87b29b6d88304ae8970.pdf Beilage zur DUZ – Magazin für Wissenschaft und Gesellschaft, 20. September 2019, S. 12.
- ↑ Neuer Vorstand gewählt: Katja Barbara Bär ist neue Vorsitzende des Bundesverbandes Hochschulkommunikation. 11. September 2023, abgerufen am 10. Dezember 2023 (deutsch).