Bundesamt für Post und Telekommunikation

Das Bundesamt für Post und Telekommunikation (BAPT) mit Hauptsitz in Mainz war eine Bundesoberbehörde, die als Regulierungsbehörde der Vorgänger der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) war, welche 2005 durch die Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen (BNetzA) abgelöst wurde.[1]

Aufgabenbereiche

Die Aufgaben des mit Wirkung zum 1. Juni 1990 eingerichteten Bundesamts im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Post und Telekommunikation mit ihrer Zentrale und insgesamt 54 Außenstellen in Deutschland waren die Genehmigung und Lizenzierung von Funk- und Fernmeldeanlagen, die Standardisierung, die Aufklärung von Funkstörungen sowie die Marktbeobachtung in den Post- und Telekommunikationsmärkten.[2][3] Damit wurden Hoheitliche Aufgaben, die im Rahmen der Liberalisierung des Fernmeldewesens nicht bei der zukünftig im Wettbewerb stehenden Deutschen Bundespost Telekom und späteren Deutschen Telekom verbleiben konnten, einer neuen neutralen Ausführungsbehörde übergeben.[4]

Weiterentwicklung

Mit Wirkung zum 1. September 1996 wurde das Bundesamt für Zulassungen in der Telekommunikation (BZT), bisheriger Sitz in Saarbrücken, mit dem BAPT verschmolzen. Die neu gebildete Bundesoberbehörde behielt die Bezeichnung BAPT und den Hauptsitz in Mainz bei.[5][6]

Das BAPT wurde am 1. Januar 1998 in die Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation (RegTP) überführt. Der RegTP wurden am 13. Juli 2005 die Regulierung der Sektoren Strom, Gas und Eisenbahnen übertragen und eine Umbenennung in die Bundesnetzagentur fand statt.[1][7][8]

Auflösung

Mit der Auflösung des Bundesamtes für Post und Telekommunikation (BAPT) zum 1. Januar 1998 wurde die Zulassung und Lizenzierung von funk- und fernmeldetechnischen Geräten auf private Einrichtungen übertragen, federführend bei der Zulassung war der TÜV Süd, der einen Großteil der Aufgaben übernahm.[9]

Einzelnachweise

  1. a b Jan-Hendrik Krumme: Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post. In: Gabler Wirtschaftslexikon. Springer Gabler, 1. Februar 2018, abgerufen am 26. April 2025.
  2. Einrichtung des Bundesamtes für Post und Telekommunikation. In: Chronik Post und Telekommunikation: Allgemeines 1990, Januar bis Dezember. Deutsche Gesellschaft für Post- und Telekommunikationsgeschichte e.V., Frankfurt am Main, abgerufen am 15. November 2025.
  3. Heinz Berger: Die Diskussion um die Errichtung der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post. Eckpunkte der Postreformen I und II: Bundesamt für Post und Telekommunikation (BAPT). In: Magazin „Post- und Telekommunikationsgeschichte“, Heft 2/2001 (Übernommen als Gastbeitrag). Deutsche Gesellschaft für Post- und Telekommunikationsgeschichte e.V., Frankfurt am Main, abgerufen am 15. November 2025.
  4. Werner Hugentobler: Liberalisierung in der Telekommunikation. (PDF; 51,1 kB) Eine kleine Rückblende. Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post, Referat für Presse und Öffentlichkeitsarbeit, abgerufen am 15. November 2025.
  5. BZT (Bundesamt für Zulassungen in der Telekommunikation). (Memento vom 5. August 2020 im Internet Archive) In: ITwissen.info, DATACOM Buchverlag GmbH.
  6. BAPT und BZT zusammengelegt. In: Chronik Post und Telekommunikation: Telekommunikation 1996, Juli bis Dezember. Deutsche Gesellschaft für Post- und Telekommunikationsgeschichte e.V., Frankfurt am Main, abgerufen am 15. November 2025.
  7. Telekommunikations-Begleitgesetz unter Dach und Fach. In: Chronik Post und Telekommunikation: Telekommunikation 1997, Juli bis Dezember. Deutsche Gesellschaft für Post- und Telekommunikationsgeschichte e.V., Frankfurt am Main, abgerufen am 15. November 2025.
  8. Claus-Martin Gaul, Sebastian Bauknecht: Bundesnetzeagentur. (PDF; 24,4 kB) In: Der aktuelle Begriff, Nr. 74/2005. Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestages, 10. Oktober 2005, abgerufen am 15. November 2025.
  9. BZT in privaten Händen / Zulassungen in der Telekommunikation künftig durch Privatfirmen. In: Chronik Post und Telekommunikation: Telekommunikation 1998, Januar bis Juni. Deutsche Gesellschaft für Post- und Telekommunikationsgeschichte e.V., Frankfurt am Main, abgerufen am 15. November 2025.