Brygada Kryzys
| Brygada Kryzys | |
|---|---|
| Allgemeine Informationen | |
| Herkunft | Warschau, Polen |
| Genre(s) | New Wave, Punk |
| Aktive Jahre | 1981–1982, 1991–1994, ab 2003 |
| Gründungsmitglieder | |
| Tomasz „Tomek“ Lipiński | |
Gitarre, Gesang |
Robert „Afa“ Brylewski († 2018) |
| Ireneusz „Jeżyk“ Wereński (bis 1994) | |
| Sławomir „Sławek“ Słociński (bis 1981) | |
| Jarosław „Jarek“ Ptasiński (bis 1982) | |
| Tomasz „Men“ Świtalski (bis 1982) | |
| Aktuelle Besetzung | |
Gesang, Gitarre |
Tomasz Lipiński |
Bass |
Tomasz Szymborski (seit 2003) |
Schlagzeug |
Filip Gałązka (seit 2003) |
Saxophon |
Aleksander „Alek“ Korecki (1991–1994, seit 2005) |
Saxophon |
Włodzimierz „Kinior“ Kiniorski (1991–1994, seit 2005) |
| Ehemalige Mitglieder | |
Bass |
Tomasz „Rastek“ Szczeciński (1982) |
Schlagzeug |
Janusz „Grzmot“ Rołt (1982; † 1990) |
Saxophon |
Grzegorz „Grzesiek“ Rytka (1993) |
Schlagzeug |
Piotr „Stopa“ Żyżelewicz (1991–1994) |
Gesang |
Vivian Quarcoo (1991–1994) |
Saxophon, Keyboard |
Sergiusz Lisecki (2003–2005) |
Conga |
Jerzy „Słoma“ Słomiński |
Saxophon |
Dominik Gałązka |
Brygada Kryzys ist eine polnische Rockband, die 1981 in Warschau gegründet wurde und bis 2012 aktiv war.
Geschichte
Brygada Kryzys ist eine der bedeutendsten polnischen New-Wave-Bands, gegründet im Jahre 1981 vom Gitarristen und Sänger Tomasz Lipiński (geb. 1955) und Robert Brylewski (1961–2018),[1] beide führende Persönlichkeiten der in Entstehung begriffenen polnischen Punkrock-Scene. Lipiński übernahm zumeist das Schreiben der Songtexte und Brylewski die Komposition. Weitere Bandmitglieder waren der Bassist Ireneusz Wereński, die Schlagzeuger Sławomir Słociński und Jarosław Ptasiński sowie der Saxophonist Tomasz (Men) Świtalski.
Die ersten geplanten Konzerte wurden abgesagt, da die Konzertveranstalter das Programm für politisch zu gewagt ansahen. Der erste öffentliche Auftritt fand in Warschau statt. Die Musikaufnahmen wurden nach Großbritannien geschickt und dort illegal als erstes Album veröffentlicht. Die Band ging 1981 mit der Britischen Band TV 21 auf Tournee. Weitere Konzertreisen und Plattenaufnahmen wurden durch die Verhängung des Kriegsrechts in Polen verhindert. Dennoch gelang es, in Warschau ein Album aufzunehmen mit dem Titel Brygada Krzys (auch „Schwarze Brigade“ genannt). Es handelt sich hierbei um die wichtigste Aufnahme in der Geschichte des polnischen Rock, das erste Aufkommen von Punkrock und New Wave. Die Texte – teils in englischer, teils in polnischer Sprache – zeugten von Rebellion gegen das kommunistische Regime.
1982 wirkte die Band in der Verfilmung von Michal Tarkowskis Concert mit.
Im September 1982 wurde die Band nach vier Abschiedskonzerten in Warschau aufgelöst. Danach gründeten die Bandmitglieder verschiedene andere Bands. Allerdings kam es 1989 zu einem Revival, als man sich in Berlin traf. Der erste gemeinsame Auftritt fand jedoch erst im August 1991 beim Jarocin Festival statt – mit großem Erfolg – und drei Monate später beim Odjazdy Festival in Kattowitz.
Nach 1989 setzte sich die Band wie folgt zusammen: Lipiński, Brylewski, Ireneusz Wereński, Schlagzeuger Piotr Żyżelewicz, Saxophonisten Włodzimierz Kiniorski und Aleksander Korecki sowie Brylewskis Frau, die Sängerin Vivian Quarcoo.
Nach Konzerten beim Silmarile-Festival in Warschau trat die Band seltener auf. In den Jahren 1992 bis 1994 organisierte sie Konzerte unter dem Namen Stanik im Warschauer Remont-Club. 1994 löste sich die Band erneut auf, bis es 2003 zu einem weiteren gemeinsamen Comeback kam. Diesmal wirkten neben Lipiński und Brylewski mit: Tomek Szymborski am Bass, Schlagzeuger Filip Gałązka, Saxophonist und Keyboarder Sergiusz Kisiecki (2005 ersetzt durch Wlodziemierz Kiniorski). Sie begannen mit der Arbeit am Black-Album-Projekt (welches unter anderem ein Remix des ersten Albums enthielt). Sie konzertierten in den folgenden vier Jahren bei verschiedenen Festivals und Konzertveranstaltungen.[2]
Die letzten bekannten öffentlichen Konzerte der Band fanden im Jahr 2012 statt.[3] Die Aufnahmen von einem Studio-Konzert beim Polnischen Rundfunk anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Veröffentlichung des Debütalbums wurden 2013 mit dem Album XXX Live veröffentlicht.[4]
Diskografie
Alben
- Brygada Kryzys (Tonpress; 1982)
- Brygada Kryzys Live (Bootleg; 1982)
- Cosmopolis (Kamiling Co; 1993)
- Jarocin '93 (Bootleg; 1993)
- Live in Remont '93 (Gold Rock; 1996)
- Live (Pop Noise; 1999)
- XXX Live (Polskie Radio; 2013)
Weblinks
- Offizielle Website ( vom 13. November 2021 im Internet Archive)
- Brygada Kryzys bei Discogs
- Brygada Kryzys bei MusicBrainz (englisch)
Einzelnachweise
- ↑ Robert Brylewski. Abgerufen am 20. November 2018.
- ↑ Brygada Kryzys. In: Culture.pl. (culture.pl [abgerufen am 19. November 2018]).
- ↑ Brygada Kryzys Concert Setlists. In: setlist.fm. Abgerufen am 22. September 2025 (englisch).
- ↑ Przypominamy Trójkowy koncert Brygady Kryzys. Abgerufen am 22. September 2025 (polnisch).