Bruno Kant

Bruno Kant (* 26. Februar 1916 in Werblin, Provinz Pommern, Deutsches Reich) ist ein deutscher Pfarrer der römisch-katholischen Kirche und Altersrekordler. Seit dem 1. November 2025 ist er der älteste lebende deutsche Mann.

Leben

Kant wurde während des Ersten Weltkriegs im westpreußischen Werblin im Regierungsbezirk Danzig geboren, das heute zu Polen gehört. Nach seiner Schulzeit studierte er Philosophie und Theologie in Freiburg im Breisgau. 1943 wurde er zur Wehrmacht einberufen. An die Ostfront verlegt geriet er schließlich in sowjetische Kriegsgefangenschaft, aus der er 1948 heimkehrte. Anschließend nahm er sein Theologiestudium wieder auf und wurde 1950 im Fuldaer Dom von Johann Baptist Dietz zum Priester geweiht. Er wirkte danach bis zu seinem Ruhestand im Jahr 1991 im Bistum Fulda, ab 1960 in Marbach, als Seelsorger und Pfarrer.[1] Seither lebt er als Ruheständler im hessischen Löschenrod, wo der Platz vor der Kirche seinen Namen trägt.[2] Dort feierte er noch mit 100 Jahren als Zelebrant die Messe. 2025 konnte er sein 75-jähriges Priesterjubiläum begehen.[1] Als Nachfolger des im Alter von 110 Jahren und 60 Tagen gestorbenen Karl Haidle wurde Kant am 1. November 2025 mit 109 Jahren und 246 Tagen der älteste lebende deutsche Mann.

Einzelnachweise

  1. a b Seltenes Jubiläum: Bruno Kant vor 75 Jahren zum Priester geweiht. In: Ostsee-Zeitung. 24. Juli 2025, abgerufen am 4. Dezember 2025.
  2. Boris Halva: Der älteste Mann im ganzen Land. In: Frankfurter Rundschau. 10. November 2025, abgerufen am 18. November 2025.