Bruno Ernst Scherz

Bruno Ernst Scherz, vollständiger Name Bruno Ernst Adolf Heinrich Carl Scherz, (* 12. Dezember 1889 in Groß-Lichterfelde bei Berlin; † 28. September 1955 in Berlin) war ein deutscher Maler, Architekt und Hochschullehrer.

Leben

Bruno Ernst Scherz war ein Sohn des Fotografen Carl Scherz (1854–1935) und dessen Ehefrau Agnes (1860–1918), geborene Siegmann.[1] Er erhielt seine Ausbildung an der Unterrichtsanstalt des Berliner Kunstgewerbemuseums bei Franz Seeck, Hans Bernoulli, Paul Thiersch und Bruno Paul, in dessen Büro er 1910–1913 arbeitete. 1915 wurde er Lehrer an der Unterrichtsanstalt des Berliner Kunstgewerbemuseums, 1921 zum Professor ernannt und war dann von 1924 bis 1945 Lehrer für Musterzeichnen und Innenarchitektur an der Nachfolgeinstitution, den Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst.[2] Zu seinen Schülerinnen gehörten Ruth Hildegard Geyer-Raack und Evamaria Schneider-Esleben. Scherz war Mitglied im Deutschen Werkbund.[3]

Er arbeitete als Maler, Entwerfer von Möbeln, Bauplastik und Besteck.[4] Zu seinen Werken als Architekt gehört das unter Denkmalschutz stehende Haus Gohrbandt in Berlin-Kladow.[5]

Literatur

Einzelnachweise

  1. Marc Zirlewagen: Kurt Wolfram Elmenhorst / Carlos W. Elmenhorst (1910-2000). BoD - Books on Demand, Norderstedt 2023, ISBN 978-3-7568-1856-3, S. 21. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. Antje Kalcher, Dietmar Schenk: Vor der UdK. 1. Auflage. Universität der Künste Berlin, 2024, S. 60 und 73 (kobv.de [PDF]).
  3. Bruno Ernst Scherz. In: archINFORM. Abgerufen am 1. Dezember 20225
  4. Jörg Müller-Daehn, Falk Möller: Besteckentwürfe in Deutschland 1900–1945. BoD - Books on Demand, Norderstedt 2023, ISBN 978-3-7568-9146-7, S. 259 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  5. Haus Gohrbandt. In: Landesdenkmalliste Berlin. Abgerufen am 1. Dezember 2025