Bruno Borchert

Bruno Borchert (geb. in Weimar ?; gest. 1945 in Weimar ?) war ein deutscher Kommunist und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus.

Leben und Wirken

Borchert war der Sohn von Karl Borchert, der 1937 im KZ Buchenwald ums Leben kam. Dieser hatte als Leiter der Ortsgruppe der KPD in Weimar die Agitprop-Arbeit einschließlich der Herausgabe einer illegalen Zeitung seinem Sohn Bruno Borchert übergeben.[1] 1933 erschien die erste Nummer der Zeitung Rebell.[2]

Borchert wurde kurz vor Kriegsende als Angehöriger des Strafbataillon 999 ermordet.[1] Er wurde im damaligen Gestapo-Gefängnis, dem Marstallgebäude in Weimar, Teil des Thüringischen Hauptstaatsarchives Weimar, mit einer Reihe weiterer Personen gequält. Bis zur Sanierung des Gebäudes[3] war sein Name dort zur Erinnerung auf einer Gedenktafel aufgeführt. dort daran. Sein Name war dort aufgeführt.[4]

Ehrungen

  • 1957 erhielt die Gemeinnützige sozialistische Wohnungsbaugenossenschaft Weimar seinen Namen, aus der die Gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaft Weimar e.G wurde. Der Ehrenname Bruno Borchert wurde beibehalten.[5]
  • Es gibt in Weimar einen Damenchor Bruno Borchert, der 1978 gegründet wurde.[6]

Einzelnachweise

  1. a b Gitta Günther, Lothar Wallraf: Geschichte der Stadt Weimar. Böhlau Verlag, Weimar 1976, S. 597.
  2. Weimar und seine Umgebung: Ergebnisse der heimatkundlichen Bestandsaufnahme im Gebiet von Weimar und Bad Berka. Akademie-Verlag, Berlin 1971, S. 89.
  3. Gedenktafeln und Inschriften in Weimar. (PDF; 12,6 MB) In: stadt.weimar.de. 12. August 2020, abgerufen am 21. September 2025.
  4. Gedenktafeln. In: Gitta Günther, Wolfram Huschke, Walter Steiner (Hrsg.): Weimar. Lexikon zur Stadtgeschichte. Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1998, S. 137 f.
  5. Ein starkes Unternehmen mit einer bewegenden Geschichte: Der Aufschwung der AWGs während der DDR-Zeit. (PDF; 6,41 MB) In: gwg-weimar.de. 2019, S. 7, abgerufen am 21. September 2025.
  6. Frauenchor „Bruno Borchert“ in Weimar. In: chorverband-thueringen.de. Chorverband Thüringen e.V., abgerufen am 21. September 2025.