Brunfelsia martiana
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
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| Plowman |
Brunfelsia martiana ist eine Pflanzenart aus der Gattung Brunfelsia innerhalb der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Sie ist im Gebiet des Guayana-Schild verbreitet.[1]
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Brunfelsia martiana ist ein Strauch, der Wuchshöhen von bis zu 1 Meter erreicht. Die Pflanzenteile sind kahl. Er ist nur wenig verzweigt, die Knoten sind leicht knorrig. Die Borke ist längsrissig, dunkel rötlich-braun, glänzend und mit Korkporen besetzt.
Die wechselständig verstreut an den Zweigen angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Die Blattstiele sind 1 bis 4, nur selten bis zu 12 Millimeter lang, kahl, dunkel-braun und werden im Alter rissig und runzelig. Die einfache, fest membranartige bis fast häutige Blattspreite ist bei einer Länge von 10 bis 25 Zentimetern sowie einer Breite von 4 bis 8 Zentimetern meistens länglich, manchmal elliptisch-länglich oder länglich verkehrt-eiförmig mit spitz zulaufendem oberen Ende und breit-keilförmiger bis stumpfer Basis. Beide Blattseiten sind kahl, die Oberseite ist dunkel-grün, glänzend oder matt und die Unterseite ist blasser, manchmal glänzend. Die Mittelrippe ist dunkel rötlich-braun, von ihr gehen acht bis zwölf Paar gerade Seitennerven ab.
Blütenstand und Blüte
Die kahlen Blütenstände stehen endständig oder in den oberen Blattachseln und enthalten eine bis sieben Blüten. Die Blütenstandsachse ist 2 bis 10, selten bis 15 Millimeter lang. Unter jeder Blüte befinden sich ein bis drei nicht beständige Tragblätter, die bei einer Länge von 1 bis 10 Millimetern linealisch-lanzettlich, konkav und am Rand fein bewimpert sind. Die kahlen Blütenstiele sind 3 bis 6, selten bis 10 Millimeter lang und schlank.
Die zwittrigen Blüten sind leicht zygomorph mit doppelter Blütenhülle. Die Kelchblätter sind röhrenförmig bis röhrenförmig-glockenförmig zu einem 8 bis 12 Millimeter langen und 3 bis 8 Millimeter durchmessenden Kelch verwachsen. Selten ist der Kelch streifig geadert. Die nahezu gleichförmigen Kelchzähne sind bei einer Länge von 2 bis 6 Millimetern dreieckig-eiförmig bis eiförmig-lanzettlich mit spitzem bis spitz zulaufendem oberen Ende. Die Kronröhre ist mit einer Länge von 20 bis 24 Millimetern etwa doppelt so lang wie der Kelch, gerade, zylindrisch, 1 bis 3 Millimeter durchmessend und nach vorne hin aufgebläht. Der Kronsaum misst 15 bis 22 Millimeter im Durchmesser, ist abstehend und etwas gewellt. Die fünf nahezu gleichgestaltigen Kronlappen sind bei einer Länge von 5 bis 10 Millimetern länglich-verkehrt-eiförmig und an den seitlichen Rändern plötzlich zurückgebogen mit rundem fast gestutztem oberen Ende.[1]
Die vier Staubblätter setzen in der oberen Hälfte der Kronröhre an, die Staubfäden sind nahezu zungenförmig, das obere Paar ist 4 Millimeter, das untere Paar 3 Millimeter lang. Die Staubbeutel sind bei einem Durchmesser von etwa 1 Millimetern kugel- bis nierenförmig. Das obere Paar ist dabei etwas kleiner. Der Fruchtknoten ist bei einer Länge von etwa 2 Millimetern verkehrt-eiförmig. Der Griffel ist bei einer Länge von einen etwa 15 Millimetern fadenförmig, am oberen Ende etwas verbreitert und gebogen. Die leicht zweigeteilten Narbe ist etwa 1 Millimeter lang und der obere Narbenlappen ist etwas größer ist.[1]
Frucht und Samen
Früchte und Samen sind 1998 nur unzureichend bekannt.
Vorkommen
Brunfelsia martiana ist im tropischen Südamerika in Guayana, in Französisch-Guayana und in den brasilianischen Bundesstaaten Amazonas, Bahia, Maranhão und Pará verbreitet. Sie gedeiht in tropischen Tieflandwäldern.[1]
Systematik
Die Erstbeschreibung von Brunfelsia martiana erfolgte 1974 durch Timothy Charles Plowman in Botanical Museum Leaflets, Band 24, Teil 1, Seite 37–42.[1] Das Artepitheton ehrt Carl Friedrich Philipp von Martius, der im Dezember 1819 Herbarmaterial sammelte, welches als Typusexemplar gewählt wurde;[1] der Holotyp und mehrere Isotypen werden in der Botanischen Staatssammlung München aufbewahrt.
Die Art Brunfelsia martiana gehört der Sektion Guianenses aus der Gattung Brunfelsia.[1]
Literatur
- Timothy C. Plowman (Autor), Sandra Knapp, J. R. Press (Hrsg.): A Revision of the South American Species of Brunfelsia (Solanaceae). Field Museum of Natural History, Chicago, August 1998, Fieldiana Botany, New Series, Nummer 39. Brunfelsia martiana, S. 49 eingescannt.