Bruchsaler Neue Zeitung

Bruchsaler Neue Zeitung

Erstausgabe 1936
Einstellung 1945
ZDB 383643-5

Die Bruchsaler Neue Zeitung entstand im Januar 1936 durch die angeordnete Fusion der bis dahin unabhängigen Tageszeitungen Bruchsaler Zeitung, Bruchsaler Bote und Rheinisches Tagblatt. Die Zeitung erschein bis März 1945 und war in dieser Zeit die einzige Bruchsaler Tageszeitung.

Geschichte

Die Bruchsaler Neue Zeitung entstand durch die erzwungene Fusion mehrerer bürgerlicher Zeitungen mit unterschiedlichen politischen Ausrichtungen. Die Bruchsaler Zeitung hatte ihre Wurzeln als Amtsblatt des Fürstbistums Speyer und hatte in der Weimarer Republik eine nationalliberale politische Ausrichtung. Der Bruchsaler Bote entstammte hingegen dem politischen Katholizismus und vertrat die Positionen der Zentrumspartei.

Die rapide sinkenden Auflagezahlen ab 1933 hatten die Fusion notwendig gemacht. Immer weniger Abonnementen waren bereit für die inhaltlich gleichgeschalteten Presseerzeugnisse zu bezahlen. Um eine Pseudovielfalt in der Presse neben dem Parteiorgan für Baden Der Führer zu erhalten, sollten daher die bestehenden defizitären Zeitungen zu einer neuen Zeitung fusioniert werden, die dadurch rentabel sein sollte.

Die Zeitung erschien an sechs Tagen in der Woche und hatte meistens vier Seiten. Der Lokalteil umfasste in der Regel nur eine Seite.

Überlieferung

Die Überlieferungssituation für Bruchsaler Zeitungen ist sehr lückenhaft. Die Badische Landesbibliothek hat zwei Jahrgänge der Bruchsaler Neuen Zeitung in ihren Beständen und digital verfügbar gemacht. Weitere Besitznachweise für die Zeitung und ihre Vorgängerblätter in der ZDB existieren nicht.