Brockhaus-Denkmal
Das Brockhaus-Denkmal in Leipzig erinnert an Friedrich Arnold Brockhaus (1772–1823), den Gründer des Verlagshauses „F. A. Brockhaus“. Es steht unter Denkmalschutz.[1]
Lage und Gestalt
Das Brockhaus-Denkmal steht in einem Innenhof des von 1993 bis 1995 im Ortsteil Zentrum Ost zwischen der Quer- und der Salomonstraße erbauten Brockhaus-Zentrums im Graphischen Viertel mit der Adresse Großer Brockhaus 1.
Auf einem 1,35 Meter hohen gestuften Postament aus schwarzem Granit steht die 65 Zentimeter hohe aus Kupfer gegossene Büste von Friedrich Arnold Brockhaus. Die Vorderseite des Postaments zeigt in vertiefter Goldschrift Name und Lebensdaten des Geehrten. An der Büste steht links Gust. Kietz fec/1972 und rechts Lauchhammer fud.
Geschichte
1872 standen der 100. Geburtstag des Firmengründers und das 50-jährige Geschäftsjubiläum von Heinrich Brockhaus (1804–1874) an. Aus diesem Grunde wurden zwei Büsten des Firmengründers in Auftrag gegeben. Das Modell schuf der Dresdner Bildhauer Gustav Adolph Kietz (1824–1908) nach einem Porträt von Friedrich Arnold Brockhaus, welches als Werk des Malers Carl Christian Vogel von Vogelstein (1788–1868) überliefert ist. Den Guss übernahm die Kunstgießerei Lauchhammer. Eine der Büsten war für Brockhaus’ Grab auf dem Alten Johannisfriedhof bestimmt und die zweite für ein Denkmal auf dem Firmengelände. Dessen Einweihung fand am 3. Mai 1872 im zweiten, mit Baumgruppen bestandenen Hof des Verlagskomplexes an der Querstraße in Anwesenheit von 600 Firmen-Mitarbeitern statt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Denkmal vor dem Eingang des Verlags in der Salomonstraße aufgestellt, da der Originalstandort nun zum Verlag „VEB Hermann Haack Gotha Leipzig“ gehörte. Nach Auslagerung und Restaurierung wurde das Denkmal 1995 an seinem jetzigen Standort postiert.
In seiner Nähe befindet sich ein unter Denkmalschutz stehender Gedenkstein mit 28 Namen von im Ersten Weltkrieg gefallenen Brockhaus-Mitarbeitern.[2][3] Die Büste vom Alten Südfriedhof ist verschollen, das Postament noch vorhanden.[4]
Literatur
- Brockhaus-Denkmal. In: Markus Cottin, Gina Klank, Karl-Heinz Kretzschmar, Dieter Kürschner, Ilona Petzold: Leipziger Denkmale. Band 1. Sax-Verlag, Beucha 1998, ISBN 3-930076-71-3, S. 13–14.
- Peter Schwarz: Das tausendjährige Leipzig. Vom Ende des 18. bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. 1. Auflage. Band 2. Pro Leipzig, Leipzig 2014, ISBN 978-3-945027-05-9, S. 482.
Weblinks
- Denkmal für Friedrich Arnold Brockhaus in Leipzig. In: architektur-blicklicht.de.
Einzelnachweise
- ↑ Eintrag in der Denkmaldatenbank des Landes Sachsen zur Denkmal-ID 09290561 (PDF, inklusive Kartenausschnitt). Abgerufen am 27. September 2025.
- ↑ Eintrag in der Denkmaldatenbank des Landes Sachsen zur Denkmal-ID 09299632 (PDF, inklusive Kartenausschnitt). Abgerufen am 27. September 2025.
- ↑ Bilder zum Gedenkstein
- ↑ siehe in diesem Bild links
Koordinaten: 51° 20′ 26,8″ N, 12° 23′ 9,5″ O