Britt Mogård
Britt Emma Tora Mogård (* 9. November 1922 in Hedesunda, Gemeinde Gävle, Schweden als Britt Östlund; † 17. Juli 2012 in Sorunda, Gemeinde Nynäshamn) war eine schwedische Politikerin (Moderata samlingspartiet).
Leben
Britt Mogård, eine Tochter des Pfarrers Johannes Östlund und seiner Ehefrau sowie Schwester des Bildhauers Staffan Östlund, wuchs in Tierp auf und studierte ab 1941 an der Universität Uppsala.[1] 1943 musste sie nach dem Tod ihres Vaters das Studium kurzzeitig unterbrechen, nahm es aber 1944 wieder auf und schloss es 1947 ab. Mit ihrem Ehemann Einar Mogård zog sie im selben Jahr nach Kalix, wo er als Verwaltungsjurist arbeitete und sie als Lehrerin. Nach drei Jahren zog das Paar nach Stockholm und später nach Tullinge in der Gemeinde Botkyrka. Nach der Geburt von zwei Söhnen gab Britt Mogård ihre Berufstätigkeit beim Radiotjänst auf. 1970 wurde die Ehe geschieden.
Ab 1960 arbeitete Mogård wieder als Lehrerin in Botkyrka. Zugleich engagierte sie sich in der Högerpartiet (später Moderaterna), wurde 1962 in den Stadtrat gewählt und übernahm 1964 den Vorsitz in der örtlichen Parteigliederung. 1969 kam sie als Nachrückerin in die zweite Kammer des Reichstags. Bei der Wahl zum Schwedischen Reichstag 1970 wurde sie erneut gewählt, ebenso bei den vier folgenden Wahlen bis 1982. Hier gehörte sie dem Bildungsausschuss und dem Kulturausschuss an. Von 1972 bis 1981 war sie Vorsitzende des Moderata kvinnoförbundet und gehörte auch dem Parteivorstand an. Sie hatte großen Einfluss auf die Programmarbeit der Partei und setzte sich insbesondere für die Förderung von Frauen ein.
Nach dem Wahlsieg der bürgerlichen Parteien wurde Mogård 1976 Schulministerin und Stellvertretende Bildungsministerin in der Regierung Fälldin I. Dasselbe Amt bekleidete sie auch in der 1979 gebildeten Regierung Fälldin II. Mit der Bildung der Regierung Fälldin III schied sie 1981 aus dem Kabinett aus. 1982 wurde sie noch einmal in den Reichstag gewählt, schied aber im selben Jahr wieder aus, als sie zum Landshövding des Kronobergs län ernannt wurde. 1988 ging sie in den Ruhestand.
Mogård schrieb mehrere Bücher, darunter 1991 ihre Autobiografie. Zu ihrem 90. Geburtstag gab der Moderata kvinnoförbundet eine Gedenkschrift heraus.[2]
Schriften (Auswahl)
- Skolan i politiken och praktiken. Om den politiska viljans möjligheter och begränsningar. LiberLäromedel, Malmö 1981.
- Summa summarum. Rötter, levnad, ståndpunkter. Självbiografi. Norstedt, Stockholm 1991, ISBN 9118941222
Literatur
- Ann-Cathrine Haglund, Ingrid Erneman, Ann-Marie Petersson (Redaktion): Moderat föregångare, inspiratör och förebild. Britt Mogård till minne. Sällskapet för moderata kvinnors historia, 2012, ISBN 9789163713798
Weblinks
- Anna Lilliehöök: Britt Emma Tora Mogård. In: Svenskt kvinnobiografiskt lexikon
- Mogård in der Datenbank der schwedischen Reichstagsabgeordneten