Brennerstraße 8

Das Haus Brennerstraße 8 ist ein denkmalgeschütztes historistisches Mietshaus in der Weimarer Nordvorstadt.

Geschichte

Bauherr für das 1887/88 entstandene Gebäude war der Realschullehrer Karl Markscheffel. Der Entwurf wurde von Hugo Weiß. Das mit einem flachen Satteldach versehene Gebäude ist ein charakteristisches Beispiel für den Weimarer Wohnungsbau des ausgehenden 19. Jahrhunderts und zugleich Zeugnis einer langen Tradition der Architektur des Spätklassizismus. Es hat eine exponierte städtebauliche Lage an der Kreuzung von Brennerstraße und Bockstraße . Die verwendeten Materialien sind konventionell: Keller- und Erdgeschoss sind aus Bruch- und Backstein, die darüberliegenden Etagen aus Holzfachwerk mit Vorlagemauerwerk. Seine beiden Straßenfassaden zeigen eine dezente Putzquaderung im Erdgeschoss, einen geglätteten Verputz in den Obergeschossen und eine Gliederung durch Profilgesimse, gerade verdachte Ädikularahmen an den Fenstern sowie ein abschließendes Konsolkranzgesims. Ein schmaler einachsiger Vorbau an der Westseite schließt knapp unterhalb der Traufe mit einem Giebeldreieck ab, wo auf einem Schild das Baujahr 1888 zu sehen ist. Die Holzfenster sind bauzeitlich und mit so genannten Winterfenstern ausgestattet. Der Schnitt der Wohnungen und die wandfeste Ausstattung sind unverändert erhalten geblieben.[1] Eine der Bewohner war Ilse-Sibylle Stapff.[2]

Koordinaten: 50° 59′ 10,7″ N, 11° 19′ 39,4″ O

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Einzelnachweise

  1. Rainer Müller: Kulturdenkmale in Thüringen: Stadt Weimar, Bd. 4.2.: Stadterweiterung und Ortsteile, E. Reinhold Verlag, Erfurt 2009, S. 675.
  2. Walter Steiner: Die Parkhöhle von Weimar. Abwasserstollen, Luftschutzkeller, Untertagemuseum. Hrsg. von der Stiftung Weimarer Klassik, Weimar 1996, S. 58 f.