Breeder: Die Zucht

Film
Titel Breeder: Die Zucht
Originaltitel Breeder
Produktionsland Dänemark
Originalsprache Dänisch
Erscheinungsjahr 2020
Altersfreigabe
Stab
Regie Jens Dahl
Drehbuch Sissel Dalsgaard Thomsen
Produktion Maria Møller Christoffersen,
Amalie Lyngbo Quist
Musik Peter Kyed,
Peter Peter
Kamera Nicolai Lok
Schnitt Jakob Juul Toldam
Besetzung

Breeder: Die Zucht ist ein dänischer Horror-Thriller von Jens Dahl aus dem Jahr 2020. Beim Versuch eine Entführung aufzuklären, gerät die junge Mia selbst in Gefangenschaft und findet sich an einem Ort wieder, an dem Frauen als Zuchtstuten benutzt und gegen ihren Willen für ein großes Experiment geschwängert werden.

Die Hauptrolle der Mia spielte Sara Hjort Ditlevsen.

Handlung

Die Wissenschaftlerin und Unternehmerin Nika Ruben forscht an einer Heilmethode gegen den Altersungsprozess. Sie wirbt bereits offensiv öffentlich, obwohl sie erst eine Versuchsreihe hinter sich hat und das Medikament noch längst nicht zugelassen ist. Thomas, der Eigentümer der Fabrik in der sich Rubens Labor befindet, warnt sie davor, zu überstürzt zu handeln. Privat läuft Thomas' Ehe mit seiner Frau Mia nicht gut. Eigentlich wünscht sie sich von ihrem Mann ein Kind, doch seine Erektionsstörungen belasten ihre Beziehung, Mia sucht für ihre Lust Zuflucht in Masturbation.

Eines Abends wird das russische Au-Pair-Mädchen Nika, das für die Nachbarn arbeitet, entführt, kann sich jedoch aus dem Wagen ihrer Entführer befreien. Am nächsten Morgen sucht sie in Panik Mia und Thomas auf. An ihrem Arm befindet sich ein Brandzeichen in der Form 17 D. Thomas will sie ins Krankenhaus bringen; Mia bleibt zurück, doch am Abend ist Thomas immer noch nicht da. Zudem wurde Nika in kein Krankenhaus eingeliefert, wie sie durch Telefonate herausfindet. Kurz darauf schickt Thomas ihr eine SMS, dass Nika jetzt im Krankenhaus sei. Mittels einer kurz zuvor durchgeführten Handyortung weiß Mia jedoch, dass Thomas' Handy sich in dessen Fabrik befindet. Mia fährt zur Fabrik, nicht ahnend, das Thomas das Gelände bereits wieder verlassen hat. Sie betritt die Fabrik und entdeckt eine gefesselte und gefolterte Frau. Kurz darauf wird sie von zwei Männern bewusstlos geschlagen und in eine Zelle gesperrt. Thomas findet heraus, dass Mia in der Fabrik ist.

In ihrer Zelle muss sich Mia auf Anweisung eines Wärters ausziehen und ein vorbereitetes Nachthemd- und Wäscheset anziehen. Sie erhält ein Brandzeichen mit der Markierung 34 A auf ihrer rechten Schulter. Kurz darauf bekommt sie Besuch von Thomas in ihrer Zelle, der ihr verspricht, sie dort heraus zu holen. Wenig später muss Mia durch das Fenster ihrer Zelle mit ansehen, wie Nika erschlagen wird. Kurz darauf sucht Thomas sie auf und gesteht, dass er Sex mit einer anderen Frau namens Elly hatte. Das Date war durch Ruben vermittelt worden. Nach dem One-Night-Stand mit Elly fand Thomas sie auf dem Bett vor. Er hat jedoch keine Erinnerungen daran. Es wird deutlich, dass Ruben ihn erpresst hat, um ihr Geheimnis zu hüten: für die Erforschung ihrer Heilmethode hält Ruben junge Frauen in der Fabrik gefangen, die aufgrund bestimmter Kriterien wie guter Gene ausgewählt wurden. Die Frauen dienen als Zuchtstuten, werden mittels künstlicher Befruchtung geschwängert, und die später geborenen Babys für Experimente genutzt.

Schließlich wird auch Mia künstlich zwangsgeschwängert. Danach wird sie in einen Trakt mit Käfigzellen geführt, in dem sich vier weitere Frauen befinden: Martha (Nr. 6 F), Julie (Nr. 27 Q), Helena (21 B) und die totgeglaubte, hochschwangere Elly (14 K). Auf Mias Frage hin erklärt sie, dass ihr gesagt wurde, sie würde freikommen, wenn sie Thomas verführt und sich anschließend tot stellt. Sie war bereits im zweiten Monat schwanger und gesteht, dumm genug gewesen zu sein zu glauben, dass Ruben sie tatsächlich freilässt. Kurz danach setzen bei Elly die Wehen ein. Mit Rubens Hilfe bringt sie ihr Kind zur Welt, das ihr sogleich weggenommen wird.

Bei einem Kontrollgang der Wachen provoziert Mia einen der Wächter, der daraufhin ihren Käfig öffnet. Es kommt zum Kampf, bei dem es Mia mit Hilfe von Julie gelingt, den Wächter niederzustrecken. Sie schließt die Zellen auf und die Frauen fliehen. In einer Tonne finden sie die Leichen der von Ruben für ihre Experimente benutzten Babys. Elly will ihr Neugeborenes finden, das sie noch in der Fabrik schreien hört. Ruben will das Baby für eine Operation aufschneiden, wird jedoch von den Frauen unterbrochen; es gelingt ihr zunächst zu fliehen. Elly bringt ihr Baby sicher an sich. Die fünf Entflohenen befreien mehrere dutzend Frauen, die ebenfalls in der Anlage festgehalten werden. Sie töten einen Wächter, Ruben begeht Selbstmord. Die Behörden holen die Frauen aus der Fabrik.

Thomas hat überlebt. Mia verschweigt seine Rolle in dem Fall und bleibt mit ihm zusammen. Als Resultat ihrer in der Gefangenschaft erzwungenen Schwangerschaft bringt sie eine Tochter zur Welt und erfüllt sich so den Wunsch einer Mutterschaft. In der letzten Szene stillt sie ihre Tochter, die sie Nika genannt hat.

Kritiken

„‚Breeder‘ ist eine Mischung aus Horror und Thriller, die teils mit sehr expliziten Bildern aufwartet. Jens Dahl legt mit seinem zweiten Spielfilm einen wuchtigen Genrebeitrag hin, der besonders für die Hartgesottenen viel zu bieten hat und zudem mit einem zynischen Blick auf das Menschenbild der reichen Elite aufwartet.“

Rouven Linnarz: Filmrezensionen.de[2]

„Ein vor allem in der zweiten Hälfte ungemein harter, in den Horror changierender Thriller als beißende Kritik an einem Menschenbild, das den Körper zum Material degradiert.“

Lexikon des Internationalen Films[3]

Einzelnachweise

  1. Freigabebescheinigung für Breeder: Die Zucht. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF; Prüf­nummer: 201818/V).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. Rouven Linnarz: Breeder – Die Zucht. In: film-rezensionen.de. Oliver Armknecht, 22. Oktober 2020, abgerufen am 28. Dezember 2025.
  3. Breeder: Die Zucht. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 28. Dezember 2025.