Bockwindmühle Papenburg
| Bockwindmühle Papenburg
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Bockwindmühle Papenburg | ||
| Lage und Geschichte | ||
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| Koordinaten | 53° 4′ 48″ N, 7° 24′ 32″ O
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| Standort | Deutschland | |
| Erbaut | 1709 | |
| Zustand | In Teilen funktionstüchtiges technisches Denkmal | |
| Technik | ||
| Nutzung | Getreidemühle
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| Antrieb | Windmühle | |
| Windmühlentyp | Bockwindmühle | |
| Flügelart | Segelgatterflügel | |
| Anzahl Flügel | 4 | |
| Nachführung | manuell | |
Die Bockwindmühle Papenburg ist eine unter Denkmalschutz stehende Bockwindmühle im Besitz der Stadt. Sie steht an der Wiek in Papenburg, Landkreis Emsland in Niedersachsen.
Daten zur Mühle
Baugeschichte
Die Vorgängerin der heutigen Bockwindmühle, die sogenannte „Mauers Mühle“, wurde am jetzigen Standort 1887 erbaut. Sie wurde durch alliierten Beschuss im Zweiten Weltkrieg so beschädigt, dass sie abgerissen werden musste.
Im emsländischen Ort Niederlangen bei Lathen stand eine baugleiche Mühle, die 1965 von der Stadt Papenburg erworben wurde. Die Stadt ließ sie an die Wiek versetzen als Ersatz für Mauers Mühle. Die aus Niederlangen versetzte Mühle stammt aus dem Jahr 1709. Sie ist die einzige erhaltene Bockwindmühle im Emsland und zudem die älteste Windmühle im Emsland.
Funktion und Mühlentechnik
Die Mühle diente dem Mahlen von Getreide. Sie verfügt noch über einen urtümlichen Schrotgang. Damit hat man früher Roggenschrot zum Backen von Schwarzbrot gemahlen.
Bei einer Bockwindmühle wird der gesamte Mühlenkörper auf einem Bock gedreht, um die Flügel in den Wind zu stellen. Dazu ragt ein langer Balken seitlich aus der Mühle. Dieser Außenbalken wird auch als Stert bezeichnet. Außer dem Stert erfordert die Drehbewegung einen freigehaltenen ringförmigen Umlaufgang.
Im Gegensatz zu fast allen anderen Windmühlen drehen sich bei der Papenburger Bockwindmühle ihre 4 Segelflügel im Uhrzeigersinn und nicht entgegengesetzt.
Erhalt und Nachnutzung
Die Stadt Papenburg trägt als Eigentümer die Verantwortung für den Erhalt des Denkmals. Der Mühlenverein Papenburg e.V. und ein ehrenamtlicher Mühlenmeister übernehmen die Pflege und Wartung und organisieren den Besucherbetrieb. Nach Vereinbarung ist die Besichtigung des Inneren möglich. Bei geeigneten Windverhältnissen (ab Windstärke 4–5) wird die Mühle gelegentlich noch in Betrieb gesetzt. Dazu werden die Flügel bespannt und die Mühle wird in den Wind gedreht.
Galerie
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Die Rückseite mit Eingang
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Der Stert und der Umlaufgang zum manuellen Drehen der Mühle
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Der Bock ruht auf einem Fundament mit Ziegelsteinsockel
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Die Flügelwelle mit Kammrad
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Das Triebrad überträgt die Bewegung vom Kammrad auf die Spinnwelle
Quellen
- Ausführliche Informationstafel an der Mühle
- Informationen der Mühlenvereinigung Niedersachsen-Bremen e.V.
- Informationen des Muehlenvereins Papenburg e.V.