Bockhop (Borstel)

Bockhop
Gemeinde Borstel
Koordinaten: 52° 40′ N, 9° 0′ O
Fläche: 6,85 km²[1]
Einwohner: 268[1]
Bevölkerungsdichte: 39 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 27246
Vorwahl: 04276
Lage von Bockhop in Niedersachsen

Bockhop ist ein Ortsteil der Gemeinde Borstel im Landkreis Diepholz in Niedersachsen. Der Ort bildete bis 1974 eine eigenständige Gemeinde.

Geographie

Der Weiler Bockhop liegt an der Bundesstraße 214 etwa zwei Kilometer östlich des Dorfs Borstel. Im Nordosten des Ortsteils liegt das Naturschutzgebiet Speckenbachtal.

Geschichte

Bockhop gehörte bis zu den Napoleonischen Kriegen zum Amt Liebenau in der Grafschaft Hoya des Kurfürstentums Hannover. Von 1811 bis 1813 gehörte der Ort unmittelbar zu Frankreich und dort zum Kanton Liebenau des Departements Wesermündung. 1814 fiel Bockhop an Hannover zurück und gehörte dort zum Amt Nienburg. Die Gemeinde Bockhop fiel 1867 mit dem gesamten Königreich Hannover an Preußen und gehörte dort seit 1885 zum Kreis Nienburg. Die Gemeinde wurde im Rahmen der Gebietsreform in Niedersachsen am 1. März 1974 Teil der Gemeinde Borstel, die gleichzeitig in den Landkreis Grafschaft Diepholz wechselte, der am 1. August 1977 im Landkreis Diepholz aufging.[2]

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle
1812 131 [3]
1845 180 [4]
1871 223 [5]
1895 270 [6]
1910 319 [7]
1925 352 [8]
1939 313 [8]
1950 589 [9]
1961 397 [9]
1970 349 [9]

Baudenkmale

Die Hofanlage Osterstraße 2, drei Fachwerkspeicher und zwei alte Backhäuser sind geschützte Baudenkmale in Bockhop.

Infrastruktur

Bockhop hat eine Ortsfeuerwehr.[10]

Kultur

Ein Träger des lokalen Brauchtums ist der Schützenverein Bockhop.[11]

Sport

Der Reit- und Fahrverein Bockhop und Umgebung betreibt Reitsport.[11]

Einzelnachweise

  1. a b Daten und Karte der Gemarkung Bockhop
  2. Statistisches Bundesamt: Gebietsänderungen 1974
  3. Albrecht Friedrich Ludolph Lasius: Der Französische Kayser-Staat unter der Regierung des Kaysers Napoleon des Grossen im Jahre 1812. Kißling, Osnabrück 1813, S. 111 (google.de).
  4. Friedrich W. Harseim, C. Schlüter (Hrsg.): Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover. Schlüter, Hannover 1848, S. 62 (google.de).
  5. Volkszählung 1871
  6. Volkszählung 1895
  7. Uli Schubert: Deutsches Gemeindeverzeichnis 1910. Abgerufen am 12. April 2025.
  8. a b Michael Rademacher: Nienburg. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com.
  9. a b c Regionales Gemeindeverzeichnis-Informationssystem GV-ISys (mit historischen Bevölkerungszahlen)
  10. Website der Samtgemeinde Siedenburg
  11. a b Vereinsliste Borstel