Blasiistraße 7 (Quedlinburg)

Das Haus Blasiistraße 7 ist ein denkmalgeschütztes Gebäude in der Stadt Quedlinburg in Sachsen-Anhalt.

Lage

Es befindet sich auf der Südseite der Blasiistraße, westlich der Einmündung der schmalen Wordgasse, die als Verbindung zur Straße Word dient, südwestlich des Quedlinburger Marktplatzes. Das Gebäude gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist im Quedlinburger Denkmalverzeichnis als Kaufmannshof eingetragen. Westlich schließt sich das gleichfalls denkmalgeschützte Haus Blasiistraße 8 an.

Architektur und Geschichte

1561 wurde Die Gruntzinne als Eigentümerin eines Vorgängerbaus der jetzigen Bebauung genannt, 1562 Joachim Grunzinne, 1585 Matz Gruntz, 1590 und auch 1600 dann Mat(t)hias Gruntz. In dieser Zeit gehörte das Grundstück mit zur Hohen Straße. 1610 wurde Jacob Müller, 1620 Johannes Krueger und 1630 S. Johannes Krüger als Eigentümer geführt.[1]

Das heutige straßenseitige Wohnhaus des großen ehemaligen Handelshofs entstand im 19. Jahrhundert. Der Hof ist in unterschiedlicher Weise bebaut. An der Ostseite des Hofs befindet sich ein dreigeschossiger Fachwerkbau. Der Südflügel entstand 1896 im Stil der Industriearchitektur. Planung und Bau erfolgten durch die Firma Robert Riefenstahl. Das mit Rundbögen gestaltete Gebäude wird von einem im italienischen Stil gehaltenen Eckturm dominiert. Bemerkenswert sind ein gusseiserner Balkon sowie gewölbte Kammern im Erdgeschoss. Die Westseite des Hofs wird von einem großen in Fachwerkbauweise errichteten Speichergebäude begrenzt. Es verfügt über ein Zwerchhaus mit Ladeluke.

Literatur

  • Karlheinz Wauer, Häuserbuch der Stadt Quedlinburg von der Mitte des 16. Jahrhunderts bis zum Jahre 1950, A Die Altstadt, Schriftenreihe der Stiftung Stoye, Band 57, Stiftung Stoye 2014, ISBN 978-3-93723021-4, Seite 34 ff.
  • Landesamt für Denkmalpflege Sachsen-Anhalt (Hrsg.): Denkmalverzeichnis Sachsen-Anhalt. Band 7: Falko Grubitzsch, unter Mitwirkung von Alois Bursy, Mathias Köhler, Winfried Korf, Sabine Oszmer, Peter Seyfried und Mario Titze: Landkreis Quedlinburg. Teilband 1: Stadt Quedlinburg. Fliegenkopf, Halle 1998, ISBN 3-910147-67-4, S. 84

Einzelnachweise

  1. Karlheinz Wauer, Häuserbuch der Stadt Quedlinburg von der Mitte des 16. Jahrhunderts bis zum Jahre 1950, A Die Altstadt, Schriftenreihe der Stiftung Stoye, Band 57, Stiftung Stoye 2014, ISBN 978-3-93723021-4, Seite 34

Koordinaten: 51° 47′ 18,4″ N, 11° 8′ 24,6″ O