Blahodatne (Berdjansk)
| Blahodatne | ||
|---|---|---|
| Благодатне | ||
| Basisdaten | ||
| Staat: | Ukraine | |
| Oblast: | Oblast Saporischschja | |
| Rajon: | Rajon Berdjansk | |
| Höhe: | 68 m | |
| Fläche: | 0.68 km² | |
| Einwohner: | 124 (2001) | |
| Bevölkerungsdichte: | 182 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 71222 | |
| Vorwahl: | +380 6140 | |
| Geographische Lage: | 47° 8′ N, 35° 54′ O | |
| KATOTTH: | UA23020150030022673 | |
| KOATUU: | 2325587903 | |
| Verwaltungsgliederung: | 1 Dorf | |
| Verwaltung | ||
| Adresse: | вул. Миру 50 71222 с. Широкий Яр | |
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Blahodatne (ukrainisch Благодатне; russisch Благодатное Blagodatnoje) ist ein Dorf in der Ukraine, es geht auf das russlandmennonitische Dorf Gnadental als Teil der Kolonie Molotschna zurück. Der Ort umfasst den Ortsteil Irschawskyj/Іршавский.
Am 31. Oktober 2016 wurde das Dorf ein Teil der neugegründeten Siedlungsgemeinde Tschernihiwka[1], bis dahin war es Teil der Landratsgemeinde Schyrokyj Jar (Широкоярська сільська рада/Schyrokojarska silska rada) im Westen des Rajons Tschernihiwka.
Seit dem 17. Juli 2020 ist sie ein Teil des Rajons Berdjansk[2].
Im März 2022 wurde der Ort durch russische Truppen im Rahmen des Russischen Überfalls auf die Ukraine eingenommen und befindet sich seither nicht mehr unter ukrainischer Kontrolle.
Gnadental
Der Ort wurde 1862 am Südufer des Kuruschan als eine der letzten Siedlungen der Kolonie Molotschna angelegt. Die Bewohner stammten aus anderen Orten der Kolonie. Entsprechend den Richtlinien des Landwirtschaftlichen Vereins lagen die Höfe beiderseits der Hauptstraße, die entlang des Flusses verläuft. Die Häuser waren mit Ziegeln gedeckte Backsteinbauten, die Schule lag in der Dorfmitte. 1908 gab es hier eine Ziegelei, eine Schmiede und eine Windmühle. Die verbliebenen Bewohner flüchteten 1943 nach Deutschland. Es sind noch fünf Mennonitenbauten erhalten.
Margenau
Der Ort wurde 1819 von 24 flämischen Mennonitenfamilien aus dem Weichseldelta gegründet. Sechzehn trafen bereits 1818 und überwinterten bei Freunden in Lichtfelde. Im nächsten Jahr wurde Margenau am Ufer des Kuruschan auf früherem Weideland der nogaischen Nomaden gegründet. Der Boden eignete sich gut für den Weizenanbau. Im Jahr 1869 zählte man 19 Vollwirtschaften, 10 Halbwirtschaften und 31 Kleinwirtschaften. Die Kirche wurde 1832 gebaut. 1908 gab es hier zwei Windmühlen, einen Industriegüterhandel und einen Kleinwarenhandel. Heute erinnert nichts an die Mennoniten.
Literatur
- Rudy P. Friesen, Edith Elisabeth Friesen: Bauwerke der Vergangenheit: mennonitische Architektur, Landschaft und Siedlungen in Russland/Ukraine. Tweeback, Bonn 2016, S. 385–386.
Einzelnachweise
- ↑ Відповідно до Закону України "Про добровільне об'єднання територіальних громад" у Запорізькій області у Чернігівському районі Чернігівська селищна, Богданівська, Верхньотокмацька, Владівська, Ільїнська, Новоказанкуватська, Новомихайлівська, Новополтавська, Обіточненська, Просторівська, Стульневська та Широкоярська сільські ради рішеннями від 12 і 31 жовтня 2016 року
- ↑ Верховна Рада України; Постанова від 17.07.2020 № 807-IX "Про утворення та ліквідацію районів"