Björn Retzlaff

Björn Retzlaff (* 1970 in Heidelberg) ist ein deutscher Richter. Er ist seit 2024 Vizepräsident des Verfassungsgerichtshofes des Landes Berlin.

Leben

Ausbildung

Björn Retzlaff studierte von 1991 bis 1996 Rechtswissenschaft und Philosophie in Freiburg im Breisgau und Dijon. Er absolvierte das Referendariat von 1997 bis 1999 und erreichte das zweite Staatsexamen.

Laufbahn und Wirken

Retzlaff trat 1999 als Richter in den Justizdienst des Landes Berlin ein. Von 2010 bis 2016 war er Vorsitzender einer Kammer für Handelssachen am Landgericht Berlin. Im Jahr 2017 wurde er Vorsitzender des 21. Zivilsenats des Kammergerichtes (zuständig für Bausachen). In dieser Funktion ist er auch Chief des 2025 eingerichteten Commercial Court Berlin, zu dessen Besonderheit unter anderem Verfahren auf Englisch gehören.[1] Zusätzlich wählte ihn das Abgeordnetenhaus von Berlin am 4. Juli 2024 zum Vizepräsidenten des Verfassungsgerichtshofes des Landes Berlin.[2][3]

Retzlaff ist Mitglied der Deutschen Institution für Schiedsgerichtsbarkeit, des Deutschen Baugerichtstages und Deutschen Juristentages. Er ist Mitautor des Grüneberg, Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch, und Mitherausgeber der Zeitschrift Baurecht. Außerdem gibt er Fortbildungen für Rechtsanwälte und Richter, vor allem zum Bau- und Architektenrecht.

  • Björn Retzlaff auf der Website der Deutschen Institution für Schiedsgerichtsbarkeit

Einzelnachweise

  1. Neues Expertengericht: Heute startet am Kammergericht der Commercial Court Berlin (PM 11/2025). Kammergericht Berlin, 1. April 2025, abgerufen am 21. Dezember 2025.
  2. Abgeordnetenhaus wählt sechs neue Richterinnen und Richter für den Verfassungsgerichtshof des Landes Berlin. Verfassungsgerichtshof des Landes Berlin, 4. Juli 2024, abgerufen am 21. Dezember 2025.
  3. Im Checkpoint-Kurzcheck: Berlins neue Verfassungsrichter. Tagesspiegel, abgerufen am 21. Dezember 2025.