Bistum Laon
Das Bistum Laon (lateinisch Dioecesis Laudunensis) war eine römisch-katholische Diözese in Frankreich mit Sitz in der Stadt Laon im heutigen Département Aisne, Region Hauts-de-France. Es gehörte zur Kirchenprovinz Reims und lag in der Picardie.
Geschichte
Die Gründung des Bistums wird traditionell ins 5. Jahrhundert datiert. Nach der Überlieferung ernannte der heilige Remigius von Reims seinen Neffen ‐ den heiligen Genebald I. – zum ersten Bischof von Laon.[1] In der Zeit des Ancien Régime war der Bischof von Laon zugleich Herzog und Pair von Frankreich.
Bei der Krönung der Französischen Könige trug er die Heilige Ampulle.
Im Jahr 1790 wurde mit der Zivilverfassung des Klerus der Bischofssitz von Laon abgeschafft. Im Anschluss an das Konkordat von 1801, hob Papst Pius VII. durch die Bulle Qui Christi Domini von 29. November 1801 den Bischofssitz von Laon auf und gliederte das Gebiet der ehemaligen Diözese in das Bistum Soissons ein, das das Département Aisne umfasste und ein Suffraganbistum des Metropolitan-Erzbistums Paris war.
Durch die Bulle von Paternae charitatis du 6. Oktober 1822 Pius VII. stellte den erzbischöflichen Sitz von Reims wieder her. Sein letzter Bischof Louis-Hector-Honoré-Maxime de Sabran starb um 1811. 1817 wurde mit Charles-Louis Salmon du Châtelier ein Bischof erwählt und bestätigt, aber nicht geweiht. 1822 wurde dieser zum Bischof von Évreux ernannt. Am 13. Juni 1828 gestattete Papst Leo XII den Bischöfen von Soissons, auch den Titel „Laon“ zu führen.[2]
Territorium
Am Vorabend der Französischen Revolution grenzte das Bistum Laon im Norden an das Erzbistum Cambrai, im Osten und Südosten an das Erzbistum Reims, im Südwesten an das Bistum Soissons und im Westen an das Bistum Noyon.
Es umfasste die Region Laon (pagus Laudunensis) und die Region Thiérache (pagus Theoracensis).
Im Jahr 1790, als die Départements geschaffen wurden, wurden die Pfarreien der Diözese Laon dem Département Aisne zugeordnet, mit Ausnahme von Brienne-sur-Aisne und La Neuville-aux-Joutes, die dem Département Ardennes angegliedert wurden.
Bischöfe von Laon
Eine komplette Liste unter Liste der Bischöfe von Laon.
Literatur und Quellen
- Dom Nicolas Lelong: Histoire ecclésiastique et civile du diocèse de Laon, 1783.
- Édouard Fleury: Le clergé du Département de l’Aisne pendant la Révolution, 1853–1858.
- Auguste Matton: «De l'autorité des évêques de Laon au Moyen Âge», in: Bulletin de la Société académique de Laon, 1858.
Weblinks
- Eintrag zu Bistum Laon auf catholic-hierarchy.org (englisch)
- Eintrag zu Bistum Laon auf gcatholic.org (englisch)
Einzelnachweise
- ↑ CATHOLIC ENCYCLOPEDIA: Soissons. Abgerufen am 29. Oktober 2025.
- ↑ Soissons (-Laon-Saint-Quentin) (Diocese) [Catholic-Hierarchy]. Abgerufen am 29. Oktober 2025.