Bis auf Weiteres unsterblich
| Film | |
| Titel | Bis auf Weiteres unsterblich |
|---|---|
| Produktionsland | Österreich |
| Originalsprache | Deutsch |
| Erscheinungsjahr | 2025 |
| Länge | 98 Minuten |
| Produktionsunternehmen | e&a film |
| Stab | |
| Regie | Hans Hofer |
| Drehbuch | Uli Brée |
| Produktion | Markus Pauser |
| Musik |
|
| Kamera | André Mayerhofer |
| Schnitt | Britta Nahler |
| Besetzung | |
| |
Bis auf Weiteres unsterblich ist ein österreichischer Fernsehfilm aus dem Jahr 2025 mit Mara Romei, Katharina Straßer und Marianne Mendt. Die Filmkomödie entstand unter der Regie von Hans Hofer nach einem Drehbuch von Uli Brée.[1]
Handlung
Die 22-jährige Marie Adamus kommt zum Studium der Landschaftsarchitektur an der Universität für Bodenkultur nach Wien. Ihre Familie hat einen Biogartenbaubetrieb. Unter ihrer Wiener Wohnung in der Kleinen Neugasse, in der zuvor ihre Mutter Andrea gewohnt hatte, bis diese schwanger wurde, befindet sich das Beisl Zum Nockerten. Die Namensgebung erfolgte in Anlehnung an den im Lied Jö schau besungenen Nackten im Café Hawelka.
Im Beisl lernt sie Paul kennen, der dort kellnert und gelegentlich als Sänger und Gitarrist auftritt. In der Wohnung findet Marie eine Gitarre ihrer Mutter, die sie von Paul stimmen lässt. Marie hatte das Instrument als Kind erlernt, später aber aufgehört. Bei Charlies Plattengeschäft Record Box in der Mittelgasse trifft Marie auf Marianne Mendt. Paul schlägt Marie vor, Gesangsunterricht bei Marianne zu nehmen. Zwischen Paul und Marie entwickelt sich eine Liebesbeziehung. Die beiden werden von Andrea überrascht, die unerwartet in der Wiener Wohnung auftaucht.
Marie eröffnet ihrer Mutter, dass sie das Studium nicht interessiert und sie stattdessen Musik machen möchte. Ihre Mutter will sie beschützen und ihr Erfahrungen ersparen, die sie selbst in der Jugend machen musste, und rät ihr daher davon ab. Durch ihre Hartnäckigkeit schafft Marie es, Marianne davon zu überzeugen ihr Gesangsunterricht zu geben, obwohl sie eigentlich keine Stunden mehr gibt. Nachdem Opa Martin Andrea zuhause singen hört, kündigt er sie, damit sie ihren Traum von der Musik verfolgen kann. Er hatte nie verstanden, warum sie mit der Musik aufgehört hatte, nachdem sie schwanger war und ihre Mutter gestorben ist. Andrea hatte zuvor die Platte Bis auf Weiteres unsterblich veröffentlicht.
Ihrer Tochter hatte Andrea ihre damalige Musikkarriere verheimlicht, weil sie nicht immer wieder daran erinnert werden wollte. Zwischen Paul und Marie kommt es zu einem Streit, nachdem dessen Freundin Sarah von einer mehrmonatigen Asien-Reise zurückkehrt. Die ursprünglich geplante gemeinsame Teilnahme an einem Musikwettbewerb will Marie zunächst absagen, später alleine durchziehen. Zwischenzeitlich hat Paul sie aber wie von ihr gefordert von der Teilnehmerliste gestrichen.
Marie arrangiert ein Treffen zwischen ihrer Mutter und Marianne, damit sie Marianne davon überzeugt, dass Marie ihre Musikkarriere weiter verfolgen soll. Von Andreas Freundin Nina erfährt Marie, dass sie und Andrea Schülerinnen von Marianne waren. Die beiden sollten damals Österreich mit dem Lied Stadtleuchten beim Eurovision Song Contest 2003 vertreten. Andrea war damals mit Klaus Feuerstein, einem Tonstudiobetreiber, liiert. Nach dem Verschwinden von Andrea wegen ihrer Schwangerschaft und der Krebserkrankung ihrer Mutter wurde stattdessen Alf Poier als österreichischer Beitrag nach Riga entsendet.
Marie und Paul suchen Klaus Feuerstein, von dem sie glaubt, dass er ihr Vater ist, in seinem Studio auf. Allerdings stellt Andrea klar, dass nicht Klaus, sondern Tom aus ihrer damaligen Band, ihr Vater ist. Andrea organisiert schließlich ihre Band, bestehend aus Klaus, Tom und Nina, mit der Paul und Marie am Musikwettbewerb mit dem Lied Stadtleuchten teilnehmen.
Produktion und Hintergrund
Die erste Fassung des Drehbuchs hieß Marianne, meine Mutter und ich. Ursprünglich war ein Biopic über Marianne Mendt geplant, daraus wurde im Auftrag von ORF-Programmdirektorin Stefanie Groiss-Horowitz eine fiktive Drei-Generationen-Komödie.[2]
Die Dreharbeiten fanden vom 1. Oktober bis zum 30. November 2024 in Wien statt.[3] Produziert wurde der Film von der e&a film, als Produzent fungierte Markus Pauser. Beteiligt war der ORF, unterstützt wurde die Produktion von FISA+ und dem Filmfonds Wien.[4][5]
Die Kamera führte André Mayerhofer, die Montage verantwortete Britta Nahler und das Casting Eva Roth, die Musik schrieben Thomas Pötz (Kava) und Wolfgang Frisch. Das Szenenbild gestaltete Hubert Klausner, das Kostümbild Anita Stoisits, den Ton Gregor Manhardt und die Maske Tünde Kiss-Benke und Sophie Kaspar. Als Intimitätskoordinatorin fungierte Bernadette Maria Leitner.[3][6]
Seiler und Speer, Ina Regen und die Schick Sisters hatten in dem Film einen Gastauftritt.[2] Regisseur Hans Hofer, Drehbuchautor Uli Brée und Hauptdarstellerin Katharina Straßer arbeiteten zuvor für die 2024 veröffentlichten Fernsehfilme Jugendsünden und Klapperstorch der Krimireihe Die Liesl von der Post von ServusTV zusammen.[2]
Veröffentlichung
Auf ORF ON wurde der Film am 2. November 2025 veröffentlicht, auf ORF 1 wurde dieser am 3. November 2025 erstmals ausgestrahlt.[7][8][1]
Musik
- Haben Sie Wien schon bei Nacht gesehn? von Rainhard Fendrich[9]
- Hupf in Gatsch von Georg Danzer
- Nordstern von Ina Regen
- Jö schau von Georg Danzer
- Sternderl schaun von Ludwig Hirsch
- Wie a Glock‘n von Hans Salomon/Gerhard Bronner
- Keine Angst von Hansi Lang
- Loch amoi von Georg Danzer
- Vü schöner is des G’fühl von Rainhard Fendrich
- I mecht landen von Maria Bill/Christian Kolonovits
- Soits lebn von Seiler und Speer
- Ausgeliefert von Hansi Dujmic
- Don’t call me no more (Ruaf mi ned au) von Georg Danzer (Spezialtext Paul Pfleger)
- Again I Fall For You von Katharina Schicho (Schick Sisters)
- Komm, alter Pianospieler von Georg Danzer
- Lovemachine von Kurt Hauenstein
- Rudi gib Acht von Erich Buchebner
- Highdelbeeren von Wilfried Scheutz/Thomas Spitzer
- Ping pong von Martin Draxlbauer/Thomas Genser
- Langsam wochs’ ma z’amm von Wolfgang Ambros
- Ala bin von Seiler und Speer
- Ruaf mi ned au von Georg Danzer
- Hauptsache zu zweit von Thomas Pötz (Kava)/Wolfgang Frisch
- Weiße Pferde von Georg Danzer
- Ganz a fiese Nummer von Wolfgang Frisch
- Caressing Lover von Katharina Schicho
- Stadtleuchten von Thomas Pötz (Kava)/Wolfgang Frisch
- Illusionen von Marianne Mendt
- Last Goodbye von Christina Kerschner (NNOA)
- Teilzeitliebe von Martin Furtlehner, David Slomo, Daniel Weisz
Rezeption
Die Erstausstrahlung am 3. November 2025 auf ORF 1 verfolgten bis zu 553.000 und durchschnittlich 503.000 Personen bei einem Marktanteil von 19 Prozent.[10]
Das Lied Stadtleuchten gelangte im November 2025 auf Platz eins der österreichischen iTunes-Song-Charts.[11][12]
Astrid Ebenführer schrieb auf DerStandard.at, dass die Handlung recht simpel sei und mehr Vehikel für diverseste Austropop-Hadern.[13]
Weblinks
- Bis auf Weiteres unsterblich bei IMDb
- Bis auf Weiteres unsterblich in The Movie Database
- Bis auf Weiteres unsterblich auf eafilm.at
- Bis auf Weiteres unsterblich auf ORF ON
Einzelnachweise
- ↑ a b ORF-Austropop-Komödie „Bis auf Weiteres unsterblich“ am 3. November als ORF-1-Premiere. In: ORF.at. 21. Oktober 2025, abgerufen am 21. Oktober 2025.
- ↑ a b c Christian Ude: Austropop-Komödie: Marianne Mendt spielt sich selbst. In: Kleine Zeitung. 31. Oktober 2024, abgerufen am 2. Oktober 2025.
- ↑ a b Bis auf Weiteres unsterblich bei crew united, abgerufen am 2. Oktober 2025.
- ↑ Marianne Mendt, Katharina Straßer und Mara Romei sind „Bis auf Weiteres unsterblich“. In: ots.at. 21. Oktober 2024, abgerufen am 21. Oktober 2024.
- ↑ Marianne Mendt, Katharina Straßer und Mara Romei sind „Bis auf Weiteres unsterblich“. In: ORF.at. 21. Oktober 2024, abgerufen am 2. Oktober 2025.
- ↑ Bis auf Weiteres unsterblich. In: eafilm.at. Abgerufen am 2. Oktober 2025.
- ↑ ORF-Premiere: Bis auf Weiteres unsterblich. In: ORF.at. Abgerufen am 2. November 2025.
- ↑ Dieter Chmelar: Marianne Mendt zum 80er: "Bis auf Weiteres unsterblich". In: Kurier.at. 28. September 2025, abgerufen am 2. Oktober 2025.
- ↑ Quelle: Abspann
- ↑ Austropop als TV-Hit! Bis zu 553.000 mit Mara Romei, Katharina Straßer und Marianne Mendt in ORF-1-Premiere „Bis auf Weiteres unsterblich“. In: ORF.at. 4. November 2025, abgerufen am 4. November 2025.
- ↑ Platz 1! Mara Romei, Katharina Straßer und Agnes Hausmann mit „Stadtleuchten“ an der Spitze der österreichischen iTunes-Song-Charts. In: ORF.at. 4. November 2025, abgerufen am 5. November 2025.
- ↑ Christian Ude: Austropop-Musikfilm generiert neuen Chartshit. In: Kleine Zeitung. 4. November 2025, abgerufen am 5. November 2025.
- ↑ Astrid Ebenführer: Jö schau! Austropop-Film mit Mendt, Straßer, Romei. In: DerStandard.at. 3. November 2025, abgerufen am 5. November 2025.