Bucht von Bonny

Bucht von Bonny
Bucht von Biafra (Bight of Bonny)

Karte des Golfs von Guinea mit der Bucht von Bonny

Gewässer Golf von Guinea
Landmasse Nigeria Nigeria
Kamerun Kamerun
Äquatorialguinea Äquatorialguinea
Sao Tome und Principe São Tomé und Príncipe
Gabun Gabun
West- und Zentralafrika
Geographische Lage 3° N, 8° O

w1

Breite ca. 600 km
Tiefe ca. 300 km
Inseln Bioko, Príncipe; Ilhéu Bom Bom, Ilhéu Caroço, Elobey Chico, Elobey Grande, Horacio (Insel)
Zuflüsse östliches Nigerdelta, Cross River, Great Kwa River, Calabar River, Ndian, Wouri, Sanaga, Nyong, Ntem, Mbia, Mbini, Río Muni, Komo

Die Bucht von Bonny (englisch Bight of Bonny), ältere Bezeichnung Bucht von Biafra (französisch Golfe du Biafra), ist eine Bucht am östlichen Ende des Golfes von Guinea.

Geografie

Die Bucht schließt sich an die Bucht von Benin an und reicht vom Flussdelta des Niger bis zum Kap Lopez in Gabun. Die Küsten der Staaten Nigeria, Kamerun, Äquatorialguinea, São Tomé und Príncipe sowie Gabun befinden sich ganz oder teilweise an der Bucht von Bonny.

Geschichte

Seit dem 17. Jahrhundert war die Bucht ein Zentrum des britischen Sklavenhandels. Nach 1807 und dem Verbot des Sklavenhandels in Großbritannien wurde der Sklavenhandel in der Bucht von Biafra weitgehend durch den Handel mit Palmöl ersetzt.[1]

Von 1849 bis 1861 existierte das britische Protektorat Bucht von Biafra in der heutigen Bucht von Bonny.

Name

Anlass für die Umbenennung der Bucht durch die Regierung Nigerias war die Sezession der südöstlichen Provinzen Nigerias unter dem Namen Biafra zwischen 1967 und 1970. Nach dem Biafra-Krieg wollte die siegreiche Zentralregierung den Begriff Biafra von den Landkarten tilgen. Seit 1972 ist die Stadt Bonny im Nigerdelta Namensgeber der Bucht.

Epizentrum

Die Bucht von Bonny ist das Epizentrum eines regelmäßigen, seit den 1960er Jahren messbaren, alle etwa 26 bis 27 Sekunden auftretenden Mikrobebens.[2]

Quelle

Einzelnachweise

  1. David Eltis, Atlantic Cataclysm: Rethinking the Atlantic Slave Trades. Cambridge, Cambridge University Press 2024, 203
  2. Markus Will: Zahlen, bitte! Alle 26 Sekunden pulsiert die Erde. In: heise.de. 2. Januar 2024, abgerufen am 9. Januar 2024.