Bienenjagende Knotenwespe
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Bienenjagende Knotenwespe (Cerceris rybyensis) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Cerceris rybyensis | ||||||||||||
| (Linnaeus, 1771) |
Die Bienenjagende Knotenwespe (Cerceris rybyensis) ist ein Hautflügler aus der Familie der Crabronidae. Die Art ist nicht gefährdet.[1][2]
Merkmale
Die Bienenjagende Knotenwespe erreicht eine Körperlänge von 8 bis 12 Millimetern (Weibchen) bzw. 6 bis 10 Millimetern (Männchen) und ist damit kleiner als die ähnliche Sandknotenwespe (Cerceris arenaria). Ihr Hinterleib ist sehr variabel gemustert und besitzt mehrere komplett schwarze und mehrere gelb gefleckte Segmente.
Das zweite Tergit ist basal gelb, das dritte Segment ist gelb und trägt mittig ein schwarzes Dreieck, das vierte ist nur wenig bis gar nicht gelb gefärbt. Die Beine sind basal schwarz, ab der Mitte der Femora (Schenkel) sind sie gelb. Die Art kann mit Cerceris sabulosa (Gelbfärbung Tergit 4 nur etwas weniger wie Tergit 5) und Cerceris hortivaga (Tibien sind hinten schwarz gestreift) verwechselt werden.[1][2][3]
Vorkommen
Die Art ist von Nordafrika über Europa bis nach Japan verbreitet. Sie ist in Mitteleuropa fast überall und häufig zu finden. Sie lebt wie die ähnliche Sandknotenwespe in offenen und sandigen Lebensräumen sowie auf lehm- und lösshaltigen Böden und auch im Siedlungsgebiet. Die Tiere fliegen in einer Generation von Anfang Juni bis Mitte September.[1][2]
Lebensweise
Die Art ernährt ihre Larven von Bienen der Gattungen Halictus, Lasioglossum (Furchenbienen), Andrena (Sandbienen) oder Panurgus (Zottelbienen). Häufig werden die Nester nahe am Nest der Beutetiere in Kolonien angelegt. Der 10 bis 15 Zentimeter lange Hauptgang führt zunächst steil abwärts, dann horizontal und endet in einer Zelle, von der bis zu sieben weitere Zellen abgehen können. Um die Öffnung des Nests wird ein Hügel mit Aushub angehäuft.[4]
Die Bienenjagende Knotenwespe wird von der Sand-Goldwespe (Hedychrum nobile), Chrysis borealis[5] und Hedychrum gestäckeri sowie von Trabantenfliegen aus der Unterfamilie Miltogramminae parasitiert.[1][2]
Literatur
- Heiko Bellmann: Bienen, Wespen, Ameisen. Hautflügler Mitteleuropas. Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co KG, Stuttgart 1995, ISBN 3-440-09690-4.
- Rolf Witt: Wespen. Beobachten, Bestimmen. Naturbuch-Verlag, Augsburg 1998, ISBN 3-89440-243-1.
Einzelnachweise
- ↑ a b c d Heiko Bellmann: Bienen, Wespen, Ameisen. Hautflügler Mitteleuropas. Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co KG, Stuttgart 1995, S. 184 ff., ISBN 3-440-09690-4.
- ↑ a b c d Rolf Witt: Wespen. Beobachten, Bestimmen. Naturbuch-Verlag, Augsburg 1998, ISBN 3-89440-243-1.
- ↑ Manfred Blösch: Grabwespen Illustrierter Katalog der einheimischen Arten. NBB Scout 2012, S. 210, ISBN 978-3-89432-257-1.
- ↑ Manfred Blösch: Die Grabwespen Deutschlands. Keltern: Goecke & Evers 2000, S. 422–426.
- ↑ Juho Paukkunen, Alexander Berg, Villu Soon, Frode Ødegaard, Paolo Rosa: An illustrated key to the cuckoo wasps (Hymenoptera, Chrysididae) of the Nordic and Baltic countries, with description of a new species. In: ZooKeys. Band 548, 23. Dezember 2015, ISSN 1313-2970, S. 1–116, doi:10.3897/zookeys.548.6164, PMID 26798322, PMC 4714362 (freier Volltext) – (pensoft.net [abgerufen am 17. Dezember 2025]).