Bianca Knight (* 2. Januar 1989 in Ridgeland, Mississippi) ist eine US-amerikanische Leichtathletin, die vorwiegend im 200-Meter-Lauf antritt. Ihre größten Erfolge erzielte sie als Weltmeisterin und Olympiasiegerin allerdings in der 4-mal-100-Meter-Staffel.
Karriere
Bei den Jugendweltmeisterschaften 2005 in Marrakesch gewann Knight den Titel über 100 Meter sowie die Silbermedaille über 200 Meter. 2006 wurde sie US-amerikanische Juniorenmeisterin im 200-Meter-Lauf. Im folgenden Jahr verteidigte sie ihren Titel erfolgreich und siegte über dieselbe Distanz bei den panamerikanischen Juniorenmeisterschaften. Als Studentin der University of Texas at Austin gewann Knight 2008 die NCAA-Hallenmeisterschaften im 200-Meter-Lauf. Sie feierte Siege beim Reebok Grand Prix in New York City und bei den Bislett Games in Oslo, konnte sich aber als Fünfte der US-amerikanischen Ausscheidungswettkämpfe nicht für die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Peking qualifizieren.
2009 siegte Knight beim British Grand Prix in Gateshead, belegte bei den US-amerikanischen Meisterschaften den fünften Platz und bei der Athletissima in Lausanne den dritten Platz. Im folgenden Jahr wurde sie bei den US-amerikanischen Meisterschaften Fünfte im 100-Meter-Lauf. Über 200 Meter erzielte sie zahlreiche vordere Platzierungen bei internationalen Leichtathletik-Meetings. Unter anderem wiederholte sie ihren Sieg in Gateshead.
2011 erreichte Knight bei den US-amerikanischen Meisterschaften den vierten Platz im 200-Meter-Lauf. Sie gewann drei Rennen der IAAF Diamond League: beim inzwischen nach Birmingham umgezogenen British Grand Prix, beim London Grand Prix und bei der Golden Gala in Rom. Außerdem führte sie bei den Weltmeisterschaften in Daegu die siegreiche US-amerikanische 4-mal-100-Meter-Staffel um Allyson Felix, Marshevet Myers und Carmelita Jeter im Finale als Startläuferin an.
Bei den Olympischen Spielen 2012 in London gewann sie in der Staffel die Goldmedaille. Die US-Amerikanerinnen stellte dabei in der Aufstellung Tianna Madison, Allyson Felix, Bianca Knight und Carmelita Jeter mit 40,82 s einen neuen Weltrekord auf und unterboten die fast 27 Jahre alte Bestmarke der DVfL-Auswahlmannschaft um 55 Hundertstelsekunden.[1]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ IAAF; London 2012 – Event Report – Women's 4x100m Relay Final (englisch), 10. August 2012
1928: Kanada 1921 CAN Smith, Rosenfeld, Cook, Bell
1932: Vereinigte Staaten 48 USA Carew, Furtsch, Rogers, von Bremen
1936: Vereinigte Staaten 48 USA Bland, Rogers, Robinson, Stephens
1948: Niederlande NED Stad-de Jong, Witziers-Timmer, van der Kade-Koudijs, Blankers-Koen
1952: Vereinigte Staaten 48 USA Faggs, Jones, Moreau, Hardy
1956: Australien AUS Strickland, Croker, Mellor, Cuthbert
1960: Vereinigte Staaten USA Hudson, Williams, Jones, Rudolph
1964: Polen 1944 POL Ciepły, Kirszenstein, Górecka, Kłobukowska
1968: Vereinigte Staaten USA Ferrell, Bailes, Netter, Tyus
1972: Deutschland BR FRG Krause, Becker, Richter, Rosendahl
1976: Deutschland Demokratische Republik 1949 DDR Oelsner, Stecher, Bodendorf, Eckert
1980: Deutschland Demokratische Republik 1949 DDR Müller, Eckert, Auerswald, Göhr
1984: Vereinigte Staaten USA Brown, Bolden, Cheeseborough, Ashford
1988: Vereinigte Staaten USA Brown, Echols, Griffith-Joyner, Ashford, Young*
1992: Vereinigte Staaten USA Ashford, Jones, Guidry, Torrence, Michelle Finn*
1996: Vereinigte Staaten USA Devers, Miller, Gaines, Torrence, Guidry*
2000: Bahamas BAH Fynes, Sturrup, Davis-Thompson, Ferguson, Clarke-Lewis*
2004: Jamaika JAM Lawrence, Simpson, Bailey, Campbell, McDonald*
2008: Belgien BEL Borlée, Mariën, Ouédraogo, Gevaert
2012: Vereinigte Staaten USA Madison, Felix, Knight, Jeter, Tarmoh*, Williams*
2016: Vereinigte Staaten USA Bartoletta, Felix, Gardner, Bowie, Akinosun*
2020: Jamaika JAM Williams, Thompson-Herah, Fraser-Pryce, Jackson, Morrison*, Burchell*
2024: Vereinigte Staaten USA Jefferson, Terry, Thomas, Richardson
* Einsatz im Vorlauf
1983: Deutschland Demokratische Republik 1949 DDR Möller, Koch, Auerswald, Göhr
1987: Vereinigte Staaten USA Brown, Williams, Griffith, Marshall
1991: Jamaika JAM Duhaney, Cuthbert, McDonald, Ottey, Frazer*
1993: Russland 1991 RUS Bogoslowskaja, Maltschugina, Woronowa, Priwalowa, Trandenkowa*
1995: Vereinigte Staaten USA Mondie-Milner, Guidry, Gaines, Torrence, Hill*
1997: Vereinigte Staaten USA Gaines, Jones, Miller, Devers
1999: Bahamas BAH Fynes, Sturrup, Davis-Thompson, Ferguson, Clarke*
2001: Deutschland GER Paschke, G. Rockmeier, B. Rockmeier, Wagner
2003: Frankreich FRA Girard, Hurtis, Félix, Arron
2005: Vereinigte Staaten USA Daigle, Lee, Barber, Williams
2007: Vereinigte Staaten USA Williams, Felix, Barber, Edwards, Jeter*, Lewis*
2009: Jamaika JAM Facey, Fraser, Bailey, Stewart
2011: Vereinigte Staaten USA Knight, Felix, Myers, Jeter, Solomon*, Anderson*
2013: Jamaika JAM Russell, Stewart, Calvert, Fraser-Pryce, Brooks*
2015: Jamaika JAM Campbell-Brown, Morrison, Thompson, Fraser-Pryce, Simpson*, Stewart*
2017: Vereinigte Staaten USA Brown, Felix, Akinosun, Bowie, Washington*
2019: Jamaika JAM Whyte, Fraser-Pryce, Smith, Jackson, Morrison*
2022: Vereinigte Staaten USA Jefferson, Steiner, Prandini, Terry, Hobbs*
2023: Vereinigte Staaten USA Davis, Terry, Thomas, Richardson, Clark*, Jefferson*
2025: Vereinigte Staaten USA Jefferson-Wooden, Terry, White, Richardson, Sears*
* Einsatz im Vorlauf
Liste der Weltmeister in der Leichtathletik