Besler-Hittisberg-Gruppe
| Besler-Hittisberg-Gruppe
| ||
|---|---|---|
|
Besler | ||
| Höchster Gipfel | Besler (1679 m ü. NHN) | |
| Lage | Deutschland
Österreich
| |
| Teil der | Ostalpen, Allgäuer Alpen, Allgäuer Voralpen westlich der Iller | |
| Koordinaten | 47° 26′ N, 10° 11′ O | |
| Gestein | Molasse, Flysch, Schrattenkalk | |
| Fläche | 110 km² | |
Die Besler-Hittisberg-Gruppe, auch Besler-Hittisberg-Kette, ist eine Gruppe der Allgäuer Alpen nach der orographischen Gebirgsgliederung der SOIUSA.
Beschreibung
Die Besler-Hittisberg-Gruppe ist die südlichste Kette der Allgäuer Voralpen westlich der Iller. Die Kette ist rund 32 km lang und zieht von Westen nach Osten, die maximale Breite beträgt rund 7 km, meist aber schmaler.[1] Im Westen ist es sanft hügelig und wird Richtung Osten immer alpiner und felsiger. Die vier Untergruppen unterscheiden sich landschaftlich und geologisch sehr. Das westliche Gebiet um den Rotenberg ist hügelig und relativ dicht besiedelt. Die Dörfer sind landwirtschaftlich und touristisch geprägt. Der mittlere Teil ist kaum besiedelt, es gibt aber zahlreiche Almen, die im Sommer bewirtschaftet sind. Zudem sind große Flächen bewaldet. Ganz im Osten im Illertal sind wieder größere Siedlungen mit stark touristischer Prägung.
Einordnung
Nach der SOIUSA wird die Berggruppe eingeordnet in ein hierarchisches System:[2]
| Einordnung nach SOIUSA | ||
|---|---|---|
| Teil | II | Ostalpen |
| Sektor | II/B | Nördliche Ostalpen |
| Abschnitt | 22 | Bayerische Alpen |
| Unterabschnitt | 22.II | Allgäuer Alpen |
| Obergruppe | II/B-22.II-B | Westliche Allgäuer Voralpen |
| Gruppe | II/B-22.II-B.3 | Besler-Hittisberg-Gruppe |
Untergliederung
Die Untergliederung nach SOIUSA ist wie folgt:
| Untergruppe | SOISA-Code | höchster Berg | Höhe | Geologie |
|---|---|---|---|---|
| Besler-Gruppe | II/B-22.II-B.3.a | Besler | 1679 | Schrattenkalk, verkarstet, mit Steilabbrüchen, Kare, Höhlen |
| Feuerstätterkopf-Piesenkopf-Gruppe | II/B-22.II-B.3.b | Feuerstätterkopf | 1645 | überwiegend Flysch, sanfte Rücken, grasige Kuppen, wenig Fels |
| Hittisberg-Gruppe | II/B-22.II-B.3.c | Hittisberg | 1328 | Molasse (Nagelfluh, Sandstein), bewaldete Hänge, Almen, rundliche Formen |
| Rotenberg und Umgebung | II/B-22.II-B.3.d | Rotenberg | 994 | Molasse, lokal Nagelfluh, niedrige Höhen, Hügellandschaft |
Lage
Umgrenzung
Die Umgrenzung der Besler-Hittisberg-Gruppe verläuft im Uhrzeigersinn entlang der Linie Mündung der Weißach in die Bregenzer Ach - Weißach - Bolgenach - Riedbergpass - Schönberger Ach - Weiler Ach - Iller - Breitach - Starzlach - Hörnlegraben - Rohrmoossattel - Achbach, Schönbach, Rubach - Subersach - Bregenzer Ach.[3][1]
Politische Lage
Der westliche Teil liegt in Österreich, Bundesland Vorarlberg, Bezirk Bregenz. Die Gemeinden Langenegg, Krumbach und Lingenau liegen zur Gänze in der westlichsten Untergruppe Rotenberg und Umgebung. Auf dem Sattel zwischen Rotenberg und Hittisberg liegt der Ortskern und das Hauptsiedlungsgebiet der Gemeinde Hittisau. Weiter Richtung Osten liegt der Ortskern der Gemeinde Sibratsgfäll. Alle fünf Gemeinden gehören zum Vorderen Bregenzerwald.
Der östliche Teil gehört zu Deutschland, Bundesland Bayern, Schwaben, Landkreis Oberallgäu. Die Gemeinden sind Oberstdorf, Fischen im Allgäu, Obermaiselstein und Balderschwang. Zu Oberstdorf gehört das Rohrmoostal mit Rohrmoos und Tiefenbach am Taleingang. Zu Obermaiselstein gehört das unbewohnte Schönbergerachtal. Fischen im Allgäu liegt am östlichen Ende der Bergkette. Balderschwang umfasst den gesamten westlichen deutschen Teil, der Dorfkern liegt aber knapp nördlich der Berkkette.[4]
Geographische Lage
Der österreichische Teil gehört zum Bregenzerwald, die Bergkette wird nördlich vom Balderschwanger Tal begrenzt, südlich vom Rubachtal bzw. Hirschgundtal und dem Subersachtal. Der deutsche Teil gehört zum Allgäu, die Bergkette wird nördlich vom Schönbergerachtal und südlich vom Rohrmoostal bzw. Starzlachtal begrenzt.
| Sulzberg (Allgäuer Alpen) | Allgäuer Nagelfluh-Schichtkämme | Hörnergruppe |
| Lorenaberge | Daumengruppe | |
| Winterstaudenkamm | Nordwestliche Walsertaler Berge |
Gipfel und Sättel
Der Hauptkamm[3] besteht von Westen nach Osten aus folgenden Sätteln und Gipfeln:
| Gipfel/Sattel | Höhe m ü. A. | Anmerkung |
|---|---|---|
| Schweizberg | 923 | |
| Rotenberg | 994 | |
| Sattel von Hittisau | 790 | Ortskern von Hittisau, Grenze Rotenberg und Hittisberg-Gruppe |
| Hittisberg | 1328 | |
| Sausteigpass | 1046 | L24 nach Sibratsgfäll, Grenze Hittisberg-Gruppe und Feuerstätterkopf-Piesenkopf-Gruppe |
| Renkknie | 1411 | |
| Hochrieskopf | 1467 | |
| Feuerstätterkopf | 1645 | Nebenkamm nach Norden mit dem Burstkopf (1559 m) |
| Sättele | 1434 | |
| Hörnlein | 1545 | Nebenkamm nach Norden zum Hochschelpen (1552 m) und Gelbhansekopf (1437 m) |
| Scheuenpass | 1401 | |
| Piesenkopf | 1630 | Nebenkamm nach Westsüdwest zum Riesenkopf (1480 m) |
| Gauchenwände | 1479 | |
| Sattel bei der Kindsbangetalpe | 1287 | Grenze Feuerstätterkopf-Piesenkopf-Gruppe und Besler-Gruppe |
| Toniskopf | 1463 | Kette nach Osten zu Rote Wand (1474 m), Geißberg (1412 m) und Ochsenberg (1179 m) |
| Lochbachsattel | 1316 | |
| Schafkopf | 1627 | Beslerkamm |
| Beslerkopf | 1655 | |
| Besler | 1679 | |
| Geißwiedenkopf | 1544 | |
| Schönhaldenkopf | 989 |
Südlich des Beslerkamms verläuft parallel eine ähnliche Kette mit den Bergen Toniskopf (1463 m), Rote Wand (1474 m), Geißberg (1412 m) und Ochsenberg (1179 m). Zwischen diesen Ketten liegt das Lochbachtal.[5]
Naturschutz
Beinahe die gesamte Bergkette liegt im Naturpark Nagelfluhkette. Im Gebiet gibt es zahlreiche ausgewiesene Biotope, vor allem viele Moore.[6]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ a b Gewässer. Abgerufen am 3. Januar 2026.
- ↑ Sergio Marazzi: Atlante orografico delle Alpi: SOIUSA : suddivisione orografica internazionale unificata del sistema alpino. Priuli & Verlucca, 2005, ISBN 978-88-8068-273-8.
- ↑ a b Bach- und Flussgebiete - LfU Bayern. Abgerufen am 3. Januar 2026.
- ↑ Kataster - DKM. Abgerufen am 3. Januar 2026.
- ↑ BayernAtlas. Abgerufen am 3. Januar 2026.
- ↑ Biotopkartierung. In: Umweltatlas Bayern. Abgerufen am 3. Januar 2026.