Berufsverband der Frauenärztinnen und Frauenärzte

Berufsverband der Frauenärztinnen und Frauenärzte e. V.
(BVF)
Rechtsform eingetragener Verein
Gründung 16. Februar 1961 in Hamburg[1]
Sitz München
Zweck Interessenvertretung, Öffentlichkeitsarbeit, Beratung[2]
Vorsitz Geschäftsführender Vorstand: Markus Haist (2. Vorsitzender), Dr. Cornelia Hösemann (3. Vorsitzende) – jeweils alleinvertretungsberechtigt.
Geschäftsführung Claudia Halstrick
Mitglieder 14.740(2024)
Website www.bvf.de

Der Berufsverband der Frauenärztinnen und Frauenärzte e. V. ist eine privatrechtliche Körperschaft, die sich der Förderung der Belange der Frauenärztinnen und Frauenärzte in Deutschland zum Ziel gesetzt hat. Die Vereinigung hatte am 31. Dezember 2024 14.740 Mitglieder. Sitz der Vereinigung ist München. Sie ist im Vereinsregister des Amtsgerichts Hamburg, Abteilung 69 mit der Geschäftsnummer VR 6350 eingetragen. Beim Lobbyregister des Bundestags ist er unter der Registernummer R002554 eingetragen.

Ziele

Als ärztlicher Berufsverband vertritt der BVF die Interessen der Mitglieder bei Behörden, ärztlichen und sonstigen Organisationen, insbesondere bei Ärztekammern und Kassenärztlichen Vereinigungen. Er nimmt die Belange der Frauenärztinnen und Frauenärzte in der Öffentlichkeit wahr. Als weiteres Aufgabenfeld sieht der Verband die Beratung der Mitglieder in allen beruflichen Fragen.

Struktur

Mitglied des Verbandes kann auf Antrag jede Frauenärztin und jeder Frauenarzt, auch junge Ärzte in Weiterbildung, werden. Die Vereinigung verfügt über 17 Landes- und 73 Bezirksverbände. Hauptgeschäftsführerin ist Claudia Halstrick.

Vorstand des Verbandes:

Funktion Name
2. Vorsitzende und Schriftführer Markus Haist
3. Vorsitzender und Schatzmeisterin Cornelia Hösemann
Beisitzer Rolf Englisch
Beisitzer Jochen Frenzel
Beisitzerin Nicole Mattern
assoziierter Beisitzer Markus Schmidt

Organe des Verbandes sind der Vorstand, die Vertreterversammlung, die Mitgliederversammlung und der Finanzausschuss.

BVF Akademie

Die BVF Akademie organisiert mit dem Ziel, die Weiterentwicklung des Faches zu fördern, sowie die Qualität der frauenärztlichen Berufsausübung durch Fortbildung sowie durch Qualitätssicherung weiterzuentwickeln, jährlich einen Fortbildungskongress in Düsseldorf, regionale Gynäkologentage sowie fachspezifische Fortbildungen. Weiterhin zertifiziert und empfiehlt die BVF Akademie externe Fortbildungsveranstaltungen.

Publikationsorgane

  • Frauenarzt | Für alle Gynäkologinnen und Gynäkologen in Klinik und Praxis – Verbandszeitschrift des Berufsverbands und der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe, ISSN 0016-0237
  • BVF@ktuell – Newsletter für Mitglieder

Zusammenarbeit

Der BVF arbeitet mit folgenden nationalen und internationalen Organisationen zusammen:

Geschichte

Während des 28. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe unter Leitung von Heinrich Martius 1951 in Bad Pyrmont, wurde durch die Mitgliederversammlung der Beschluss gefasst, eine Interessengemeinschaft Gynäkologie (IGG) zu bilden. Im Rahmen der Gründungssitzung wurde F. Bernhard Rüder zum ersten Vorsitzenden dieser Gemeinschaft gewählt, nach welchem Ende der 1980er Jahre die Bernhard-Rüder-Medaille benannt wurde, die als Auszeichnung des Verbandes an Personen verliehen werden kann, die sich in besonderem Maße um die Belange des Berufsverbandes verdient gemacht haben. Im September 1956 wurde der Name in Berufsverband Gynäkologie geändert. Unter dem Namen Berufsverband der Frauenärzte e. V. erfolgte die Eintragung im Vereinsregister im September 1967. Nach der deutschen Wiedervereinigung 1990 wurden in den neuen Bundesländern eigene Landes- und Bezirksverbände gegründet. Zu den Ersten, die sich um den Aufbau der Strukturen des Verbandes in den neuen Bundesländern bemühten gehörten Martin Link (1934–2005), Dresden, Hans-Joachim Seewald (* 1937), Jena, Reinhold Schwarz (1929–2017), Rostock, und Wolfgang Weise (1938–2006), Magdeburg. Die Änderung des Vereinsnamens von Berufsverband der Frauenärzte e. V. in Berufsverband der Frauenärztinnen und Frauenärzte e. V. wurde am 14. November 2025 ins Vereinsregister eingetragen.

Präsidenten

  • Bernhard Rüder, Hamburg (1951 bis 1964)
  • Friedhelm Isbruch, Bochum (1964 bis 1971)
  • Hans Wegner, Ludwigshafen (1971 bis 1981)
  • Eduard Koschade, Dachau (1981 bis 1990)
  • Klaus Doench, Göttingen (1991)
  • Armin Malter, Merzig (1992 bis 2002)
  • Manfred Steiner, Ihringen (2002 bis 2005)
  • Christian Albring, Hannover (2005 bis 2021)
  • Klaus Doubek, Wiesbaden (2022 bis 2025)

Literatur

  • 50 Jahre BVF (Festschrift) In: Frauenarzt. Band 43, 2002, S. 179–202 (PDF-Datei; 756 kB)

Einzelnachweise

  1. VR 6350. In: Gemeinsames Registerportal der Länder. Amtsgericht Hamburg, abgerufen am 12. Mai 2025.
  2. Satzung. Berufsverband der Frauenärzte e. V., 10. März 2022, abgerufen am 12. Mai 2025.
  3. Ordentliche Mitglieder. Spitzenverband Fachärzte Deutschlands, abgerufen am 12. Mai 2025.