Bernward Wollenschläger

Bernward Wollenschläger (* 1978 in Würzburg) ist ein deutscher Jurist und designierter Richter am Bundesgerichtshof.

Leben

Nach dem rechtswissenschaftlichen Studium von 1997 bis 2003 in Würzburg, Oxford und Freiburg folgten 2006 die Promotion („Effektive staatliche Rückholoptionen bei gesellschaftlicher Schlechterfüllung“), das Rechtsreferendariat und das zweite juristische Staatsexamen. Ab 2005 war Wollenschläger beim damaligen Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht in Freiburg tätig. Von 2007 bis 2014 arbeitete er als Rechtsanwalt in Hamburg im Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht. 2014 trat er als Richter in den Justizdienst der Freien und Hansestadt Hamburg ein. Im Jahr 2016 wurde er zum Richter am Landgericht Hamburg ernannt. 2018 wechselte er in die Justiz des Landes Sachsen-Anhalt, zunächst als Staatsanwalt in Halle und dann in unterschiedlichen Zivilsenaten des Oberlandesgerichts Naumburg. Von 2022 und 2023 war er nebenamtlich auch wissenschaftlicher Mitarbeiter am Landesverfassungsgericht Sachsen-Anhalt in Dessau. Ab 2023 war Wollenschläger als wissenschaftlicher Mitarbeiter an den II. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs abgeordnet. 2024 wurde er zum Richter am Oberlandesgericht Naumburg ernannt. Im Dezember 2025 wurde er vom Richterwahlausschuss zum Richter am Bundesgerichtshof gewählt.[1] Seine Ernennung durch den Bundespräsidenten steht noch aus.

Wollenschläger ist mit der Ärztin und Krebsmedizinerin Mascha Binder verheiratet, Vater von vier Kindern und lebt mit seiner Familie in Freiburg.[2]

Einzelnachweise

  1. Bundesrichterwahl: Jurist aus Sachsen-Anhalt zum Richter am Bundesgerichtshof gewählt, Pressemitteilung 044/2025 des Ministerium für Justiz und Verbraucherschutz des Landes Sachsen-Anhalt vom 22. Dezember 2025.
  2. Christian Rath, Im Profil: Wie der Freiburger Bernward Wollenschläger Richter am Bundesgerichtshof geworden ist, badische-zeitung.de vom 29. Dezember 2025.