Bernhard von Linsingen
Bernhard Thilo Kurt Eitel von Linsingen (* April 1736 in Birkenfelde; † 18. Februar 1807 auf Schloß Ricklingen bei Hannover) war ein braunschweig-lüneburgischer Generalleutnant und zuletzt Chef des 10. Dragoner-Regiments.
Herkunft
Seine Eltern waren der Generalmajor Johann Wilhelm von Linsingen (* 24. Oktober 1695; † 16. Mai 1768) und dessen Ehefrau Christiane Juliane Treusch von Buttlar (* 20. Juni 1699; † 4. April 1773). Er hatte Brüder: Johann Wilhelm (1724–1795, Generalleutnant), Karl Christian (1742–1830, General der Kavallerie), Friedrich Wilhelm Albrecht (1748–1813, Saliendirektor in Lüneburg).
Leben
Linsingen ging in braunschweig-lüneburgische Dienste und kam 1747 in das Infanterie-Regiment No.4-B (Craushaar)[1]. Während des Siebenjährigen Krieges kam er zum Jägerkorps und dann 1757 zum Husarenkorps Luckner.
Am 1. Juli 1763 kam er dann als Kapitän (Hauptmann) in das 2. Leichte Dragoner-Regiment (später 10. Dragoner-Regiment Prinz von Wallis). Dort wurde er am 16. März 1774 Major, am 28. Oktober 1781 Oberstleutnant und am 4. Juni 1791 Oberst. Er wurde am 20. August 1794 zum Generalmajor befördert und erhielt im gleichen Jahr das 10. Dragoner-Regiment. Linsingen wurde am 4. November 1800 dann noch zum Generalleutnant befördert.
Als das Kurfürstentum 1803 von den Franzosen besetzt wurde, wurde die Armee durch die Konvention von Artlenburg (5. Juli 1803) aufgelöst. Zu den 247 Offizieren, die unterschreiben mussten, gehörte auch Linsingen.
Er starb am 18. Februar 1807 auf Schloß Ricklingen bei Hannover.
Familie
Linsingen heiratete Emilie Marie Georgine von Wrede. Das Paar hatte einen Sohn:
- Georg Wolfrath Hanasch (* 12. Oktober 1778; † 20. Januar 1848), hannoverscher Hauptmann
- ⚭ 1808 Dorothea von Behr
- ⚭ 1817 Eleonore Katharina von Bülow-Gorow (* 21. Februar 1789; † 20. November 1848)[2]
Literatur
- Bernhard von Poten, Die Generale der Königlich Hannoverschen Armee und ihrer Stammtruppen in Militär-Wochenblatt: Beihefte, 1902, S. 285 Nr. 254
- Gothaisches genealogisches Taschenbuch der adeligen Häuser, 1902, S. 538