Bernhard Schlegel

Bernhard Schlegel (* 25. März 1913 in Berlin-Südende; † 24. Dezember 1987 in Wiesbaden) war ein deutscher Internist. Er war unter anderem als Chefarzt in Wiesbaden und Sekretär der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin tätig.

Leben

Bernhard Schlegel, Sohn des Arztes Martin Schlegel, erlangte 1931 in Berlin das Abitur. Anschließend studierte er an den Universitäten Berlin und Bonn, dann wieder Berlin und zuletzt Marburg Medizin. 1932 wurde er Mitglied des Corps Normannia Berlin.[1] Noch im gleichen Jahr schloss er sich dem Corps Rhenania Bonn an.[2] 1936 legte er das Staatsexamen ab. 1937 wurde er zum Dr. med. promoviert. Am Zweiten Weltkrieg nahm er als Stabsarzt der Reserve teil. Im Jahr 1945 begann er eine Lehrtätigkeit an der Universität Marburg, wo er bis 1958 wissenschaftlich tätig war und sich habilitierte. 1953 wurde er dort zum außerplanmäßigen Professor für Innere Medizin ernannt und wirkt dort zuletzt als Oberarzt der Medizinischen Klinik.

Schlegel wurde 1959 zum Chefarzt der Medizinischen Klinik I der Städtischen Krankenanstalten Wiesbaden berufen. Seit 1966 war er auch Direktor der Städtischen Krankenanstalten Wiesbaden. 1969 wurde er außerplanmäßiger Professor in Mainz. Von 1960 bis 1984 war er ständiger Sekretär bzw. Schriftführer der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin. In dieser Funktion betreute er die jährlichen Internisten-Kongresse in Wiesbaden und war der Herausgeber der Verhandlungen der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin über die jährlichen Kongresse von 1961 bis 1984. Er war Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie.

Bernhard Schlegel war ab 1950 verheiratet mit Gerda Schlegel, geborener Hülsemann.

Auszeichnungen

Schriften (Auswahl)

  • Über die Brauchbarkeit künstlicher Diätsalze und anderer Hilfsmittel zur Bereitung salzloser Kostformen. 1937.
  • Der Urin-Konzentrationsversuch unter dem Einfluss verschiedener Pharmaca. 1944.
  • mit Heinrich Böttner: Ein Beitrag zur Frage der Anpassungsfähigkeit der Erythrocyten gegenüber gesteigerten Abbauvorgängen im eigenen krankhaften Milieu. In: Klinische Wochenschrift. 30. Jahrgang, 1952, S. 178–179.
  • mit Heinrich. Böttner und K. Dumke: Zur Hämolysebereitschaft des alternden Erythrocyten. In: Medizinische Klinik. 47. Jahrgang, 1952, S. 804–806.
  • mit Heinrich Böttner: Die Lebensdauer übertragener Erythrocyten bei Kranken mit Tuberkulose. In: Beiträge zur Klinik der Tuberkulose und spezifischen Tuberkulose-Forschung. Heft 111, 1954, S. 155–157.
  • mit Hoch: Katamnestische Untersuchungen zur primär-chronischen Polyarthritis. 1968.
  • Leber, Galle und ihre Erkrankungen. 1969.
  • mit Hans Hölken: Die Fettleibigkeit und ihre Folgen. 1969.

Literatur

  • 1130. Schlegel, Bernhard. In: Matrikel der Bonner Rhenanen 1820 1970, 1970, S. 239, Band 4 der Blaubücher der Bonner Rhenania
  • Schlegel, Bernhard. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 1078.
  • Verhandlungen der Deutschen Gesellschaft fur Innere Medizin, 94. Kongreß, 10. bis 14. April 1988, Wiesbaden, S. XVII

Einzelnachweise

  1. Kösener Corpslisten 1996. Band 108, S. 755
  2. Kösener Corpslisten 1996. Band 127, S. 874.
  3. Ehrenmitgliedschaften der DGIM. Abgerufen am 28. April 2023. auf www.dgim.de
  4. Günther-Budelmann-Medaille (Memento vom 19. Mai 2016 im Webarchiv archive.today) auf www.bdi.de