Bernhard Güntzel
Karl August Bernhard Güntzel (* 20. März 1833; † 21. Dezember 1892 in Wilmersdorf) war ein deutscher Kommunalpolitiker und Offizier.
Leben
Bernhard Güntzel besuchte als Secondeleutnant im Ingenieur-Corps der 1. Ingenieur-Inspektion 1857 die Artillerie- und Ingenieurschule.[1] 1859 kam er zur 2. Pionier-Abteilung. Er war 1863 als Premierleutnant zum Kommandanten Pillau kommandiert[2] und gehörte weiterhin dem Ingenieur-Corps der 1. Ingenieur-Inspektion an. Auch drei Jahre später war er in der gleichen Inspektion und erster Direktionsoffizier bei der Artillerie- und Ingenieurschule in Berlin,[3] was er bis 1869 blieb.[4] Ab 1870[5] diente er als Hauptmann bis mindestens 1872,[6] weiterhin im Ingenieur-Corps, für die 2. Ingenieur-Inspektion im Pionier-Bataillon Nr. 5 (Glogau). 1876/1877 war er von der 1. Ingenieur-Inspektion zum Kommandanten Königsberg kommandiert.[7] Als Major und Ingenieur-Offizier vom Platz in Memel, was er ab 1879 war, wurde 1884 sein Abschiedsgesuch genehmigt und er als Oberstleutnant mit Pension zur Disposition gestellt.[8]
Von 1886 bis zu seinem Tod 1892 war Güntzel Amts- und Gemeindevorsteher der damals noch eigenständigen Gemeinde Wilmersdorf bei Berlin.[9] Während seiner Amtszeit engagierte er sich für die städtebauliche Entwicklung Wilmersdorfs.
Um 1890 bewohnte er die Villa Güntzel in der Gasteiner Straße.[10]
Die genaue Todesursache Güntzels ist nicht überliefert, er verstarb im Alter von 59 Jahren. Sein Nachfolger im Amt war Friedrich Stork.[9]
Ehrungen
Nach seinem Tod wurde 1893 zu Ehren Güntzels die Güntzelstraße in Berlin-Wilmersdorf, vormals Königsberger, Garten- und Hannoversche Straße,[11] und damit einhergehend der im Jahr 1971 eröffnete U-Bahnhof Güntzelstraße[12] benannt.
Einzelnachweise
- ↑ Rang- und Quartier-Liste der Königlich-Preußischen Armee und des XIII. (Königlich-Württembergischen) Armeekorps. Mittler, 1857, S. 213.
- ↑ Rang- und Quartier-Liste der Königlich-Preußischen Armee und des XIII. (Königlich-Württembergischen) Armeekorps. Mittler, 1863, S. 91.
- ↑ Rang- und Quartier-Liste der Königlich-Preußischen Armee und des XIII. (Königlich-Württembergischen) Armeekorps. Mittler, 1866, S. 360.
- ↑ Rang- und Quartier-Liste der Königlich-Preußischen Armee und des XIII. (Königlich-Württembergischen) Armeekorps. Mittler, 1869, S. 412.
- ↑ Rang- und Quartier-Liste der Königlich-Preußischen Armee und des XIII. (Königlich-Württembergischen) Armeekorps. Mittler, 1869, S. 484.
- ↑ Rang- und Quartier-Liste der Königlich-Preußischen Armee und des XIII. (Königlich-Württembergischen) Armeekorps. Mittler, 1872, S. 428.
- ↑ Rang- und Quartier-Liste der Königlich-Preußischen Armee und des XIII. (Königlich-Württembergischen) Armeekorps. Mittler, 1877, S. 102.
- ↑ Militär-Wochenblatt. Band 69. E.S. Mittler, 1884, S. 1749.
- ↑ a b Ute Nitsch: Charlottenburg-Wilmersdorf von A bis Z: ein Lexikon. Edition Berlin im Metropol Verlag, 2003, ISBN 978-3-936411-80-5, S. 42.
- ↑ Güntzel, Bernhard. In: berlingeschichte.de. 7. Oktober 2009, abgerufen am 13. Juli 2025.
- ↑ Ute Nitsch: Charlottenburg-Wilmersdorf von A bis Z: ein Lexikon. Edition Berlin im Metropol Verlag, 2003, ISBN 978-3-936411-80-5, S. 113.
- ↑ U-Bahnhof Güntzelstraße. 5. November 2021, abgerufen am 12. Juli 2025.