Bernd Kielhöfer

Bernd Kielhöfer (* 13. Mai 1938 in Trier; † 30. August 2018 in Berlin) war ein deutscher Romanist und Sprachwissenschaftler. Er lehrte von 1978 bis 2003 als Professor für französische und italienische Linguistik an der Freien Universität Berlin.

Leben und Werk

Kielhöfer studierte nach dem Abitur (Trier 1958) Romanistik (Französisch, Italienisch) sowie Germanistik in Tübingen und Saarbrücken, schloss dort 1963 mit dem Staatsexamen ab und war bis 1965 Gymnasiallehrer in Trier. Nach fünfjährigem Universitätslektorat zuerst in Algier, ab 1967 an der Universität Paris X (Nanterre) wurde er dort 1972 mit der Arbeit Alfred Döblin à Berlin: 1918–1933 (Betreuer: Pierre-Paul Sagave) in Deutscher Literatur promoviert (Doctorat du 3e Cycle). Dann war er von 1970 bis 1974 Studienrat im Hochschuldienst an der Universität Regensburg. Nach dem Tod von Ludwig Söll wechselte er als Akademischer Rat an die Universität Göttingen und habilitierte sich dort 1978 für Angewandte Sprachwissenschaft. Von 1978 bis 2003 war er Professor für französische und italienische Linguistik im sprachwissenschaftlichen Zweig des Instituts für romanische Philologie an der FU Berlin.

Schwerpunkte seiner wissenschaftlichen Arbeit waren Fehlerlinguistik, zweisprachige Kindererziehung, Bilinguismus und Bikulturalismus in Südtirol und im Elsass sowie Theorie und Praxis der Übersetzung. Er war Mitherausgeber der Reihe Romanistische Arbeitshefte.

Schriften (Auswahl)

  • Fehlerlinguistik des Fremdsprachenerwerbs. Linguistische, lernpsychologische und didaktische Analyse von Französischfehlern. Scriptor, Kronberg 1975, 1980.
  • mit Wolfgang Börner: Lernersprache Französisch. Psycholinguistische Analyse des Fremdsprachenerwerbs. Niemeyer, Tübingen 1979.
  • mit Sylvie Jonekeit: Zweisprachige Kindererziehung. Stauffenburg, Tübingen 1983. 10. Auflage 1998.
    • französisch: Education bilingue. Stauffenburg, Tübingen 1985. 2. Auflage 1994.

Literatur