Bernardus von Schrattenbach
Bernardus von Schrattenbach (* ?; † 26. Februar 1660) war Abt des Klosters Neuzelle.
Leben
Er wurde in den Kärntner Zweig der steiermärkischen Adelsfamilie Schrattenbach geboren. Zudem war er ein ferner Verwandter von Ernst Adalbert von Harrach, Erzbischof von Prag. Am 27. Dezember 1610 legte er seine Profess in den Zisterzienserorden im Kloster Salem ab. Anschließend besuchte er die Universitäten in Dillingen 1622, Freiburg im Breisgau 1623 und Ingolstadt 1629, wo er zum Doktor beider Rechte promoviert wurde. In Salem war er Lehrer für kanonisches Recht und Philosophieprofessor. 1639 wurde ihm das Amt des Abtes von Zwettl angetragen, der dortige Konvent bestätigte ihn allerdings nicht. Am 14. März 1641 wurde er von drei böhmischen Äbten in Brünn zum Abt von Neuzelle gewählt, da der Konvent wegen des Dreißigjährigen Kriegs nicht zur Wahl zusammenkommen konnte. Bernardus erhielt die kaiserliche Bestätigung seiner Wahl am 12. November 1641.
Er war kurfürstlich-sächsischer Geheimrat. Am 17. Oktober 1653 wurde er zum Interimsadministrator des Domkapitels in Bautzen ernannt. Er starb am 26. Februar 1660. Nach seinem Tod wurden Pater Prior Hieronymus Steffen und zwei weltliche Herren vom Niederlausitzer Landvogt eingesetzt, um das Stift bis zur nächsten Abtswahl zu verwalten.
Bernardus trug folgende Titel: Bernardus Freiherr von Schrattenbach auf Heggenbach und Osterwitz, Herr auf Pragenwalde, aus göttlicher Vorsehung Abt und Herr zu Neuenzelle.
Werke
- Commentarius in universam physicam
- Aristotelis libros physicorum, 1628
Literatur
- Winfried Töpler: Album Neocellense oder Verzeichnis der Mönche von Neuzelle. Teil 2 Vom Dreißigjährigen Krieg bis zur Aufhebung des Klosters. In: Winfried Töpler (Hrsg.): Neuzeller Studien. Heft 3. Verlag Gunter Oettel, Görlitz - Zittau 2013, S. 6–8.
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
|---|---|---|
| Bartholomäus Pflugk | Abt des Klosters Neuzelle 1641–1660 | Alberich Burghoff |