Berliner Siedlung/Gartenfeld
Berliner Siedlung und Gartenfeldsiedlung Stadt Bad Homburg vor der Höhe
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| Koordinaten: | 50° 14′ N, 8° 35′ O |
| Höhe: | 192 m ü. NHN |
| Einwohner: | 8296[Ohne Beleg] |
| Postleitzahlen: | 61348, 61350 |
| Vorwahl: | 06172 |
Berliner Siedlung/Gartenfeld ist ein Stadtteil der Stadt Bad Homburg vor der Höhe im Hochtaunuskreis.
Geographie
Die beiden Stadtteile haben zusammen 8.296 Einwohner (Stand: September 2016) und werden von der Tannenwaldallee getrennt, die als gerade Blickachse vom Balkon des Schlosses kommend in die Elisabethenschneise übergeht und bis zum Sandplackenpass im Taunus führt. Zusammen mit Dornholzhausen bilden die Berliner Siedlung und Gartenfeld den Westteil der Stadt. Die Wohnbebauung, von Teilen der Goldgrubenstraße und der Feldbergstraße abgesehen, stammt aus den 1950er und -60er Jahren. Sie besteht im Wesentlichen aus Reihenhäusern, freistehenden Ein- oder Mehrfamilienhäusern, in den Randlagen im Westen auch aus Villen. Vor allem im nordwestlichen Teil der Gartenfeldsiedlung nahe der Bundesstraße sowie in den nahe dem Stadtzentrum gelegenen Teil der Berliner Siedlung befinden sich auch einige größere Wohnkomplexe und Hochhäuser.
Geschichte
Berliner Siedlung/Gartenfeld ist, neben der Innenstadt, der einzige Ortsbezirk Bad Homburgs, der nicht aus einer Eingemeindung hervorgegangen ist.
Bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts war das Gebiet von Gartenfeld- und Berliner Siedlung weitgehend unbebaut, es gab nur einige wenige Villen und weiträumige Gartenlandschaften.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts begann die Bebauung mit Wohnhäusern zunächst entlang der Straße nach Dornholzhausen, der heutigen Saalburgstraße, sowie entlang der heutigen Heuchelheimer Straße. Letztere hat ihren Namen von der Wüstung Heuchelheim, einer bereits im Mittelalter aufgegebenen Siedlung, die sich in gerader Fortsetzung des Straßenverlaufs auf dem Gebiet des heutigen Dornholzhausen befand.
In der Zeit zwischen und nach den Weltkriegen wurden weitere große Teile der ehemaligen landgräflichen Gärten straßenbaulich erschlossen und zur Bebauung mit Einfamilienhäusern freigegeben. Nach 1960 entstand der heutige Hauptteil der Gartenfeldsiedlung mit mehreren mittelgroßen Wohnkomplexen und einem kleinen Einkaufszentrum, die von einem ebenfalls in dieser Zeit erbauten Hochhaus deutlich überragt werden.
Freizeit
Zwar fehlen zentrale Plätze und Gemeinschaftseinrichtungen, wie sie in gewachsenen dörflichen Strukturen vorhanden sind, doch veranstaltet ein Nachbarschaftsverein mehrmals im Jahr dezentrale Stadtteilfeste. Im Umfeld des Gustavsgartens und der Gartenfeldstraße liegen mehrere Kleingartenanlagen von bis zu 4 Hektar Größe; in den Siedlungen existieren Kinderspielplätze, die Feldrandlage bietet Möglichkeiten zur Naherholung. An Sportstätten verfügt der Stadtteil über einige kleinere Bolzplätze. In unmittelbarer Nähe der Berliner Siedlung befindet sich der Sportplatz Sandelmühle.