Berliner Hockey-Verband
| Berliner Hockey-Verband | |
|---|---|
| Sportart | Feld- und Hallenhockey |
| Gegründet | 3. Januar 1950 |
| Gründungsort | Berlin |
| Präsident | Marie-Theres Gnauert |
| Vereine | 31[1] |
| Mitglieder | 9744[2] |
| Verbandssitz | Berlin-Westend |
| Website | berlin.hockey.de |
Der Berliner Hockey-Verband (BHV) ist einer der fünf mitgliederstärksten Hockey-Landesverbände im Deutschen Hockey-Bund. Er wurde in seiner jetzigen Form am 3. Januar 1950 gegründet. Sein Verbandsgebiet umfasst das Bundesland Berlin, zusätzlich sind die Brandenburger Hockeyvereine im Umland des Stadtstaates Mitglieder des BHV. Insgesamt spielen 9744 Mitglieder (Stand 1. Januar 2025)[3] in 31 Clubs[4].
Der BHV organisiert im Erwachsenenbereich im Feld- und Hallenhockey den gesamten Spielbetrieb unterhalb der Regionalligen (Ober- sowie die darunterliegenden Verbandsligen) und darüber hinaus im Feld für Damen und Herren zusätzlich jeweils eine 3/4-Feld-Liga, um mitgliedsschwächeren Vereinen einen zusätzlichen Spielbetrieb zu ermöglichen. Im Jugendbereich organisiert der Verband bis zu drei Wettbewerbe (Meisterschaft, Liga, Pokal) für die männlichen und weiblichen Jahrgänge U18, U16, U14 und U12 sowie den Spielbetrieb für U10-, U8- und U6-Mannschafen in engerer Zusammenarbeit mit den Berliner Hockeyvereinen.
Hockeysport und Verbandsarbeit in Berlin
Anfänge der Vereins- und Verbandsgründungen, erste Blütezeit
Ende des 19. Jahrhunderts gelangte der Hockeysport aus England nach Deutschland. Neben der internationalen Hafenstadt Hamburg fand Hockey vor allem auch in Berlin großen Anklang: Während der erste offizielle (Herren-)Hockeyverein, der 1. Hamburger Hockey Club, 1898 in Hamburg gegründet wurde, ging ein Jahr später im Berliner Damen-Hockey Club das erste Wettspiel der Damen auf Vereinsebene über die Bühne. Hier wurde Berlin gar zum Vorreiter, denn der Herrenbetrieb setzte erst ein Jahr später ein.
1902 wurde der Berliner Hockey-Verband als erster regionaler Hockeyverband in Deutschland gegründet.
Ende Dezember 1909 ins Leben gerufen konstituierte sich der Deutsche Hockey-Bund (DHB) am 26. März 1910 auf seinem 1. Bundestag in Hamburg offiziell mit dem Zweck, den Hockeysport zu fördern. Zum ersten DHB-Präsidenten wurde der Berliner Kurt Doerry gewählt, der ursprünglich aus dem Eishockeysport kam. Bis Mitte der 20er-Jahre regelte der DHB auch die Belange des Wintersports in Deutschland.[5] Noch bis 1937 kamen die DHB-Präsidenten durchgängig aus Berlin – nach Doerry von 1914 bis 1928 Georg Berger, bis 1937 Georg Evers.[6]
Der Hockeysport zwischen Machtergreifung, Selbstauflösung und Neuanfang
Gleichschaltung 1933
Unmittelbar nach der Machtübernahme 1933 begann die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei mit der Gleichschaltung von Organisationen, die dem Totalitätsanspruch widersprachen. Um einem Verbot zuvorzukommen, beschlossen der DHB und seine Regionalverbände, darunter auch der BHV, am 22. Oktober desselben Jahres ihre Selbstauflösung. Hockey wurde fortan dem Fachamt 9: Hockey, einem von insgesamt 15 Fachämtern im Sportbereich 3: Berlin-Brandenburg im Nationalsozialistischen Reichsbund für Leibesübungen zugeordnet.
Olympische Sommerspiele 1936 in Berlin
Im Mai 1931, also noch vor Machtergreifung der Nationalsozialisten, erhielt Berlin den Zuschlag für die Austragung der Spiele der XI. Olympiade 1936. Der Hockey-Wettbewerb – Hockey war seit 1908 olympisch – fand im eigens für die Spiele zwischen 1934 und 1936 erbauten Hockeystadion vor bis zu 18.000 Zuschauenden statt.
Erste organisierte Deutsche Meisterschaften mit Berliner Erfolgen
In der Saison 1936/1937 feierten Deutsche Meisterschaften der Herren Premiere. Erster Deutscher Meister wurde der Berliner SC. Drei Jahre später fand analog ein Damen-Wettbewerb statt. Auch in dieser Premierensaison siegt mit dem LTTC Rot-Weiß ein Berliner Verein.[7]
BHV-Mitgliederentwicklung in Zahlen
Sofern nicht anders angegeben, sind die Mitgliederzahlen dem Jahresbericht des Landessportbundes Berlin aus dem Vorjahr entnommen, der in der zweiten Jahreshälfte des Folgejahres veröffentlicht wird.[8]
| Jahr | Mitglieder |
|---|---|
| 2025 | 9744[9] |
| 2024 | 9456[10] |
| 2023 | 9400[11] |
| 2022 | 9259[12] |
| 2021 | 8522[13] |
| 2020 | 8412[14][15] |
| 2019 | 8099[16] |
Berliner Erfolge, individuell und auf Vereinsebene
Olympiasiegerinnen und -sieger aus Berlin
Deutsche Hockey-Nationalmannschafen gewannen bisher (Stand 2027) fünfmal Olympisches Gold (1972, 1992, 2008 und 2012 die Herren, 2004 die Damen). Folgende Spielerinnen und Spieler spielten zum Zeitpunkt des Olympiasieges für Mitgliedsvereine des BHV:
- Andreas Keller (Berliner HC) – Gold 1992 in Barcelona
- Badri Latif (Berliner HC) – Gold 2004 in Athen
- Carsten Keller (Berliner HC) – Gold 1972 in München (auch Spielführer und Fahnenträger der bundesdeutschen Mannschaft bei der Schlussfeier)
- Florian Keller (Zehlendorfer Wespen) – Gold 2008 in Peking
- Louisa Walter (Berliner HC) – Gold 2004 in Athen
- Martin Häner (Berliner HC) – Gold 2012 in London
- Natascha Keller (Berliner HC) – Gold 2004 in Athen
- Sonja Lehmann (TuS Lichterfeld) – Gold 2004 in Athen
Berliner Feldhockey-Weltmeisterinnen und -meister
Dreimal wurden deutsche Hockeyherren bisher Interkontinental-Titelträger, nach 2002 und 2006 vor heimischem Publikum zuletzt 2023 in Indien. Die beiden Erfolge der Damen liegen schon etwas weiter zurück (1976 in Berlin und 1981). Jedes Mal waren auch Berliner Spielerinnen und Spieler dabei:
- Birgit Welzel (SC Brandenburg) – Weltmeisterin 1976 in Berlin
- Christina Moser (SC Brandenburg) – Weltmeisterin 1976 in Buenos Aires
- Heidemarie Klimpel-Raabe (SC Brandenburg) – Weltmeisterin 1976 in Berlin
- Martin Zwicker (Berliner HC) – Weltmeister 2023 in Bhubaneswar
- Steffi Drescher (SC Charlottenburg) – Weltmeisterin 1976 in Berlin
- Tibor Weißenborn (BHC) – Weltmeister 2002 in Kuala Lumpur
- Ulrich Bubolz (BHC) – Weltmeister 2006 in Mönchengladbach
Europapokalsiege und Deutsche Meisterschaften von Vereinen aus dem heutigen Gebiet des BHV
Europapokalsiege
Seit 1969 finden im europäischen Hockeyverband EHF Kontinentalwettkämpfe auf Clubebene statt. Lediglich bei den Damen konnten mit dem Berliner HC und dem SC Brandenburg BHV-Teams Europapokalsiege feiern:
Siegeslisten Damen
| Titel | Verein | Club Champions Club (Feld) | Cup Winners Cup (Feld) | Club Champions Cup (Halle) |
|---|---|---|---|---|
| 5 | Berliner HC | 1997 | 2008 | 1993, 2012, 2014 |
| 1 | SC Brandenburg | — | — | 1990 |
Deutsche Meister
Seit 1937 werden bei den Herren Deutsche Hockey-Meister ermittelt, bei den Damen seit 1940. Die im Folgenden aufgeführten Deutschen Meisterinnen und Meister stammen aus dem aktuellen Gebiet des BHV.
Zwischen 1995 und 2001 trug der DHB neben der Deutschen Hockey-Meister auch Deutsche Hockeypokal-Finals aus (14 Mal). Aus Berlin konnten sich nur die BHC-Damen in die Siegerliste eintragen, halten mit vier Titeln in Folge hier allerdings den Rekord.
Auch in der DDR fand ein Hockey-Ligabetrieb statt. Allerdings gingen dort zwischen 1949 und 1990 insgesamt nur drei Titel in der Halle 1954, 1956 und 1970 an Berliner Vereine. An entsprechenden Stellen werden, sofern vorhanden, der Nachfolgeverein und ein entsprechender Hinweis DHSV genannt. Die Sportförderung der DDR sah für den Hockeysport andere Förderzentren als Berlin vor und reduzierte dessen Förderung ab 1969 deutlich.[17]
Siegesliste Herren
| Titel | Verein | Deutscher Meister Feld | Deutscher Meister Halle |
|---|---|---|---|
| 12 | Berliner HC | 1941, 1942, 1961, 1962, 1963, 1965, 2012 | 1962, 1963, 1965, 1970, 1975 |
| 2 | Berliner SC | 1937, 1938 | |
| 2 | SV Blau-Gelb (als BSG Lokomotive Pankow) | 1954, 1956 (beide DHSV) | |
| 2 | SC Brandenburg | 1956, 1959 | |
| 1 | BSV 92 | 1940 |
Siegesliste Damen
| Titel | Verein | Deutscher Meister Feld | Deutscher Meister Halle | Deutscher Hockeypokal |
|---|---|---|---|---|
| 19 | Berliner HC | 1994, 1996, 1999, 2000, 2005, 2006, 2008, 2010, 2013 | 1992, 1995, 1996, 2000, 2011, 2013 | 1995, 1996, 1997, 1998 |
| 6 | SC Brandenburg | 1961 | 1976, 1978, 1986, 1988, 1989 | |
| 1 | LTTC Rot-Weiß | 1940 | ||
| 1 | SG Narva (als BSG Narva Berlin) | 1970 (DHSV) | ||
| 1 | TSV Zehlendorf 88 | 1972 |
Quelle: Archiv und Chronik des Rüsselsheimer Ruder-Klubs 08[18]
Erfolge Berliner Jugendmannschaften
Im Hockeysport sind Meisterschaften der Jahrgänge U14, U16 sowie U18 weiterführend. Seit 1970 (U18 weiblich/männlich, inoffiziell seit 1969) richtet der DHB hier überregionale Deutschen Meisterschaften aus.
Deutsche Jugendmeistertitel männlich (Stand 2024/2025)
| Titel | Verein | Deutscher Meister U14 Feld / Halle | Deutscher Meister U16 Feld / Halle | Deutscher Meister U18 Feld / Halle |
|---|---|---|---|---|
| 27 | Berliner HC | 1994, 2010, 2025 / 1971, 1995, 1996, 2014 | 1992, 1996, 2009, 2015 / 1972, 1997, 2003, 2005, 2010 | 1974, 1975, 1998, 1999 / 1975, 1995, 1997, 1999, 2002, 2007, 2012 |
| 6 | SC Charlottenburg | — / 2006, 2010 | — / 2008 | — / 2010, 2011, 2014 |
| 3 | Neukölner SF | — / 1970, 1971, 1972 | ||
| 3 | TC 1899 Blau-Weiss | 2016 / 2016, 2017 | ||
| 3 | Zehlendorfer Wespen | — / 2020 | — / 2024* | 2025 / — |
| 2 | Berliner SC | 2002 / — | — / 2020 | |
| 1 | TuS Lichterfelde | — / 1984 | ||
| 1 | BSV 92 Berlin | 1995 / — |
* Zusammen mit dem HTHC, dem die Wespen im Finale zunächst unterlegen waren. Aufgrund einer Fehlentscheidung der Schiedsrichter wurden beide Mannschaften zu Meistern erklärt.
Deutsche Jugendmeistertitel weiblich (Stand 2024/2025)
| Titel | Verein | Deutscher Meister U14 Feld / Halle | Deutscher Meister U16 Feld / Halle | Deutscher Meister U18 Feld / Halle |
|---|---|---|---|---|
| 27 | Berliner HC | 1991, 1998, 1999, 2005, 2017 / 1991, 1992, 1999, 2006, 2018, 2023, 2024 | 2000, 2006 / 2002, 2008 | 1992, 1993, 2001, 2002, 2012 / 1993, 2002, 2003, 2010, 2013, 2022 |
| 7 | TuS Lichterfelde | 1994 / 1994, 1995, 2017 | 1996, 2003 / 1997 | |
| 4 | Zehlendorfer Wespen | — / 2007 | — / 2022 | 2010 / 1991 |
| 1 | SC Brandenburg | 1974 / — | ||
| 1 | Berliner SC | — / 1975 | ||
| 1 | BSV 92 Berlin | 1996 / — | ||
| 1 | TSV Zehlendorf 88 | — / 2000 | ||
| 1 | SC Charlottenburg | — / 2010 |
Herbstpokal der Bundesstützpunkte (Feld)
Zwischen 2022 und 2024 wurde der Herbstpokal, der die Länderpokal-Endrunden ersetzen sollte, zunächst in einem Format ausgetragen, in dem die U16-Auswahlteams der fünf Bundesstützpunkte Hockey, darunter Berlin, sowie ein Team 6 als Auswahl der Landesverbände, die keinem Bundesstützpunkt angeschlossen sind, aufeinandertrafen.
Dabei konnte die männliche U16 des Bundesstützpunkts Berlin die Premiere 2022 nach einem 5:1-Finalsieg gegen den BSP Baden-Württemberg für sich entscheiden, die weibliche U16 siegte ein Jahr später in Wohltorf bei Hamburg im Finale gegen den BSP Westdeutschland 1:0.
2024 wurde der Herbstpokal refomriert und findet seitdem auswahlübergreifend mit je vier Auswahlteams statt.
Jugend-Länderpokal
Die Hockey-Landesverbände entsenden alljährlich in Halle und Feld Auswahlteams zu den Länderpokalen.[19]
Franz-Schmitz-Pokal (männliche U16, Feld)
Der Düsseldorfer HC stiftete den Franz-Schmitz-Pokal 1949 in Gedenken an den ehemaligen Nationalspieler Franz Schmitz (aktiv 1929–1937) anfangs für Vereinsmannschaften. Bereits 1950 wurde der Pokal zu einem Wettbewerb für Verbandsauswahlmannschaften, 1952 erstmals mit Endspiel. Die Altersgrenze der einsatzberechtigten Jugendlichen wurden im Laufe der Jahre mehrfach geändert, zur Zeit beträgt sie 16 Jahre (männliche U16).
- Berliner Erfolge (8): 1952, 1960, 1971, 2004, 2007, 2009, 2012, 2014
Hessenschild (weibliche U16, Feld)
Nachdem sich der Franz-Schmitz-Pokal bewährt hatte, fasste der Jugendausschuss des DHB den Beschluss, 1955 ein Pendant für den weiblichen Bereich einzurichten, zunächst noch in der Altersklasse bis 18 Jahre. Diesmal stiftete der Hessische Hockey-Verband den Schild. Heute ist die Altersgrenze wie im männlichen Wettbewerb 16 Jahre.
- Berliner Erfolge (10): 1961, 1962, 1965, 1967, 1968, 1972, 1977, 1994, 2019, 2024
Rhein-Pfalz-Pokal (männlich) und Berlin-Pokal (weiblich)
1982 stifteten der Hockey-Verband Rheinland-Pfalz/Saar für die männliche Jugend eine Trophäe für den Landesverbands-Auswahlwettbewerb, der seit 1970 in der Halle ausgetragen wurde. Der Berliner Hockey-Verband ermöglichte gleiches für den weiblichen Bereich, der somit 1982 erstmals ausgeführt werden konnte. In beiden Wettbewerben sind die U15-Jahrgänge und jünger startberechtigt:
- Berliner Triumphe beim Rhein-Pfalz-Pokal (männlich; 7): 1971, 1995, 1996, 1999, 2007, 2013, 2022
- Berliner Triumphe beim Berlin-Pokal (weiblich; 7): 1991, 1998, 2006, 2007, 2010, 2022, 2023
Jugendmeisterschaften in der DDR
Unter dem Dach des DHSV fanden bis 1990 Jugendmeisterschaften der Altersklasse 18 (ab 1950 auf dem Feld, im männlichen Bereich inoffiziell schon 1949, in der Halle ab 1951) sowie Kindermeisterschaften (AK 14; im Feld ab 1952, in der Halle ab 1968) statt.
Erfolge Berliner Mannschaften waren hier eher selten: 1952 wurde der SC Weißensee DDR-Hallenmeister in der AK 18 männlich (die Hockeyabteilung verschwand bald darauf aus dem Hockeygeschehen und wurde später von der BSG Tiefbau Berlin abgelöst, die sich nach der Wende in SV Blau-Gelb Berlin umbenannte). 1963 holte die weibliche AK18-Jugend der BSG Motor Berliner Glühlampenwerk ebenfalls den DDR-Hallentitel.
1980 siegte die weibliche AK12-Mannschaft der BSG Pionierpalast Berlin in ihrem Gründungsjahr beim 17. Pionierpokal im Hallenhockey.
Vereinsauszeichnungen Berliner Hockeyvereine und -clubs
European Hockey Club of the Year
Hockeyspezifische Auszeichnung des europäischen Hockeyverbands EHF für Vereine zur Würdigung deren Arbeit für den Hockeysport.
Das Grüne Band
Sportarten übergreifender Preis von DOSB und der Commerzbank für vorbildliche Talentförderung im Verein.
- 2016 Berliner HC
- 2009 SC Charlottenburg
- 2004 Berliner HC
- 1995 Berliner HC
- 1989 Berliner SC
Berliner Amateursport-Preis
Deutsche Olympische Gesellschaft (Landesverband Berlin) und Landessportbund Berlin küren seit 2014 das erfolgreichsten Amateursport-Teams Berlins. Kriterien sind u. a. die sportlichen Leistungen des Teams im vorausgehenden Jahr und in der Vergangenheit, die Positionierung im internationalen und deutschlandweiten Vergleich sowie besondere Eigenschaften wie Teamgeist, Fair Play, soziale Kompetenz oder Engagement in Inklusion und Integration.[21]
- 2023 TSV Zehlendorf 88 (Hockeyherren, 1. Platz)
- 2017 TuS Lichterfelde (Hockeyherren, 3. Platz)
- 2015 Berliner HC (Hockeydamen, 2. Platz)
- 2014 Berliner HC (Hockeydamen, 3. Platz)
Individuelle Auszeichnungen Berliner Aktiver
Spieler und Spielerin des Jahres
Zwischen 1996 und 2010 vergab der DHB die Auszeichnung der besten Spielerin und des besten Spielers. Von 30 Ausgezeichneten erhielten fünfmal BHV-Spielerinnen und -Spieler diese Auszeichnung:
- 1996 Katrin Krauschke (Berliner HC)
- 1997 Natascha Keller (BHC)
- 2002 Janina Trotzke (BHC)
- 2004 Louisa Walter (BHC)
- 2009 Martin Häner (BHC)
Weitere Auszeichnungen
- 1963: Der Verband Deutscher Sportjournalisten Berlin-Brandenburg (VDS) zeichnet den Berliner HC mit dem Goldenen Band der Sportpresse aus. Die älteste Sportauszeichnung Deutschlands ehrt seit 1927 Persönlichkeiten des deutschen Sports.
- 1987: Christina Moser (SC Brandenburg), dreifache Deutsche Hallen-Meisterin, Hallen-Europapokalsiegerin, -Europameisterin und Feld-Weltmeisterin erhält das Goldene Band der Sportpresse des VDS.
- 1999: Der Hockey-Weltverband FIH kürt Natascha Keller (Berliner HC) zur Welthockeyspielerin des Jahres.
- 2001: Tibor Weißenborn (BHC) wird erster FIH-Junioren-Spieler des Jahres (FIH Rising Star of the Year).
- 2010: Natascha Keller (BHC) macht am 7. August ihr 362. Länderspiel und wird alleinige Rekord-Nationalspielerin.[22] Bis zum Karriereende 2012 bestreitet Keller insgesamt 425 Länderspiele.[23]
- 2011: Natascha Keller (BHC) wird Trägerin des Goldenen Bandes der Sportpresse.
- 2012: Bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Sommerspiele in London ist Natascha Keller (Berliner HC) als erste Hockeyspielerin überhaupt bei einer Eröffnungsfeier Fahnenträgerin der deutschen Delegation.
- 2013: Natascha Keller ist eines von drei Erstmitgliedern, die in die neu gegründete Hall of Fame des Europäischen Hockeyverbandes EHF aufgenommen werden.[24]
- 2018: Michelle Meister von der Köpenicker Hockey-Union wird Weltschiedsrichtern.[25]
- 2023: Die Berliner Spielerinnen Charlotte Stapenhorst (Zehlendorfer Wespen) und Linnea Weidemann (BHC) erhalten als Mitglieder der Danas für deren Umweltprojekt Danas-Hockeywald das Goldene Band der Sportpresse.
- 2025: Martin Zwicker (Berliner HC) absolviert am 25. Juni im Hockey-Pro-League-Spiel gegen Spanien vor heimischer Kulisse sein 336. Länderspiel und überholt damit Matthias Witthaus als Feldländerspiel-Rekordhalter.[26]
Liga-Spielbetrieb in der Gegenwart
Für den Liga- und Meisterschaftsbetrieb im Erwachsenenbereich, der Berliner Hockeyvereine betrifft, zeichnen sich im deutschen Hockeysport mindestens drei Verbände verantwortlich: lokal der BHV, regional der Ostdeutsche Hockeyverband (OHV) und überregional/landesweit die Hockeyliga[27].
Der BHV organisiert die je zwei Ober- und bis zu vier darunterliegenden Verbandsligen (Stand Saison 2025/2026), der OHV die Regionalligen Ost und seit 2021 die Hockeyliga die ersten und zweiten Bundesligen.
Der Spielverkehr der Bundesligen findet dabei auf Grundlage des Kooperationsvertrages mit dem DHB[28] statt: Hockeyvereine, die in einer der beiden ersten Bundesligen spielen, müssen sowohl Mitglied im DHB als auch im Hockeyliga e. V. sein.
Weiterführender Spielverkehr Feld
Regionaliga Ost
Den Spielbetrieb der Regionalligen (Ost) organisiert der OHV, dessen Mitglied der BHV ebenso ist. Hier spielen die Vereine des BHV mit denen der Hockey-Landesverbände der ostdeutschen Bundesländer Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zusammen.
2. Bundesliga Süd
In der 2. Bundesliga Süd treffen BHV-Hockeyvereine potentiell zudem auf Hockeyvereine aus dem Süddeutschen Hockey-Verband (SHV), in dem sich die Hockeyverbände Bayern, Baden-Würtemberg, Rheinland-Pfalz/Saar und Hessen zusammengeschlossen haben.
1. Bundesliga
In der seit 2003 eingleisigen Feld-Bundesliga treffen alle Mannschaften aus dem kompletten DHB-Zuständigkeitsgebiets zusammen.
Weiterführender Spielverkehr Halle
Wie auch im Feld organisieren im Hallen-Ligabetrieb der BHV die Ober- und Verbandsligen und der OHV die Regionalliga ost. Diese Einteilung setzt sich bis in die reguläre Saison der 1. Bundesliga Ost hoch, da diese bei Damen und Herren in vier Gruppen Nord, Ost, Süd und West regionalisiert ist.
Die Hockeyliga hat in ihrer Spielordnung beschlossen, dass sich nach Saisonabschluss die jeweils beiden Gruppenersten für das Viertelfinale (Playoff/Entscheidungsspiele) qualifizieren. Die jeweiligen Gegner wechseln dabei im Dreijahresrhythmus[29]:
Viertelfinalgegner der Gruppe Ost
Nach jeweils drei Jahren wiederholen sich die gleichen Spielpaarungen.
- Saison 2025/2026: Süd
- Saison 2026/2027: Nord
- Saison 2027/2028: West
Liga-Einteilung BHV (Stand Saison 2025/2026)
| Spielklassen Feld | Spielklassen Halle |
|---|---|
| 1. Bundesliga | 1. Bundesliga Ost |
| 2. Bundesliga Süd | 2. Bundesliga Ost |
| Regionalliga Ost | Regionalliga Ost |
| Regionalliga 2* | |
| Oberliga | Oberliga |
| 1. Verbandsliga | 1. Verbandsliga |
| 2. Verbandsliga | 2. Verbandsliga |
| 3. Verbandsliga (nur Herren) | 3. Verbandsliga |
| 4. Verbandsliga (nur Herren) |
* 2023 führte der OHV bei Damen und Herren in der Halle die Regionalliga 2 ein für zweite Mannschaften von OHV-Vereinen, deren erste Mannschaften in einer Hallen-Bundesliga spielen. Dies soll zu geringerem Leistungsgefälle und homogenerer Leistungsdichte vor allem in den Oberligen und für Mannschaften von Bundesliga-Teams führen. Aus dieser Regionalliga 2 steigt kein Team auf. Der Abstieg erfolgt in die Oberliga des entsprechenden Landesverbandes. Steigt die erste Mannschaft eines Vereins in die Regionalliga ab, verliert die zweite Mannschaft desselben Vereins die Spielberechtigung für die Regionalliga 2 und steigt, wenn sie in der Regionalliga 2 spielt, ab (Zwangsabstieg).
Regional- und Bundesligavereine aus dem BHV
Feldsaison 2025/2026
| Herren | Damen | |
|---|---|---|
| 1. Bundesliga | Nach dem sportlichen Abstieg des BHC 2024/2025 aktuell kein Team. | Berliner HC |
| 2. Bundesliga Süd | Berliner HC, Zehlendorfer Wespen, TC Blau-Weiss | TuS Lichterfelde, Zehlendorfer Wespen, SG Rotation Prenzlauer Berg |
| Regionalliga Ost | TuS Lichterfelde, Mariendorfer HC, TSV Zehlendorf 88, Berliner SC, SC Charlottenburg | Berliner HC (2. Mannschaft)*, TC Blau-Weiss, Berliner SC, SC Charlottenburg, Mariendorfer HC, Potsdamer SU |
* Die OHV-Spielordnung erlaubt zweite Mannschaften in der Regionalliga Ost Feld, wenn zwischen der ersten und der zweiten Mannschaft des jeweiligen Vereins mindestens eine Spielklasse liegt. Die zweite Mannschaft darf nicht weiter aufsteigen.[30]
Hallensaison 2025/2026
| Herren | Damen | |
|---|---|---|
| 1. Bundesliga Ost | Zehlendorfer Wespen, Berliner HC, TC Blau-Weiss, TuS Lichterfelde, HC Roseneck | Zehlendorfer Wespen, Berliner HC, TC Blau-Weiss, TuS Lichterfelde, Berliner SC |
| 2. Bundesliga Ost | TSV Zehlendorf 88, SG Rotation Prenzlauer Berg, Mariendorfer HC, Berliner Sport-Club, Real von Chamisso | Potsdamer Sport-Union, SG Rotation Prenzlauer Berg, Mariendorfer HC |
| Regionalliga Ost | SC Charlottenburg, Spandauer HTC | Steglitzer TK, HC Berlin Brandenburg, TSV Zehlendorf 88, HC Argo 04 |
Weblinks
- Offizielle Website des Berliner Hockey-Verbands
- Artikelsammlung Hockey-Zeitreise von Hockey-Historiker Dr. Frank Haustein mit Schwerpunkt auf der Hockey-Entwicklung auf dem Gebiet der ehemaligen SBZ und DDR
Einzelnachweise
- ↑ BHV-Adressbuch. Berliner Hockey-Verband e. V., abgerufen am 27. Dezember 2025.
- ↑ Jahresbericht 2024 (Stand 1.1.2025). (PDF) Landessportbund Berlin e. V., abgerufen am 27. Dezember 2025.
- ↑ Jahresbericht 2024 (Stand 1.1.2025). (PDF) Landessportbund Berlin e. V., abgerufen am 27. Dezember 2025.
- ↑ BHV-Adressbuch (Stand 1.1.2025). Abgerufen am 26. Dezember 2025.
- ↑ Die DHB-Historie im Überblick. Abgerufen am 6. Januar 2026.
- ↑ Die DHB-Präsidenten. Abgerufen am 3. Januar 2026.
- ↑ Die DHB-Historie im Überblick: 100 Jahre Verbandsgeschichte. Abgerufen am 26. Dezember 2025.
- ↑ LSB Organisationen & Gremien: Jahresberichte. Abgerufen am 8. Januar 2026.
- ↑ Jahresbericht 2023. (PDF) Landessportbund Berlin, 10. Oktober 2023, S. 54, abgerufen am 8. Januar 2026.
- ↑ Jahresbericht 2023. (PDF) Landessportbund Berlin, 10. Oktober 2023, S. 54, abgerufen am 8. Januar 2026.
- ↑ Jahresbericht 2022. (PDF) Landessportbund Berlin, 10. Oktober 2023, S. 45, abgerufen am 8. Januar 2026.
- ↑ Jahresbericht 2021. (PDF) Landessportbund Berlin, 18. Oktober 2022, S. 36, abgerufen am 8. Januar 2026.
- ↑ Jahresbericht 2020. (PDF) Landessportbund Berlin, 18. Oktober 2021, S. 34, abgerufen am 8. Januar 2026.
- ↑ Jahresbericht 2019. (PDF) Landessportbund Berlin, 27. November 2020, S. 32, abgerufen am 8. Januar 2026.
- ↑ Bericht: Landessportbund Berlin e. V. Berlin: Prüfung der Jahresrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021. (PDF) Landessportbund Berlin, 17. Oktober 2022, S. 58, abgerufen am 8. Januar 2026.
- ↑ Jahresbericht 2018. (PDF) Landessportbund Berlin, 19. November 2019, S. 18, abgerufen am 8. Januar 2026.
- ↑ DTSB -Leistungssportbeschluss von 1969. Abgerufen am 6. Januar 2026.
- ↑ Deutscher Hockeypokal für Damen und Herren (von 1995 bis 2001). Abgerufen am 3. Januar 2026.
- ↑ Länderpokale. Abgerufen am 7. Januar 2026.
- ↑ Wir sind EHF Club of the Year 2016. Abgerufen am 6. Januar 2026.
- ↑ Berliner Amateursport-Preis. Abgerufen am 8. Januar 2026.
- ↑ Natascha Keller ist Hockey-Rekordnationalspielerin. Abgerufen am 27. Dezember 2025.
- ↑ Hockey-Statistik: Liste Nationalspieler: Damen. Abgerufen am 27. Dezember 2025.
- ↑ Natascha Keller während der EM in die EHF Hall of Fame aufgenommen. Abgerufen am 27. Dezember 2025.
- ↑ Umpires of the Year 2018: Michelle Meister & Marcin Grochal. 21. Februar 2019, abgerufen am 27. Dezember 2025 (englisch).
- ↑ Berliner Martin Zwicker ist neuer Hockey-Rekordnationalspieler. Abgerufen am 27. Dezember 2025.
- ↑ Thema Bundesligaausgliederung: Zwei-Drittel-Mehrheit knapp verfehlt. Prozess soll weitergehen. Hockeyliga e.V. gegründet. Abgerufen am 27. Dezember 2025.
- ↑ Hockeyliga-Kooperation erhält große Zustimmung. Abgerufen am 7. Januar 2026.
- ↑ Die Spielordnung des Hockeyliga e. V. (PDF) Hockeyliga e. V., Juli 2024, S. 40, abgerufen am 7. Januar 2026.
- ↑ Zusatzspielordnung (ZSpO) des Ostdeutschen Hockey-Verbandes (OHV). (PDF) Abschnitt 4, 1.3. Ostdeutscher Hockey-Verband, 26. April 2025, S. 2, abgerufen am 7. Januar 2026.