Berliner Hockey-Verband

Berliner Hockey-Verband
Sportart Feld- und Hallenhockey
Gegründet 3. Januar 1950
Gründungsort Berlin
Präsident Marie-Theres Gnauert
Vereine 31[1]
Mitglieder 9744[2]
Verbandssitz Berlin-Westend
Website berlin.hockey.de

Der Berliner Hockey-Verband (BHV) ist einer der fünf mitgliederstärksten Hockey-Landesverbände im Deutschen Hockey-Bund. Er wurde in seiner jetzigen Form am 3. Januar 1950 gegründet. Sein Verbandsgebiet umfasst das Bundesland Berlin, zusätzlich sind die Brandenburger Hockeyvereine im Umland des Stadtstaates Mitglieder des BHV. Insgesamt spielen 9744 Mitglieder (Stand 1. Januar 2025)[3] in 31 Clubs[4].

Der BHV organisiert im Erwachsenenbereich im Feld- und Hallenhockey den gesamten Spielbetrieb unterhalb der Regionalligen (Ober- sowie die darunterliegenden Verbandsligen) und darüber hinaus im Feld für Damen und Herren zusätzlich jeweils eine 3/4-Feld-Liga, um mitgliedsschwächeren Vereinen einen zusätzlichen Spielbetrieb zu ermöglichen. Im Jugendbereich organisiert der Verband bis zu drei Wettbewerbe (Meisterschaft, Liga, Pokal) für die männlichen und weiblichen Jahrgänge U18, U16, U14 und U12 sowie den Spielbetrieb für U10-, U8- und U6-Mannschafen in engerer Zusammenarbeit mit den Berliner Hockeyvereinen.

Hockeysport und Verbandsarbeit in Berlin

Anfänge der Vereins- und Verbandsgründungen, erste Blütezeit

Ende des 19. Jahrhunderts gelangte der Hockeysport aus England nach Deutschland. Neben der internationalen Hafenstadt Hamburg fand Hockey vor allem auch in Berlin großen Anklang: Während der erste offizielle (Herren-)Hockeyverein, der 1. Hamburger Hockey Club, 1898 in Hamburg gegründet wurde, ging ein Jahr später im Berliner Damen-Hockey Club das erste Wettspiel der Damen auf Vereinsebene über die Bühne. Hier wurde Berlin gar zum Vorreiter, denn der Herrenbetrieb setzte erst ein Jahr später ein.

1902 wurde der Berliner Hockey-Verband als erster regionaler Hockeyverband in Deutschland gegründet.

Ende Dezember 1909 ins Leben gerufen konstituierte sich der Deutsche Hockey-Bund (DHB) am 26. März 1910 auf seinem 1. Bundestag in Hamburg offiziell mit dem Zweck, den Hockeysport zu fördern. Zum ersten DHB-Präsidenten wurde der Berliner Kurt Doerry gewählt, der ursprünglich aus dem Eishockeysport kam. Bis Mitte der 20er-Jahre regelte der DHB auch die Belange des Wintersports in Deutschland.[5] Noch bis 1937 kamen die DHB-Präsidenten durchgängig aus Berlin – nach Doerry von 1914 bis 1928 Georg Berger, bis 1937 Georg Evers.[6]

Der Hockeysport zwischen Machtergreifung, Selbstauflösung und Neuanfang

Gleichschaltung 1933

Unmittelbar nach der Machtübernahme 1933 begann die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei mit der Gleichschaltung von Organisationen, die dem Totalitätsanspruch widersprachen. Um einem Verbot zuvorzukommen, beschlossen der DHB und seine Regionalverbände, darunter auch der BHV, am 22. Oktober desselben Jahres ihre Selbstauflösung. Hockey wurde fortan dem Fachamt 9: Hockey, einem von insgesamt 15 Fachämtern im Sportbereich 3: Berlin-Brandenburg im Nationalsozialistischen Reichsbund für Leibesübungen zugeordnet.

Olympische Sommerspiele 1936 in Berlin

Im Mai 1931, also noch vor Machtergreifung der Nationalsozialisten, erhielt Berlin den Zuschlag für die Austragung der Spiele der XI. Olympiade 1936. Der Hockey-Wettbewerb – Hockey war seit 1908 olympisch – fand im eigens für die Spiele zwischen 1934 und 1936 erbauten Hockeystadion vor bis zu 18.000 Zuschauenden statt.

Erste organisierte Deutsche Meisterschaften mit Berliner Erfolgen

In der Saison 1936/1937 feierten Deutsche Meisterschaften der Herren Premiere. Erster Deutscher Meister wurde der Berliner SC. Drei Jahre später fand analog ein Damen-Wettbewerb statt. Auch in dieser Premierensaison siegt mit dem LTTC Rot-Weiß ein Berliner Verein.[7]

BHV-Mitgliederentwicklung in Zahlen

Sofern nicht anders angegeben, sind die Mitgliederzahlen dem Jahresbericht des Landessportbundes Berlin aus dem Vorjahr entnommen, der in der zweiten Jahreshälfte des Folgejahres veröffentlicht wird.[8]

Jahr Mitglieder
02025 09744[9]
02024 09456[10]
02023 09400[11]
02022 09259[12]
02021 08522[13]
02020 08412[14][15]
02019 08099[16]

Berliner Erfolge, individuell und auf Vereinsebene

Olympiasiegerinnen und -sieger aus Berlin

Deutsche Hockey-Nationalmannschafen gewannen bisher (Stand 2027) fünfmal Olympisches Gold (1972, 1992, 2008 und 2012 die Herren, 2004 die Damen). Folgende Spielerinnen und Spieler spielten zum Zeitpunkt des Olympiasieges für Mitgliedsvereine des BHV:

Berliner Feldhockey-Weltmeisterinnen und -meister

Dreimal wurden deutsche Hockeyherren bisher Interkontinental-Titelträger, nach 2002 und 2006 vor heimischem Publikum zuletzt 2023 in Indien. Die beiden Erfolge der Damen liegen schon etwas weiter zurück (1976 in Berlin und 1981). Jedes Mal waren auch Berliner Spielerinnen und Spieler dabei:

Europapokalsiege und Deutsche Meisterschaften von Vereinen aus dem heutigen Gebiet des BHV

Europapokalsiege

Seit 1969 finden im europäischen Hockeyverband EHF Kontinentalwettkämpfe auf Clubebene statt. Lediglich bei den Damen konnten mit dem Berliner HC und dem SC Brandenburg BHV-Teams Europapokalsiege feiern:

Siegeslisten Damen

Titel Verein Club Champions Club (Feld) Cup Winners Cup (Feld) Club Champions Cup (Halle)
05 Berliner HC 1997 2008 1993, 2012, 2014
01 SC Brandenburg 1990

Deutsche Meister

Seit 1937 werden bei den Herren Deutsche Hockey-Meister ermittelt, bei den Damen seit 1940. Die im Folgenden aufgeführten Deutschen Meisterinnen und Meister stammen aus dem aktuellen Gebiet des BHV.

Zwischen 1995 und 2001 trug der DHB neben der Deutschen Hockey-Meister auch Deutsche Hockeypokal-Finals aus (14 Mal). Aus Berlin konnten sich nur die BHC-Damen in die Siegerliste eintragen, halten mit vier Titeln in Folge hier allerdings den Rekord.

Auch in der DDR fand ein Hockey-Ligabetrieb statt. Allerdings gingen dort zwischen 1949 und 1990 insgesamt nur drei Titel in der Halle 1954, 1956 und 1970 an Berliner Vereine. An entsprechenden Stellen werden, sofern vorhanden, der Nachfolgeverein und ein entsprechender Hinweis DHSV genannt. Die Sportförderung der DDR sah für den Hockeysport andere Förderzentren als Berlin vor und reduzierte dessen Förderung ab 1969 deutlich.[17]

Siegesliste Herren

Titel Verein Deutscher Meister Feld Deutscher Meister Halle
012 Berliner HC 1941, 1942, 1961, 1962, 1963, 1965, 2012 1962, 1963, 1965, 1970, 1975
02 Berliner SC 1937, 1938
02 SV Blau-Gelb (als BSG Lokomotive Pankow) 1954, 1956 (beide DHSV)
02 SC Brandenburg 1956, 1959
01 BSV 92 1940

Siegesliste Damen

Titel Verein Deutscher Meister Feld Deutscher Meister Halle Deutscher Hockeypokal
019 Berliner HC 1994, 1996, 1999, 2000, 2005, 2006, 2008, 2010, 2013 1992, 1995, 1996, 2000, 2011, 2013 1995, 1996, 1997, 1998
06 SC Brandenburg 1961 1976, 1978, 1986, 1988, 1989
01 LTTC Rot-Weiß 1940
01 SG Narva (als BSG Narva Berlin) 1970 (DHSV)
01 TSV Zehlendorf 88 1972

Quelle: Archiv und Chronik des Rüsselsheimer Ruder-Klubs 08[18]

Erfolge Berliner Jugendmannschaften

Im Hockeysport sind Meisterschaften der Jahrgänge U14, U16 sowie U18 weiterführend. Seit 1970 (U18 weiblich/männlich, inoffiziell seit 1969) richtet der DHB hier überregionale Deutschen Meisterschaften aus.

Deutsche Jugendmeistertitel männlich (Stand 2024/2025)

Titel Verein Deutscher Meister U14 Feld / Halle Deutscher Meister U16 Feld / Halle Deutscher Meister U18 Feld / Halle
027 Berliner HC 1994, 2010, 2025 / 1971, 1995, 1996, 2014 1992, 1996, 2009, 2015 / 1972, 1997, 2003, 2005, 2010 1974, 1975, 1998, 1999 / 1975, 1995, 1997, 1999, 2002, 2007, 2012
06 SC Charlottenburg — / 2006, 2010 — / 2008 — / 2010, 2011, 2014
03 Neukölner SF — / 1970, 1971, 1972
03 TC 1899 Blau-Weiss 2016 / 2016, 2017
03 Zehlendorfer Wespen — / 2020 — / 2024* 2025 / —
02 Berliner SC 2002 / — — / 2020
01 TuS Lichterfelde — / 1984
01 BSV 92 Berlin 1995 / —

* Zusammen mit dem HTHC, dem die Wespen im Finale zunächst unterlegen waren. Aufgrund einer Fehlentscheidung der Schiedsrichter wurden beide Mannschaften zu Meistern erklärt.

Deutsche Jugendmeistertitel weiblich (Stand 2024/2025)

Titel Verein Deutscher Meister U14 Feld / Halle Deutscher Meister U16 Feld / Halle Deutscher Meister U18 Feld / Halle
027 Berliner HC 1991, 1998, 1999, 2005, 2017 / 1991, 1992, 1999, 2006, 2018, 2023, 2024 2000, 2006 / 2002, 2008 1992, 1993, 2001, 2002, 2012 / 1993, 2002, 2003, 2010, 2013, 2022
07 TuS Lichterfelde 1994 / 1994, 1995, 2017 1996, 2003 / 1997
04 Zehlendorfer Wespen — / 2007 — / 2022 2010 / 1991
01 SC Brandenburg 1974 / —
01 Berliner SC — / 1975
01 BSV 92 Berlin 1996 / —
01 TSV Zehlendorf 88 — / 2000
01 SC Charlottenburg — / 2010

Herbstpokal der Bundesstützpunkte (Feld)

Zwischen 2022 und 2024 wurde der Herbstpokal, der die Länderpokal-Endrunden ersetzen sollte, zunächst in einem Format ausgetragen, in dem die U16-Auswahlteams der fünf Bundesstützpunkte Hockey, darunter Berlin, sowie ein Team 6 als Auswahl der Landesverbände, die keinem Bundesstützpunkt angeschlossen sind, aufeinandertrafen.

Dabei konnte die männliche U16 des Bundesstützpunkts Berlin die Premiere 2022 nach einem 5:1-Finalsieg gegen den BSP Baden-Württemberg für sich entscheiden, die weibliche U16 siegte ein Jahr später in Wohltorf bei Hamburg im Finale gegen den BSP Westdeutschland 1:0.

2024 wurde der Herbstpokal refomriert und findet seitdem auswahlübergreifend mit je vier Auswahlteams statt.

Jugend-Länderpokal

Die Hockey-Landesverbände entsenden alljährlich in Halle und Feld Auswahlteams zu den Länderpokalen.[19]

Franz-Schmitz-Pokal (männliche U16, Feld)

Der Düsseldorfer HC stiftete den Franz-Schmitz-Pokal 1949 in Gedenken an den ehemaligen Nationalspieler Franz Schmitz (aktiv 1929–1937) anfangs für Vereinsmannschaften. Bereits 1950 wurde der Pokal zu einem Wettbewerb für Verbandsauswahlmannschaften, 1952 erstmals mit Endspiel. Die Altersgrenze der einsatzberechtigten Jugendlichen wurden im Laufe der Jahre mehrfach geändert, zur Zeit beträgt sie 16 Jahre (männliche U16).

  • Berliner Erfolge (8): 1952, 1960, 1971, 2004, 2007, 2009, 2012, 2014

Hessenschild (weibliche U16, Feld)

Nachdem sich der Franz-Schmitz-Pokal bewährt hatte, fasste der Jugendausschuss des DHB den Beschluss, 1955 ein Pendant für den weiblichen Bereich einzurichten, zunächst noch in der Altersklasse bis 18 Jahre. Diesmal stiftete der Hessische Hockey-Verband den Schild. Heute ist die Altersgrenze wie im männlichen Wettbewerb 16 Jahre.

  • Berliner Erfolge (10): 1961, 1962, 1965, 1967, 1968, 1972, 1977, 1994, 2019, 2024

Rhein-Pfalz-Pokal (männlich) und Berlin-Pokal (weiblich)

1982 stifteten der Hockey-Verband Rheinland-Pfalz/Saar für die männliche Jugend eine Trophäe für den Landesverbands-Auswahlwettbewerb, der seit 1970 in der Halle ausgetragen wurde. Der Berliner Hockey-Verband ermöglichte gleiches für den weiblichen Bereich, der somit 1982 erstmals ausgeführt werden konnte. In beiden Wettbewerben sind die U15-Jahrgänge und jünger startberechtigt:

  • Berliner Triumphe beim Rhein-Pfalz-Pokal (männlich; 7): 1971, 1995, 1996, 1999, 2007, 2013, 2022
  • Berliner Triumphe beim Berlin-Pokal (weiblich; 7): 1991, 1998, 2006, 2007, 2010, 2022, 2023

Jugendmeisterschaften in der DDR

Unter dem Dach des DHSV fanden bis 1990 Jugendmeisterschaften der Altersklasse 18 (ab 1950 auf dem Feld, im männlichen Bereich inoffiziell schon 1949, in der Halle ab 1951) sowie Kindermeisterschaften (AK 14; im Feld ab 1952, in der Halle ab 1968) statt.

Erfolge Berliner Mannschaften waren hier eher selten: 1952 wurde der SC Weißensee DDR-Hallenmeister in der AK 18 männlich (die Hockeyabteilung verschwand bald darauf aus dem Hockeygeschehen und wurde später von der BSG Tiefbau Berlin abgelöst, die sich nach der Wende in SV Blau-Gelb Berlin umbenannte). 1963 holte die weibliche AK18-Jugend der BSG Motor Berliner Glühlampenwerk ebenfalls den DDR-Hallentitel.

1980 siegte die weibliche AK12-Mannschaft der BSG Pionierpalast Berlin in ihrem Gründungsjahr beim 17. Pionierpokal im Hallenhockey.

Vereinsauszeichnungen Berliner Hockeyvereine und -clubs

European Hockey Club of the Year

Hockeyspezifische Auszeichnung des europäischen Hockeyverbands EHF für Vereine zur Würdigung deren Arbeit für den Hockeysport.

Das Grüne Band

Sportarten übergreifender Preis von DOSB und der Commerzbank für vorbildliche Talentförderung im Verein.

Berliner Amateursport-Preis

Deutsche Olympische Gesellschaft (Landesverband Berlin) und Landessportbund Berlin küren seit 2014 das erfolgreichsten Amateursport-Teams Berlins. Kriterien sind u. a. die sportlichen Leistungen des Teams im vorausgehenden Jahr und in der Vergangenheit, die Positionierung im internationalen und deutschlandweiten Vergleich sowie besondere Eigenschaften wie Teamgeist, Fair Play, soziale Kompetenz oder Engagement in Inklusion und Integration.[21]

Individuelle Auszeichnungen Berliner Aktiver

Spieler und Spielerin des Jahres

Zwischen 1996 und 2010 vergab der DHB die Auszeichnung der besten Spielerin und des besten Spielers. Von 30 Ausgezeichneten erhielten fünfmal BHV-Spielerinnen und -Spieler diese Auszeichnung:

  • 1996 Katrin Krauschke (Berliner HC)
  • 1997 Natascha Keller (BHC)
  • 2002 Janina Trotzke (BHC)
  • 2004 Louisa Walter (BHC)
  • 2009 Martin Häner (BHC)

Weitere Auszeichnungen

Liga-Spielbetrieb in der Gegenwart

Für den Liga- und Meisterschaftsbetrieb im Erwachsenenbereich, der Berliner Hockeyvereine betrifft, zeichnen sich im deutschen Hockeysport mindestens drei Verbände verantwortlich: lokal der BHV, regional der Ostdeutsche Hockeyverband (OHV) und überregional/landesweit die Hockeyliga[27].

Der BHV organisiert die je zwei Ober- und bis zu vier darunterliegenden Verbandsligen (Stand Saison 2025/2026), der OHV die Regionalligen Ost und seit 2021 die Hockeyliga die ersten und zweiten Bundesligen.

Der Spielverkehr der Bundesligen findet dabei auf Grundlage des Kooperationsvertrages mit dem DHB[28] statt: Hockeyvereine, die in einer der beiden ersten Bundesligen spielen, müssen sowohl Mitglied im DHB als auch im Hockeyliga e. V. sein.

Weiterführender Spielverkehr Feld

Regionaliga Ost

Den Spielbetrieb der Regionalligen (Ost) organisiert der OHV, dessen Mitglied der BHV ebenso ist. Hier spielen die Vereine des BHV mit denen der Hockey-Landesverbände der ostdeutschen Bundesländer Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zusammen.

2. Bundesliga Süd

In der 2. Bundesliga Süd treffen BHV-Hockeyvereine potentiell zudem auf Hockeyvereine aus dem Süddeutschen Hockey-Verband (SHV), in dem sich die Hockeyverbände Bayern, Baden-Würtemberg, Rheinland-Pfalz/Saar und Hessen zusammengeschlossen haben.

1. Bundesliga

In der seit 2003 eingleisigen Feld-Bundesliga treffen alle Mannschaften aus dem kompletten DHB-Zuständigkeitsgebiets zusammen.

Weiterführender Spielverkehr Halle

Wie auch im Feld organisieren im Hallen-Ligabetrieb der BHV die Ober- und Verbandsligen und der OHV die Regionalliga ost. Diese Einteilung setzt sich bis in die reguläre Saison der 1. Bundesliga Ost hoch, da diese bei Damen und Herren in vier Gruppen Nord, Ost, Süd und West regionalisiert ist.

Die Hockeyliga hat in ihrer Spielordnung beschlossen, dass sich nach Saisonabschluss die jeweils beiden Gruppenersten für das Viertelfinale (Playoff/Entscheidungsspiele) qualifizieren. Die jeweiligen Gegner wechseln dabei im Dreijahresrhythmus[29]:

Viertelfinalgegner der Gruppe Ost

Nach jeweils drei Jahren wiederholen sich die gleichen Spielpaarungen.

  • Saison 2025/2026: Süd
  • Saison 2026/2027: Nord
  • Saison 2027/2028: West

Liga-Einteilung BHV (Stand Saison 2025/2026)

Spielklassen Feld Spielklassen Halle
1. Bundesliga 1. Bundesliga Ost
2. Bundesliga Süd 2. Bundesliga Ost
Regionalliga Ost Regionalliga Ost
Regionalliga 2*
Oberliga Oberliga
1. Verbandsliga 1. Verbandsliga
2. Verbandsliga 2. Verbandsliga
3. Verbandsliga (nur Herren) 3. Verbandsliga
4. Verbandsliga (nur Herren)

* 2023 führte der OHV bei Damen und Herren in der Halle die Regionalliga 2 ein für zweite Mannschaften von OHV-Vereinen, deren erste Mannschaften in einer Hallen-Bundesliga spielen. Dies soll zu geringerem Leistungsgefälle und homogenerer Leistungsdichte vor allem in den Oberligen und für Mannschaften von Bundesliga-Teams führen. Aus dieser Regionalliga 2 steigt kein Team auf. Der Abstieg erfolgt in die Oberliga des entsprechenden Landesverbandes. Steigt die erste Mannschaft eines Vereins in die Regionalliga ab, verliert die zweite Mannschaft desselben Vereins die Spielberechtigung für die Regionalliga 2 und steigt, wenn sie in der Regionalliga 2 spielt, ab (Zwangsabstieg).

Regional- und Bundesligavereine aus dem BHV

Feldsaison 2025/2026

Herren Damen
1. Bundesliga Nach dem sportlichen Abstieg des BHC 2024/2025 aktuell kein Team. Berliner HC
2. Bundesliga Süd Berliner HC, Zehlendorfer Wespen, TC Blau-Weiss TuS Lichterfelde, Zehlendorfer Wespen, SG Rotation Prenzlauer Berg
Regionalliga Ost TuS Lichterfelde, Mariendorfer HC, TSV Zehlendorf 88, Berliner SC, SC Charlottenburg Berliner HC (2. Mannschaft)*, TC Blau-Weiss, Berliner SC, SC Charlottenburg, Mariendorfer HC, Potsdamer SU

* Die OHV-Spielordnung erlaubt zweite Mannschaften in der Regionalliga Ost Feld, wenn zwischen der ersten und der zweiten Mannschaft des jeweiligen Vereins mindestens eine Spielklasse liegt. Die zweite Mannschaft darf nicht weiter aufsteigen.[30]

Hallensaison 2025/2026

Herren Damen
1. Bundesliga Ost Zehlendorfer Wespen, Berliner HC, TC Blau-Weiss, TuS Lichterfelde, HC Roseneck Zehlendorfer Wespen, Berliner HC, TC Blau-Weiss, TuS Lichterfelde, Berliner SC
2. Bundesliga Ost TSV Zehlendorf 88, SG Rotation Prenzlauer Berg, Mariendorfer HC, Berliner Sport-Club, Real von Chamisso Potsdamer Sport-Union, SG Rotation Prenzlauer Berg, Mariendorfer HC
Regionalliga Ost SC Charlottenburg, Spandauer HTC Steglitzer TK, HC Berlin Brandenburg, TSV Zehlendorf 88, HC Argo 04

Einzelnachweise

  1. BHV-Adressbuch. Berliner Hockey-Verband e. V., abgerufen am 27. Dezember 2025.
  2. Jahresbericht 2024 (Stand 1.1.2025). (PDF) Landessportbund Berlin e. V., abgerufen am 27. Dezember 2025.
  3. Jahresbericht 2024 (Stand 1.1.2025). (PDF) Landessportbund Berlin e. V., abgerufen am 27. Dezember 2025.
  4. BHV-Adressbuch (Stand 1.1.2025). Abgerufen am 26. Dezember 2025.
  5. Die DHB-Historie im Überblick. Abgerufen am 6. Januar 2026.
  6. Die DHB-Präsidenten. Abgerufen am 3. Januar 2026.
  7. Die DHB-Historie im Überblick: 100 Jahre Verbandsgeschichte. Abgerufen am 26. Dezember 2025.
  8. LSB Organisationen & Gremien: Jahresberichte. Abgerufen am 8. Januar 2026.
  9. Jahresbericht 2023. (PDF) Landessportbund Berlin, 10. Oktober 2023, S. 54, abgerufen am 8. Januar 2026.
  10. Jahresbericht 2023. (PDF) Landessportbund Berlin, 10. Oktober 2023, S. 54, abgerufen am 8. Januar 2026.
  11. Jahresbericht 2022. (PDF) Landessportbund Berlin, 10. Oktober 2023, S. 45, abgerufen am 8. Januar 2026.
  12. Jahresbericht 2021. (PDF) Landessportbund Berlin, 18. Oktober 2022, S. 36, abgerufen am 8. Januar 2026.
  13. Jahresbericht 2020. (PDF) Landessportbund Berlin, 18. Oktober 2021, S. 34, abgerufen am 8. Januar 2026.
  14. Jahresbericht 2019. (PDF) Landessportbund Berlin, 27. November 2020, S. 32, abgerufen am 8. Januar 2026.
  15. Bericht: Landessportbund Berlin e. V. Berlin: Prüfung der Jahresrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021. (PDF) Landessportbund Berlin, 17. Oktober 2022, S. 58, abgerufen am 8. Januar 2026.
  16. Jahresbericht 2018. (PDF) Landessportbund Berlin, 19. November 2019, S. 18, abgerufen am 8. Januar 2026.
  17. DTSB -Leistungssportbeschluss von 1969. Abgerufen am 6. Januar 2026.
  18. Deutscher Hockeypokal für Damen und Herren (von 1995 bis 2001). Abgerufen am 3. Januar 2026.
  19. Länderpokale. Abgerufen am 7. Januar 2026.
  20. Wir sind EHF Club of the Year 2016. Abgerufen am 6. Januar 2026.
  21. Berliner Amateursport-Preis. Abgerufen am 8. Januar 2026.
  22. Natascha Keller ist Hockey-Rekordnationalspielerin. Abgerufen am 27. Dezember 2025.
  23. Hockey-Statistik: Liste Nationalspieler: Damen. Abgerufen am 27. Dezember 2025.
  24. Natascha Keller während der EM in die EHF Hall of Fame aufgenommen. Abgerufen am 27. Dezember 2025.
  25. Umpires of the Year 2018: Michelle Meister & Marcin Grochal. 21. Februar 2019, abgerufen am 27. Dezember 2025 (englisch).
  26. Berliner Martin Zwicker ist neuer Hockey-Rekordnationalspieler. Abgerufen am 27. Dezember 2025.
  27. Thema Bundesligaausgliederung: Zwei-Drittel-Mehrheit knapp verfehlt. Prozess soll weitergehen. Hockeyliga e.V. gegründet. Abgerufen am 27. Dezember 2025.
  28. Hockeyliga-Kooperation erhält große Zustimmung. Abgerufen am 7. Januar 2026.
  29. Die Spielordnung des Hockeyliga e. V. (PDF) Hockeyliga e. V., Juli 2024, S. 40, abgerufen am 7. Januar 2026.
  30. Zusatzspielordnung (ZSpO) des Ostdeutschen Hockey-Verbandes (OHV). (PDF) Abschnitt 4, 1.3. Ostdeutscher Hockey-Verband, 26. April 2025, S. 2, abgerufen am 7. Januar 2026.