Benno von Millenkovich

Benno Heinrich Stephan von Millenkovich (* 16. Dezember 1869 in Gonobitz, Untersteiermark, heute Slovenske Konjice, Slowenien; † 27. August 1946 in Wien) war ein österreichischer Konteradmiral.

Leben

Herkunft

Benno von Millenkovich war der Sohn des Schriftstellers Stephan von Millenkovich und Bruder von Max von Millenkovich.

Werdegang

1885 absolvierte er die Marineakademie der österreichischen k. u. k. Kriegsmarine in Fiume (Rijeka). Im Jahre 1889 wurde Millenkovich aus dieser mit gutem Erfolg als Seekadett ausgemustert und trat in die k.k. Kriegsmarine ein. 1892 absolvierte er die Offiziers- und Torpedoschule der k. u. k. Kriegsmarine.

Am 21. September 1889 lief die S.M. Korvette Fasana unter dem Schiffskommandanten Fregattenkapitän Rudolf Berghofer auf Missionsreise mit den Seekadetten des Ausmusterungsjahrgangs 1889, Weltumseglung über West, aus Pola aus und am 20. Dezember 1890 wieder ein.

Von 1898 bis 1900 war er als Linienschiffsleutnant 2. Klasse und Kompaniekommandeur im Matrosenkorps. 1900/01 gehörte er der 5. Abteilung des Marinetechnischen Korps an und wurde 1901 Linienschiffsleutnant 1. Klasse. In den folgenden Jahren war er Kommandeur des Matrosendetechements in Castelnuovo. 1904 war er Kommandant eines Torpedobootes um später als Lehrer am Seeminen-Offiziers-Kurs eingesetzt zu werden. Er war 1906 Torpedo- und Wachoffizier auf der Babenberg. Von 1907 bis 1909 war er erneut in der 5. Abteilung des Marinetechnischen Korps. Anschließend war er kurz Gesamtdetailoffizier auf der Lussin und wurde im gleichen Jahr auf dem Seeminen-Schulschiff Gamma Unterrichtsleiter beim Seeminen-Kommando I und in der Seeminen- und Telegraphenschule (20. Mai bis 20. Juni 1910 provisorischer Kommandant). 1910 wurde er Korvettenkapitän mit Rang-Nr. 5. Bis 1911 blieb er in dieser Kommandierung. 1911/12 war er Gesamtdetailoffizier auf der Erzherzog Franz Ferdinand. Im September 1912 übernahm er das Kommando über die Scharfschütze und zugleich über die Torpedodivision. 1913/14 war er als Fregattenkapitän mit Rang-Nr. 2 Vorstand der 1. Abteilung der Marinesektion des Kriegsministeriums.

Mehrere seiner eigenen technischen Erfindungen waren in der Kriegsmarine mit Erfolg in Verwendung, so unter anderem die U-Boot-Netze, in denen sich das französische U-Boot Curie (Q87), als es am 19. Dezember 1914 in den Hafen von Pola eindringen wollte, verfangen hatte.

Während des Krieges kommandierte Benno von Millenkovich anfangs den Kreuzer Helgoland, dann die Admiral Spaun, bevor er die zweite Torpedoflottille, bestehend aus einem Rapidkreuzer, 12 Zerstörern und 36 Torpedobooten, übernahm. Ab 1915 war er Linienschiffskapitän (8. Juli 1915 Rang-Nr. 25 zugeteilt). 1916 wurde er Kommandeur der ersten Torpedoflottille unter gleicher Zusammensetzung. 1917 wurde er Vorstand der Operationskanzlei der Marinesektion am Kriegsministerium in Wien. In dieser Funktion arbeitete er den letzten, nicht mehr verwirklichten Reorganisationsplan für die Sektion aus. Er wurde Mitglied der Friedenskommission in Bukarest und begab sich dann im März 1918 als Vizechef nach Odessa und Sewastopol der Deutschen-Österreichischen-Bulgarischen-Türkischen Nautisch-technischen Kommission für das Schwarze Meer, deren Zweck es war, die durch den Krieg nieder gebrochene Schifffahrt im Schwarzen Meer wieder aufzubauen. Am 1. Januar 1919 verließ er die Marine. Im gleichen Jahr wurde er zum Konteradmiral ernannt.

Am 7. August 1919 wurde Benno von Millenkovich zum Sachverständigen für operative und taktische Seekriegsfragen bei der Kommission zur Erhebung militärischer Pflichtverletzungen im Kriege berufen. Am 1. Januar 1921 endgültig in den Ruhestand getreten.

Dekorationen (Auszeichnungen)

Literatur