Beni (Kongo)
| Beni | ||
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| Koordinaten | 0° 30′ N, 29° 28′ O | |
| Basisdaten | ||
| Staat | Demokratische Republik Kongo | |
| Provinz | Nord-Kivu | |
| Einwohner | 95.407 (S 2010) | |
Hauptstraße von Beni (2007)
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Beni ist eine Stadt im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo in der Provinz Nord-Kivu mit 95.407 Einwohnern (Stand 2010).[1] Sie liegt etwa 70 Kilometer nördlich des Eduardsees und gut 100 km südwestlich des Albertsees am Westrand des Virunga-Nationalparks und der Ruwenzori-Berge am Semliki.
Geschichte
Konflikte
2001 war Beni Ort heftiger Kämpfe im Zweiten Kongokrieg. Seitdem sind Truppen der Mission der Vereinten Nationen in der Demokratischen Republik Kongo stationiert. Auch im Sommer 2010 gab es Flüchtlingsbewegungen auf den Straßen der Umgebung.[2]
Die Mission der Vereinten Nationen für die Stabilisierung in der Demokratischen Republik Kongo (MONUSCO) bestätigte, dass in der Nacht vom 13. auf den 14. August 2016, mindestens 36 Menschen einem Massaker am Rand der Stadt Beni zum Opfer fielen. Bei den Kämpfern handelte es sich nach Angaben der UN-Mission um Mitglieder der ugandischen Guerillaorganisation Allied Democratic Forces.[3] Nord-Kivus Provinzgouverneur Julien Paluku Kahongya rief die Bevölkerung zur Wachsamkeit und Unterstützung der Streitkräfte auf. Das Massaker ereignete sich nur drei Tage nach dem Besuch des damaligen Präsidenten der Demokratischen Republik Kongo Joseph Kabila.[4]
Bei einem Angriff von Mai-Mai auf das Zentralgefängnis Kangbayi im Juni 2017 entkamen etwa 900 Häftlinge.[5] Bei einem weiteren Angriff auf das Gefängnis am 20. Oktober 2020 flohen erneut ein Großteil der über 1300 Insassen, darunter sowohl Kriegsverbrecher als auch Kleinkriminelle.[6][7]
Ebola-Epidemie
Beni war das am stärksten betroffene Gebiet der 2018 bis 2020 grassierenden Ebolafieber-Epidemie. Bis zum 10. Dezember 2018 wurden in und um der Stadt 213 Erkrankungs- und 114 Todesfälle gezählt.[8]
Bildung
In Beni befindet sich die Université Chrétienne Bilingue du Congo.
Religion
Bischof der Diözese Butembo-Beni ist seit 1998 Melchisedec Sikuli Paluku.[9]
Verkehr
Beni liegt an der Kreuzung zweier Nationalstraßen. Die Stadt verfügt zudem über den Flughafen Wageni im Nordosten der Stadt und einige Kilometer nördlich den Flughafen Beni (französisch Aéroport de Beni Mavivi).[10]
Söhne und Töchter der Stadt
- Delcat Idengo (1993–2025), Musiker
- Masika Yalala (* 1964), Mikrobiologin und Politikerin
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Archivierte Kopie ( des vom 18. Februar 2012 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- ↑ DR Congo / Beni: Insecurity and threats, thousands fleeing. In: ReliefWeb. 23. Juli 2010, abgerufen am 28. September 2019 (englisch).
- ↑ Thirty-six people are killed in DRC in 'revenge' attack by ADF rebels. The Guardian, 14. August 2016, abgerufen am 6. Mai 2017 (englisch).
- ↑ Suspected rebels kill at least 36 in eastern Congo. Reuters, 14. August 2016, abgerufen am 6. Mai 2017 (englisch).
- ↑ Islamisten befreien Hunderte Häftlinge aus Gefängnis. Der Spiegel, 10. Oktober 2020, abgerufen am 10. Oktober 2025.
- ↑ Kennedy Muhindo: Angriff auf Gefängnis im Kongo: 1.300 Häftlinge hauen ab. In: taz.de. 20. Oktober 2020, abgerufen am 10. Oktober 2025.
- ↑ RDC : évasion d’environ 1300 détenus de la prison centrale de Beni. Radio Okapi, 20. Oktober 2020, abgerufen am 10. Oktober 2025 (französisch).
- ↑ Ebola Virus Disease Democratic Republic of the Congo External Situation Report 19. (PDF; 1,2 MB) Weltgesundheitsorganisation (WHO), 12. Dezember 2018, abgerufen am 13. Dezember 2018 (englisch).
- ↑ Diocese of Butembo-Beni, Congo-Kinshasa. GCatholic.org, abgerufen am 28. September 2019.
- ↑ BNC - Airport. Great Circle Mapper, abgerufen am 11. November 2018.