Belzmühle
Belzmühle ist eine Ende des 19. Jahrhunderts abgegangene Mühle und Wüstung. Die Einöde war ein Ortsteil der 1811/1818 entstandenen Ruralgemeinde Allmannsdorf.[1] Heute gehört das Gebiet zum Territorium des Marktes Pleinfeld im mittelfränkischen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen.
Die Belzmühle lag in einem waldreichen Gebiet am Brombach, unweit westlich der Mandlesmühle und östlich der Prexelmühle am Verbindungsweg von Pleinfeld nach Stirn auf einer Höhe von etwa 374 m ü. NHN.[2]
Die Mühle wurde 1572 als „Neue Mandlesmühl“ errichtet. Im 17. Jahrhundert ist der Name Pletzmühl überliefert, 1787 Belz- oder untere Mantles Mühl, 1818 Betzmühl. Der Name stammt wahrscheinlich vom Familiennamen eines Besitzers der Mühle.[3] Im Jahre 1846 waren in Belzmühle noch zwei Häuser, zwei Familien und 20 Seelen verzeichnet.[4] 1853 hatte Belzmühle noch 11 Einwohner.[5] Für 1861 sind 10 Einwohner mit drei Gebäuden verzeichnet.[6] 1871 lebten die fünf Einwohner der Belzmühle in drei Gebäuden; sie besaßen insgesamt zwei Pferde und sieben Stück Rindvieh.[7] Ab 1900 ist die Belzmühle nicht mehr im Amtlichen Ortsverzeichnis für Bayern gelistet, sodass die Wüstwerdung des Ortes vermutlich in den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts kurz vor der Jahrhundertwende erfolgt ist.[8]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Hanns Hubert Hofmann: Gunzenhausen-Weißenburg. In: Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. Reihe I, Heft 8. Komm. für Bayerische Landesgeschichte, München 1960, DNB 452071089, S. 211 (Digitalisat – und S. 244).
- ↑ Topographischen Karten (BayernAtlas) des Bayerischen Vermessungsamtes.
- ↑ Gottfried Mertens: Markt Pleinfeld. Ein Blick in die Vergangenheit. Eichstätt 1984. S. 253.
- ↑ Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, OCLC 635011891, S. 214 (Digitalisat).
- ↑ Protestantische Landeskirche im Königreiche Bayern Rechts des Rheins (Hrsg.): Statistische Beschreibung der protestantischen Pfarreien im Königreiche Bayern diesseits des Rheins, Nürnberg 1853, S. 27.
- ↑ Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 1101, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
- ↑ Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1267, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1275 (Digitalisat).
Koordinaten: 49° 7′ 24,4″ N, 10° 58′ 35,9″ O