Believe (Cher-Album)

Believe
Studioalbum von Cher

Veröffent-
lichung

25. Oktober 1998

Label(s) Warner Music

Format(e)

CD

Genre(s)

Dance-Pop, Euro Disco, Pop

Titel (Anzahl)

10

Länge

43:59

Produktion

Chronologie
It’s a Man’s World
(1995)
Believe not.com.mercial
(2000)
Singleauskopplungen
12. Oktober 1998 Believe
14. Februar 1999 Strong Enough
7. Juni 1999 All or Nothing
24. Oktober 1999 Dov’è l’amore

Believe (englisch für „Glauben“) ist das 22. Studioalbum der US-amerikanischen Pop-Sängerin Cher. Das Album erschien im Oktober 1998 über Warner Music Group und avancierte zum weltweiten Millionenseller und ihrem erfolgreichsten Album. Mit modernem Dance-Pop definierte Cher sich neu und brachte neuen Wind in ihre Karriere.[1]

Entstehung

An der Produktion von Believe waren vier Produzenten beteiligt, wobei Mark Taylor und Brian Rawling an der Produktion von insgesamt sechs Titeln beteiligt waren. Todd Terry hat drei Lieder auf dem Album produziert, u. a. einen Remix von We All Sleep Alone, einem Track der von Jon Bon Jovi, Richie Sambora sowie Desmond Child geschrieben wurde und bereits auf dem Album Cher aus dem Jahr 1987 enthalten war. Junior Vasquez produzierte lediglich einen Track: The Power. Der an der Single Believe mitaufgeführte Matthew Gray ist auch als Matt Gray bekannt. Dieser war Ende der 1980er Jahre Komponist zahlreicher bekannter Computerspiele u. a. von The Last Ninja 2.[2]

Besondere Berühmtheit hat das Album durch den bis heute sogenannten Cher-Effekt im Song Believe durch einen unkonventionellen Einsatz der Audiosoftware Auto-Tune der Firma Antares erlangt. Als Cher die Idee hatte, ihre Stimme telefon-mäßig klingen zu lassen, zweckentfremdete Produzent Mark Taylor in seinem Londoner Studio diese Software, die eigentlich dafür gedacht ist, schief gesungene Töne zu korrigieren, und verlieh Chers Stimme damit einen neuen Klang.[3]

Titelliste

Originalversion

# Titel Autor(en) Produzent(en) Länge
1 Believe Brian Higgins, Stuart McLennon, Paul Barry, Steven Torch, Matthew Gray, Timothy Powell Mark Taylor, Brian Rawling 3:59
2 The Power Tommy Simms, Judson Spence Junior Vasquez 3:56
3 Runaway Mark Taylor, Paul Barry Mark Taylor, Brian Rawling 4:46
4 All or Nothing Mark Taylor, Paul Barry Mark Taylor, Brian Rawling 3:57
5 Strong Enough Mark Taylor, Paul Barry Mark Taylor, Brian Rawling 3:44
6 Dov’è l’amore Mark Taylor, Paul Barry Mark Taylor, Brian Rawling 4:18
7 Takin’ Back My Heart Diane Warren Mark Taylor, Brian Rawling 4:32
8 Taxi Taxi Todd Terry, Mark Jordan Todd Terry 5:04
9 Love Is the Groove Betsy Cook, Bruce Woolley Todd Terry 4:31
10 We All Sleep Alone (Todd Terry Remix) Jon Bon Jovi, Richie Sambora, Desmond Child Todd Terry 5:10

Deluxeversion

Zum 25-jährigen Jubiläum des Albums erschien am 3. November 2023 eine Deluxeversion. Veröffentlicht wurde diese ebenfalls von Warner Music als CD und LP sowie zum Download und Streaming. Enthalten sind alle 10 Lieder des Originalalbums, elf bekannte Remixe sowie zwei bisher unveröffentlichte Remixe des Liedes Dov'e l’Amore.[4]

  1. Believe (Almighty Definitive Mix)
  2. Believe (Club 69 Future Anthem Mix)
  3. Believe (Phat ‘n’ Funky Club Mix)
  4. Strong Enough (Club 69 Phunk Mix)
  5. Strong Enough (Male Version)
  6. Strong Enough (Pumpin’ Dolls Radio Edit)
  7. All or Nothing (Almighty Radio Edit)
  8. All or Nothing (Austrian Version Metro Mix)
  9. All or Nothing (Danny Tenaglias Inchermental)
  10. Dov’e L’amore (Emilio Estefan Jr. Extended Mix)
  11. Dov’e L’amore (Tony Moran’s Anthem 7” Mix)
  12. Dov’e L’amore (Tee’s Radio One Instrumental) (bis dahin unveröffentlicht)
  13. Dov’e L’amore (Ray Roc’s Latin Soul Instrumental) (bis dahin unveröffentlicht)

Singleauskopplungen

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[5]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 DE  AT  CH  UK  US
1998 Believe
Believe
DE1
×5
Fünffachgold

(26 Wo.)DE
AT2
Platin

(19 Wo.)AT
CH1
Platin

(29 Wo.)CH
UK1
×3
Dreifachplatin

(31 Wo.)UK
US1
Platin

(31 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 12. Oktober 1998
1999 Strong Enough
Believe
DE3
Gold

(15 Wo.)DE
AT4
(14 Wo.)AT
CH5
(17 Wo.)CH
UK5
Silber

(10 Wo.)UK
US57
(12 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 14. Februar 1999
All or Nothing
Believe
DE44
(9 Wo.)DE
AT38
(3 Wo.)AT
CH30
(11 Wo.)CH
UK12
(10 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 7. Juni 1999
Dov’è l’amore
Believe
DE31
(9 Wo.)DE
AT38
(1 Wo.)AT
CH18
(18 Wo.)CH
UK21
(8 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 24. Oktober 1999

Kritiken

Professionelle Bewertungen
Kritiken
Quelle Bewertung
allmusic [6]
Rolling Stone [7]

Günther Fischer vom Spiegel nannte Believe bei seiner Veröffentlichung eine "unterm Strich ziemlich gelungene CD und geeignet, in den eigenen vier Wänden eine Glamrock-Discoparty zu veranstalten - kein schlechtes Ergebnis für eine Musik-Oma, die drauf und dran ist, Tina Turner den Rang abzulaufen."[8]

Das Album gilt als wegweisend für die Popmusik der nachfolgenden Jahre. Zwar waren Stimmenverzerrer 1998 nicht neu, doch der besonders spezielle Cher-Effekt aus dem Titelsong Believe prägte die Musikwelt für Jahrzehnte.[3] Heute verwenden ihn vor allem zahlreiche Hip-Hop-Songs.[9]

Preise und Nominierungen

Bei den Grammy Awards 2000 gewann die Single Believe in der Kategorie „Best Dance Recording“[10] und war außerdem in der Kategorie „Record of the Year“ nominiert. Zusätzlich war das Album Believe nominiert in der Kategorie "Best Pop Album".

Bei den MTV Video Music Awards 1999 war die Single Believe nominiert in den Kategorien "Best Dance Video" und "Best Editing".[11]

Kommerzieller Erfolg

Believe wurde ein weltweiter Nummer-1-Hit und zu Chers erfolgreichstem Album.[3]

Chartplatzierungen

Believe debütierte in den Billboard 200 am 28. November 1998 auf Platz 139. In der Woche zum 8. Mai 1999 erreichte der Tonträger, nach 24 Wochen in den Charts, den vierten Platz der US-amerikanischen Albumcharts.[12] In den deutschen Albumcharts stieg Believe am 16. November 1998 auf Platz neun ein und erreichte am 14. Februar 1999 die Chartspitze.[13] Des Weiteren erreichte der Tonträger die Spitze der Charts u. a. in Neuseeland.[14]

Chartplatzierungen
ChartsChart­plat­zie­rungenHöchst­platzie­rungWo­chen
 Deutschland (GfK)[13]1 (52 Wo.)52
 Österreich (Ö3)[14]1 (37 Wo.)37
 Schweiz (IFPI)[15]2 (47 Wo.)47
 Vereinigte Staaten (Billboard)[12]4 (76 Wo.)76
 Vereinigtes Königreich (OCC)[16]7 (45 Wo.)45
Jahrescharts
ChartsJahres­charts (1998)Platzie­rung
 Deutschland (GfK)[17]79
 Österreich (Ö3)[18]32
ChartsJahres­charts (1999)Platzie­rung
 Deutschland (GfK)[19]1
 Österreich (Ö3)[20]3
 Schweiz (IFPI)[21]9

Auszeichnungen für Musikverkäufe

Das Album verkaufte sich Quellen zufolge weltweit über 20 Millionen Mal, davon sind 9,8 Millionen Einheiten mit Schallplattenauszeichnungen belegt. Es zählt damit zu einem der meistverkauften Musikalben der Geschichte.[22] In Deutschland verkaufte es sich über eine Million Mal, womit es zu einem der meistverkauften Musikalben des Landes zählt, dafür wurde es im Jahr 1999 mit Doppelplatin ausgezeichnet.[23] In den Vereinigten Staaten wurde es im gleichen Jahr für über vier Millionen Verkäufe mit 4-fach-Platin ausgezeichnet.[24]

Land/Region Aus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe
(Land/Region, Aus­zeich­nung, Ver­käu­fe)
Ver­käu­fe
 Argentinien (CAPIF) Platin60.000
 Australien (ARIA) 2× Platin140.000
 Belgien (BRMA) Platin(50.000)
 Brasilien (PMB) Gold100.000
 Chile (IFPI) Gold15.000
 Dänemark (IFPI) 7× Platin(140.000)
 Deutschland (BVMI) 2× Platin(1.000.000)
 Europa (IFPI) 4× Platin4.000.000
 Finnland (IFPI) Gold(32.682)
 Frankreich (SNEP) Platin(300.000)
 Griechenland (IFPI) Gold(15.000)
 Hongkong (IFPI/HKRIA) Gold10.000
 Indonesien (ASIRI) Platin50.000
 Irland (IRMA) 3× Platin(45.000)
 Israel (IFPI) Gold20.000
 Italien (FIMI) 3× Platin(300.000)
 Japan (RIAJ) Gold100.000
 Kanada (MC) 6× Platin600.000
 Kolumbien (ASINCOL) Gold25.000
 Malaysia (RIM) Gold15.000
 Mexiko (AMPROFON) 2× Gold200.000
 Neuseeland (RMNZ) 2× Platin30.000
 Niederlande (NVPI) Platin(80.000)
 Norwegen (IFPI) Platin(50.000)
 Österreich (IFPI) Platin(50.000)
 Polen (ZPAV) Platin(100.000)
 Portugal (AFP) 2× Platin(40.000)
 Schweden (IFPI) 3× Platin(240.000)
 Schweiz (IFPI) 2× Platin(100.000)
 Singapur (RIAS) Gold7.500
 Spanien (Promusicae) 4× Platin(400.000)
 Südafrika (RISA) 2× Platin100.000
 Südkorea (KMCA) Platin30.000
 Taiwan (RIT) Gold25.000
 Tschechien (IFPI) Gold(25.000)
 Thailand (TECA) Gold8.000
 Türkei (Mü-YAP) 3× Platin(90.000)
 Ungarn (MAHASZ) Platin(20.000)
 Vereinigte Staaten (RIAA) 4× Platin4.000.000
 Vereinigtes Königreich (BPI)[25] 2× Platin(700.000)
Insgesamt 15× Gold
60× Platin
9.835.500

Hauptartikel: Cher/Auszeichnungen für Musikverkäufe

Tournee

Begleitend zum Album fand vom 16. Juni 1999 bis 3. März 2000 die die Do You Believe Tour statt. Es war Chers vierte Solotournee. Sie bestand aus 50 Konzerten in Europa und Nordamerika, hatte über 900.000 Besucher und spielte 160 Millionen US-Dollar ein.[26]

Einzelnachweise

  1. Dominique Jörin: Cher - Believe. In: Radio 3fach. 15. April 2024, abgerufen am 8. November 2025.
  2. RetrogamesMaster: Matt Gray Interview by Peter Ward, 2015. Abgerufen am 24. Dezember 2021.
  3. a b c Cher - Believe. In: ndr.de. 20. Mai 2021, abgerufen am 8. November 2025.
  4. Starr Bowenbank: Cher’s ‘Believe’ Is Getting a Deluxe Edition for Its 25th Anniversary: Here’s When It Arrives. In: Billboard. 21. September 2023, abgerufen am 8. November 2025 (englisch).
  5. Chartquellen (Singles): DE AT CH UK US
  6. Bewertung: allmusic.com
  7. Bewertung: Rolling Stone
  8. Günther Fischer: CD-Kritik : Cher: Believe. In: Der Spiegel. 3. Dezember 1997, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 8. November 2025]).
  9. Matthias Schwarzer: Auto-Tune: Wie ein Cher-Song die Popmusik für immer veränderte. In: rnd.de. 19. Oktober 2023, abgerufen am 8. November 2025.
  10. Winners of the 2000 Grammy Awards. In: New York Times. 14. Februar 2000, abgerufen am 8. November 2025 (englisch).
  11. 1999 MTV Video Music Awards. In: rockonthenet.com. Abgerufen am 8. November 2025 (englisch).
  12. a b Chartplatzierung in den USA. In: billboard.com. Abgerufen am 5. April 2024 (englisch).
  13. a b Chartplatzierung in Deutschland. In: offiziellecharts.de. Abgerufen am 5. April 2024.
  14. a b Chartplatzierung in Österreich. In: austriancharts.at. Abgerufen am 5. April 2024.
  15. Chartplatzierung in der Schweiz. In: hitparade.ch. Abgerufen am 5. April 2024.
  16. Chartplatzierung in Großbritannien. In: officialcharts.com. Abgerufen am 5. April 2024 (englisch).
  17. Jahrescharts 1998 in Deutschland. In: offiziellecharts.de. Abgerufen am 5. April 2024.
  18. Jahrescharts 1998 in Österreich. In: austriancharts.at. Abgerufen am 5. April 2024.
  19. Jahrescharts 1999 in Deutschland. In: offiziellecharts.de. Abgerufen am 5. April 2024.
  20. Jahrescharts 1999 in Österreich. In: austriancharts.at. Abgerufen am 5. April 2024.
  21. Jahrescharts 1999 in der Schweiz. In: hitparade.ch. Abgerufen am 5. April 2024.
  22. Natalie Zfat: Don’t Call It a Comeback. In: rollingstone.com. Rolling Stone, 23. Januar 2007, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 16. Mai 2009; abgerufen am 24. Dezember 2025 (englisch).
  23. DE: 2 × Platin
  24. US: 4 × Platin
  25. Cher Releases First New Album In 12 Years 'Closer To The Truth' Out On October 14th 2013. In: contactmusic.com. 23. August 2013, abgerufen am 24. Juli 2017 (englisch).
  26. Cher's Concert Reviews. In: cherscholar.com. Abgerufen am 8. November 2025 (englisch).