Methylenblau

Strukturformel
Allgemeines
Freiname Methylthioniniumchlorid[1]
Andere Namen
  • N,N,N′,N′-Tetramethylthioninchlorid
  • Methyl(en)thioniniumchlorid
  • 3,7-Bis(dimethylamino)-phenothiaziniumchlorid
  • C.I. 52015
  • Basic Blue 9[2]
  • Chromosmon[2]
  • Swiss Blue[2]
  • Urolene Blue[2]
Summenformel C16H18ClN3S
Kurzbeschreibung

dunkelgrüne, glänzende Kristalle[3]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
EG-Nummer 200-515-2
ECHA-InfoCard 100.000.469
PubChem 6099
ChemSpider 5874
DrugBank DB09241
Wikidata Q422134
Arzneistoffangaben
ATC-Code

V03AB17

Eigenschaften
Molare Masse 319,86 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt
  • ca. 190 °C (Zersetzung)[4]
  • 100–110 °C (Zersetzung)[5]
Löslichkeit
Sicherheitshinweise
Bitte die Befreiung von der Kennzeichnungspflicht für Arzneimittel, Medizinprodukte, Kosmetika, Lebensmittel und Futtermittel beachten
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[4]

Achtung

H- und P-Sätze H: 302
P: 301+312+330[4]
Toxikologische Daten

1180 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)[6]

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Methylenblau (Synonym: Methylthioniniumchlorid, lateinisch Methylenum caeruleum, systematische Bezeichnung nach Colour Index C.I. Basic Blue 9) ist ein Phenothiazin-Derivat. Der kationische Farbstoff wird in der Chemie, Medizin und Färbetechnik verwendet.

Als reiner Farbstoff erscheint Methylenblau dunkelgrün, als Pulver oder Kristalle. Das im Handel auch übliche Methylenblau als Doppelsalz mit Zinkchlorid ist ein braunes Pulver. Die Weltgesundheitsorganisation führt Methylenblau als Arzneimittel zur Behandlung der Methämoglobinämie in der Liste der unentbehrlichen Arzneimittel.[7] Methylenblau war 1891 das erste vollsynthetische Arzneimittel.[8]

Geschichte

Methylenblau wurde erstmals 1876 von dem Chemiker Heinrich Caro bei der BASF synthetisiert.[9] Ein Jahr später erhielt die BASF für Methylenblau das erste Deutsche Reichspatent für einen Teerfarbstoff.[10][9] Paul Ehrlich verwendete Methylenblau 1887 zur Färbung lebender Nervenzellen (Vitalfärbung).[11] Im Jahr 1891 verwendeten Ehrlich und Paul Guttmann Methylenblau zur Behandlung der Malaria.[12][9] Er erkannte, dass Methylenblau sich an manche Erreger band, sie anfärbte und im Wachstum hemmte. In den 1890ern wurde Methylenblau zur Markierung der Medikamenteneinnahme von Patienten in der Psychiatrie verwendet, bei der eine antipsychotische Wirkung des Methylenblaus entdeckt wurde.[13][14] Da das Reduktionspotential des Methylenblaus dem des Sauerstoffs ähnelt und es in der Elektronentransportkette der Atmung reduziert werden kann, wurde Methylenblau zur Behandlung von Cyanidvergiftungen 1926 von Bo Sahlin und erstmals erfolgreich 1933 von Matilda Moldenhauer Brooks (und auch gegen Kohlenmonoxid-Vergiftungen) eingesetzt.[15][16][17] Im Jahr 1928 wurde die Photoinaktivierung bei Lichtbestrahlung in Anwesenheit von Methylenblau bei Bakterien[18][19] und 1933 bei Viren gezeigt.[20][19] In den 1930er Jahren wurde Methylenblau zur Therapie der Methämoglobinämie[21] und wegen seiner antibiotischen und antihelminthischen Eigenschaften verwendet.[22] Die Forschung an Phenothiazin-Derivaten führte in den 1940er Jahren zur Entdeckung von Promethazin, Promazin und 1951 letztlich Chlorpromazins als erstem wirksamen Neuroleptikum zur Behandlung der Schizophrenie und der Manie,[23][24][22] zur Entdeckung mancher Antihistamine, des Malariamittels Chloroquin[25] und der trizyklischen Antidepressiva.[14]

Eigenschaften

Methylenblau ist ein dunkelgrünes Pulver mit bronzefarbenem Glanz, das in Wasser oder Ethanol gelöst einen blauen Farbstoff ergibt.[2] Es absorbiert sichtbares Licht im Bereich von circa 530 bis 700 nm mit einem Absorptionsmaximum bei 665 nm.[26][27] Das Maximum bei 292 nm stammt vom aromatischen Ringsystem, das Maximum bei 612 nm vom insgesamt zweifach positiv geladenen Methylenblau-Dimer und das Maximum bei 665 nm entstammt dem π–π*-Übergang (2,48 eV).[27] Weil Methylenblau Licht im blauen Wellenlängenbereich (zwischen 460 und 490 nm) nicht absorbiert, sondern reflektiert, erscheint es blau. Methylenblau fluoresziert sichtbar im Nahinfrarot-Bereich mit einer Quantenausbeute von 0,52 und einem Maximum bei 686 nm, was einer Stokes-Verschiebung von 21 nm zur Anregungswellenlänge 665 nm entspricht.[28]

Extinktionskoeffizient in 1/(M⋅cm)Wellenlänge in nm-10.000010.00020.00030.00040.00050.00060.00070.00080.000200300400500600700800AbsorptionAbsorptionsspektrum von Methylenblau in Wasser
Molekül (MB = Methylenblau)[29] Absorptionsmaximum Extinktionskoeffizient (dm3/mol·cm)
MB+ (Lösung) 664 95000
MBH2+ (Lösung) 741 76000
(MB+)2 (Lösung) 605 132000
(MB+)3 (Lösung) 580 110000
MB+ (an Ton adsorbiert) 673 116000
MBH2+ (an Ton adsorbiert) 763 86000
(MB+)2 (an Ton adsorbiert) 596 80000
(MB+)3 (an Ton adsorbiert) 570 114000

Es hat eine berechnete Van-der-Waals-Oberfläche von 387,92 Å2, eine polare Oberfläche von 43,91 Å2, ein elektrisches Dipolmoment von 11,22 D und ein Van-der-Waals-Volumen von 261,01 Å3.[30] Der kristalline Feststoff zeigt eine ausgeprägte Tendenz zur Hydratbildung. So lassen sich mit einem Pentahydrat, einem 2,2–2,3–Hydrat, zwei polymorphen Dihydraten und einem Monohydrat fünf verschiedene Hydratformen differenzieren.[31] Die Löslichkeit von Methylenblau ist folgend gereiht: Ethylacetat << Aceton << Ethanol < Wasser < Methanol und 2-Propanol.[32]

Herstellung

Methylenblau wird in mehreren Schritten aus N,N-Dimethyl-p-phenylendiamin unter Zusatz von Dichromat als Oxidationsmittel sowie der Addition von N,N-Dimethylanilin hergestellt. Abschließend muss es zum Indamin oxidiert werden, wobei sich Bindschedlers Grün bildet. Dieses wird in Gegenwart von Kupfersulfat mit Schwefelwasserstoff cyclisiert.

Alternativ kann Methylenblau durch Oxidation von 4-Aminodimethylanilin in Gegenwart von Natriumthiosulfat zur Chinondiiminothiosulfonsäure, anschließender Reaktion mit Dimethylanilin, Oxidation zum Indamin und Cyclisierung zum Thiazin hergestellt werden.[33]


Synthese von C.I. Basic Blue 9 aus N,N-Dimethylanilin (1)

Die Synthese von Methylenblau lässt sich in fünf Schritte unterteilen. Dabei wird N,N-Dimethylanilin vorgelegt und mit Salzsäure und Natriumnitrit versetzt. Dabei entsteht p-Nitroso-N,N-dimethylanilin. Durch Zugabe von Zink wird die entstandene Nitrosogruppe zu einem Amin reduziert. Anschließend reagiert das Produkt der Reduktion p-Amino-N,N-dimethylanilin unter Zugabe von konzentrierter Schwefelsäure und Thioschwefelsäure zu der Thiosulfonsäure von p-Amino-N,N-dimethylanilin. Bei der erneuten Zugabe von konzentrierter Schwefelsäure und der Zugabe eines weiteren Äquivalents von N,N-Dimethylanilins entsteht die Thiosulfonsäure von Bindschedlers Grün. Dies geschieht in einer oxidativen Kupplungsreaktion. Aus der Thiosulfonsäure von Bindschedlers Grün entsteht durch Zugabe von Mangandioxid das gewünschte Produkt Methylenblau.[34]

Gereiftes Methylenblau

In der Histologie wird gelegentlich „gereiftes“ oder „polychromes“ Methylenblau verwendet.[35] Dabei handelt es sich um spontane Demethylierungen zu Tri-, Di-, Mono- und unmethylierten Reaktionsprodukten, die respektive als Azur B, Azur A, Azur C und Thionin bezeichnet werden.[36]

Verwendung als Färbemittel

In Wasser löst sich Methylenblau gut, selbst geringe Mengen bewirken eine sichtbare Färbung des Wassers. Es wird zur Färbung von Seide, Holz, Baumwolle und Leder verwendet.[37][27] Weltweit wurde im Jahr 2023 Methylenblau im Wert von etwa 7,7 Milliarden US-Dollar umgesetzt.[27] Der größte Teil wurde 2024 im Gesundheitswesen, gefolgt von der Aquakultur, Laboren und der Textilindustrie verwendet.[38]

Histologie

In der Histologie wurde es 1885 erstmals durch Paul Ehrlich zur selektiven Färbung bestimmter Gewebearten (besonders der grauen Substanz im peripheren Nervensystem) verwendet. Die Färbung mit Methylenblau ist am lebenden Organismus möglich (Vitalfärbung), daher zählt man es zu den Vitalfarbstoffen. Es färbt vor allem Zellkerne, genauer gesagt die Nukleinsäuren darin. Die bakteriologische Verwendung des alkalischen Methylenblaus wird auch als Loeffler-Färbung[39] (nach Friedrich Loeffler) bezeichnet. Methylenblau ist Bestandteil vieler histologischer Färbungen wie der Giemsa-Färbung, der Romanowsky-Färbung, der Ziehl-Neelsen-Färbung, der May-Grünwald-Färbung, der Pappenheim-Färbung, der Field-Färbung, der Wright-Färbung, der Neisser-Färbung, der Leishman-Färbung, der Jenner-Färbung, der Jaswant-Singh-Bhattacharji-Färbung, der Kinyoun-Färbung und der Moeller-Färbung.

Biochemie

In der Biochemie wird Methylenblau zum Färben von DNA und RNA in Gelen und auf Membranen nach dem Blotten verwendet.[40] Zwar ist Methylenblau nicht so sensitiv wie andere DNA-Farbstoffe (wie Ethidiumbromid), dafür aber weniger toxisch und es interkaliert nicht in die Nukleinsäure-Ketten. Methylenblau ist permeabel für Biomembranen (auch als membrangängig bezeichnet) und kann bis ins Innere der Mitochondrien diffundieren.[19] Daneben wird es zur Virusinaktivierung per Photoinaktivierung[41] und zum Zählen von Viren im Plaque-Assay verwendet.[42] In der Mikrobiologie wird es im Eosin-Methylen-Blau-Agar[43] und zum Nachweis Reduktase-bildender Bakterien als Methylenblaumilch eingesetzt.[44]

Weiterhin wird Methylenblau als Redoxmediator eingesetzt. Das Halbwertspotential E0' beträgt +0,011 mV.[45][46] Unter reduzierenden Bedingungen wird Methylenblau zum farblosen Leukomethylenblau (LMB) reduziert.[47] In der Elektronentransportkette in Mitochondrien reagiert Methylenblau direkt mit NADH, NADPH und FADH2.[48] Weiterhin kann Methylenblau Elektronen in der Atmungskette von NADH am Komplex I auf Cytochrom c übertragen und Teile der Atmungskette überspringen.[19] Es bindet an Tubulin und hemmt die Bildung von Mikrotubuli im Zytoskelett.[49] Ebenso hemmt Methylenblau die lösliche Guanylylcyclase und die nachfolgende Bildung von cyclischem Guanosinmonophosphat (cGMP) als sekundärem Botenstoff, und verhindert damit die vasodilatierende Wirkung von NO.[50] Darüber hinaus aktiviert Methylenblau den Nrf2-Signalweg zum Abbau von reaktiven oxidativen Spezies zur Minderung von oxidativem Stress.[51]

Chemie

Methylenblau wird als Redoxindikator benutzt.[52][53] Es ist ein guter Wasserstoff-Akzeptor, der Alkohole in Gegenwart von Platin zu Aldehyden oxidiert. Dabei entfärbt sich die Lösung, da Methylenblau zum farblosen Leukomethylenblau reduziert wird.[54][52] Eine analoge Reaktion lässt sich auch mit Glucose und Luftsauerstoff als Blue-Bottle-Experiment durchführen.[55] Eine entsprechende Redoxreaktion läuft ab, wenn man zu einer Methylenblaulösung verdünnte Schwefelsäure und etwas Zinkpulver gibt. Methylenblau wird zur farblosen Leukoform reduziert. Die farblose Lösung wird nach Schütteln an der Luft wieder blau, weil die Leukoform vom Luftsauerstoff wieder zum Methylenblau oxidiert wird. In der Analytischen Chemie wird Methylenblau in der Bestimmung von Aniontensiden nach der Longwell-Manience-Methode und bei der Epton-Titration verwendet. Ebenso wird es zum Nachweis von Schwefelwasserstoff (im Konzentrationsbereich 0,02 – 1,50 mg/L, entsprechend 20 ppb – 1,5 ppm) mit Dimethyl-p-phenylendiamin und Eisen(III) bei pH 0,4 – 0,7 per Photometrie eingesetzt.[56] Hierbei ist Methylenblau allerdings kein Reagenz, sondern wird bei der Reaktion gebildet.[56] Reduktionsmittel wie Ascorbinsäure sind beim Sulfidnachweis Störsubstanzen, da sie Methylenblau zum farblosen Leukomethylenblau reduzieren.[52] In der Lebensmittelchemie wird Methylenblau zum Nachweis des Alters von Milch verwendet, da frische Milch noch ausreichend Sauerstoff enthält, um Methylenblau in der oxidierten blauen Form zu halten und ältere Milch es zu Leukomethylenblau reduziert.[57][58]

Geologie

In der Geologie dient die Methylenblau-Methode zur Bestimmung des Smektitgehalts in Tonmineralien.[59][60] Es stellt damit ein wichtiges Verfahren zur Qualitätskontrolle in vielen Industriezweigen dar. In der Abwasseranalytik wird eine Methylenblauprobe zur Bestimmung der Fäulnisfähigkeit herangezogen. Mit Hilfe der Methylenblauprobe kann der Nachweis geführt werden, ob bzw. in welchem Maße der Ablauf einer Kläranlage noch fäulnisfähige Stoffe enthält. Methylenblau ist ein Redoxindikator und entfärbt sich bei absolutem Luftabschluss in dem Maße, in dem anaerobe Verhältnisse (H2S-Bildung) überhandnehmen. Es wird die Zeit bis zur Entfärbung des der Probe zugesetzten Farbstoffes bestimmt.

In der Abwasseranalytik wird Methylenblau zur Bestimmung der Konzentration an anionischen Tensiden in Wasser verwendet (MBAS-Assay).[61][62] Methylenblau wird zur Bestimmung der verbliebenen Kapazität von Aktivkohlefiltern verwendet, da es ähnlich wie Medikamente und Pestizide daran bindet. Ebenso wird versucht, Methylenblau aus Abwässern zu adsorbieren.[63][64][65]

Medizinische Verwendung

In der Medizin ist Methylenblau in erster Linie bei der Behandlung der Methämoglobinurie ein Antidot gegen Nitrit- und Anilinvergiftungen, Vergiftungen mit manchen Arzneistoffen, Toxinen oder Ackerbohnen.[66] Methylenblau beschleunigt bei der entstehenden Methämoglobinämie die Rückumwandlung von Methämoglobin zu funktionsfähigem Hämoglobin von mehreren Stunden auf wenige Minuten.[67][68] Bei hohen Dosen an Methylenblau entsteht allerdings der umgekehrte Effekt und es erzeugt eine Methämoglobinämie.[68] Im Körper des Patienten wird Methylenblau zu Leukomethylenblau reduziert, das wiederum bei der Methämoglobinämie die Eisenionen Fe3+ zu Fe2+ reduziert, wodurch aus Methämoglobin wieder Hämoglobin entsteht und es wieder funktionsfähig wird.[69] Dabei wird es intravenös verabreicht.[57]

Ebenso wird Methylenblau als Antidot bei Cyanid- und Akee-Vergiftungen verwendet,[27][70] wobei Methylenblau bei Cyanid-Vergiftungen nicht mehr empfohlen wird.[57] Weiter wird es noch als Antiseptikum,[71] zur Bekämpfung von Malaria (seit über einem Jahrhundert[72]),[73][74][75] zur Behandlung Ifosfamid-induzierter Enzephalopathie[76][77] und zu Diagnosezwecken eingesetzt. Methylenblau wird als Enzymhemmer der löslichen Guanylylcyclase und damit beim septischen Schock und beim vasoplegischen Syndrom eingesetzt,[78] weil es die Dauer der Beatmung, der Gabe von Vasopressoren und den Aufenthalt in der Intensivstation verkürzt.[79][80][81]

Methylenblau wird als Placebo eingesetzt, nachdem den Patienten gesagt wurde, dass sich ihr Urin durch die Behandlung blau färben würde und dies ein Anzeichen für eine Verbesserung der Krankheit sei.[82] Die Farbigkeit des Urins nach Methylenblau-Gabe erschwert klinische Studien mit Methylenblau als Medikament in höheren Dosen, da die Versuchsteilnehmer an ihrem Urin sehen können, wer Methylenblau erhalten hatte. Daher erhalten die Probanden der Placebogruppe bei klinischen Studien mit Methylenblau manchmal eine so niedrige Dosis an Methylenblau, das gerade noch eine Blaufärbung des Urins erfolgt und somit eine Unterscheidung anhand des Urins schwieriger wird.[83] Allerdings ist bei den niedrigen Dosen eine Wirkung des Methylenblaus in der Placebogruppe nicht ausgeschlossen.[84]

Als Färbemittel wird es am lebenden Menschen bei der Nah-Infrarot-Darstellung der Harnröhre, zur Identifikation des Parathymus, von Pankreaskrebs, Brustkrebs und Krebs in Lymphknotenbiopsien[85][86] sowie beim Auffinden von Lymphknoten verwendet.[28] Methylenblau erhöht die Photosensibilität und wird in der photodynamischen Therapie zur Behandlung von Hautkrebs und Darmkrebs eingesetzt.[87] Bei einem Plasmaaustausch wird es in Verbindung mit Licht zur Photoinaktivierung behüllter Viren in Blutplasma verwendet.[88][89]

In der Tiermedizin, Aquaristik und Aquakultur wird es, teilweise zusammen mit Malachitgrün, als Mittel gegen einzellige Hautparasiten der Fische im Süßwasser eingesetzt wie Ichthyophthirius (erzeugen die Weißpünktchenkrankheit), Ichthyobodo (Costia), Heteropolaria, Chilodonella (erzeugen die Chilodonelliasis), Tetrahymena, Trichodina, Glossatella und im Salzwasser wie Cryptocarion, Brooklynella und Uronema. Ebenso wird es bei Fischen als Bakterizid und Fungizid verwendet, unter anderem gegen Saprolegnia (erzeugen Saprolegniasis).[90][91]

Medizinische Forschung

Weiterhin wird der Farbstoff auf seine Eignung zur Behandlung von chronischen Schmerzen des unteren Rückens untersucht.[92] Methylenblau wird als lokales Analgetikum untersucht.[93][94]

Methylenblau wird zur Therapie verschiedener neurodegenerativer Erkrankungen untersucht, da es im Laborversuch die Aggregation von Tau-Proteinen hemmt[95][96] und die Funktion der Mitochondrien verbessert (Sauerstoffverbrauch und ATP-Erzeugung).[97][98] Weiterhin wird es zur Behandlung der Alzheimer-Krankheit,[99] von Depression, Angstzuständen und zur Neuroprotektion untersucht.[84][100][8][9]

Nebenwirkungen

Kardiovaskulär[101][102] Zentrales Nervensystem[101][102] Dermatologisch[101][102] Gastrointestinal[101][102] Urologisch[101][102] Hämatologisch[101][102]
Bluthochdruck[103]
Brustschmerz[103]
Atemnot[103]
Schwindel
• Geistige Verwirrung
Kopfschmerzen
Fieber
• Verfärbung der Haut
Nekrose der Injektionsstelle
• Verfärbung des Stuhls
Übelkeit[103]
Erbrechen[103]
• Unterleibsschmerzen
• Verfärbung des Urins (Dosen über 80 µg)
• Blasenreizung
Hämolyse[103] und Anämie
Methämoglobinämie[103]

Methylenblau wirkt in bestimmten Konzentrationen neurotoxisch.[104][105][103] Gaben von über 5 mg/kg Körpergewicht können im Menschen ein lebensgefährliches Serotonin-Syndrom auslösen.[106]

Methylenblau ist mutagen.[107][108][109][110] Im Tierversuch zeigte sich an Mäusen nach oraler Verabreichung von M.-Trihydrat an 5 d/Woche über 106 Wochen per Schlundsonde in Dosierungen von 2,5 bis 25 mg/kg KG x d eine dosisabhängige Zunahme von Adenomen und Karzinomen des Dünndarms; bei der höchsten Dosis lag die kombinierte Inzidenz von Adenomen und Karzinomen mit 12 % signifikant über der historischer Kontrollen.[111] Weiterhin wurde ein leichter Anstieg der Inzidenz bösartiger Lymphome beobachtet, der jedoch bei den Männchen nur marginal über der Inzidenz historischer Kontrollen lag und bei den Weibchen keine klare Dosisabhängigkeit zeigte; der Zusammenhang mit der Exposition wurde vom NTP daher als „nicht eindeutig“ („equivocal“) bewertet. Der Bewertung der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA zufolge weisen die Ergebnisse dieser Studie hingegen nicht auf eine substanzbedingte Entstehung von Tumoren bei Mäusen hin.[112] Bei Ratten zeigte sich nach entsprechender Verabreichung an 5 d/Woche über 106 Wochen per Schlundsonde in Dosierungen von 5 bis 50 mg M.-Trihydrat/kg KG x d bei den Männchen ein Trend für eine dosisabhängige Zunahme von Inselzelladenomen und möglicherweise von Adenomen + Karzinomen der Bauchspeicheldrüse. Bei Weibchen wurden keine erhöhte Inzidenz von Tumoren festgestellt. Das NTP sieht in diesen Befunden „einige Anzeichen“ („some evidence“) für eine kanzerogene Wirkung von Methylenblau bei männlichen und keine derartige Evidenz bei weiblichen Ratten. Die FDA kam zu dem Schluss, dass Methylenblau bei männlichen Ratten Inselzelladenome oder -karzinome der Bauchspeicheldrüse verursacht.

Gegenanzeigen

Methylenblau ist ein Monoaminoxidase-Hemmer (MAOI),[113] und kann bei intravenöser Verabreichung von Dosen über 5 mg/kg in Kombination mit selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (SSRI) oder anderen Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern (z. B. Duloxetin, Sibutramin, Venlafaxin, Clomipramin, Imipramin, Fluoxetin, Fluvoxamin, Paroxetin, Sertralin und Citalopram) eine schwere Serotonin-Toxizität, das Serotoninsyndrom, auslösen.[114][115][116][117]

Es verursacht eine hämolytische Anämie bei Trägern des G6PD-Enzymmangels (Favismus) und sollte bei diesen nicht angewendet werden.[118][119] Ebenso sollte es nicht bei Patienten mit Heinz-Körper-Anämie verwendet werden.[106]

In der Schwangerschaft sollte Methylenblau aufgrund fruchtschädigender Wirkung nicht bei der Amniozentese angewendet werden.[120]

Aufnahme, Stoffwechsel und Ausscheidung

Die maximale Konzentration des Methylenblaus im Blutplasma wird bei intravenöser Gabe nach 0,5 Stunden und oral nach 2,2 Stunden erreicht.[121] Daher wird Methylenblau bei Methämoglobinämie intravenös verabreicht. Die Konzentration im Blut ist vier bis fünfmal höher als im Plasma, vermutlich weil es von Zellen aufgenommen wird.[9] Die orale Bioverfügbarkeit liegt bei etwa 72 %.[121] Die Fläche unter der Kurve von oral verabreichtem Methylenblau ist in Ratten nur 6,5 % derjenigen von intravenös verabreichtem, vermutlich aufgrund metabolischer Eigenheiten der Ratte.[122] Unter reduzierenden Bedingungen wie im Blut wird Methylenblau nach und nach zum Leukomethylenblau reduziert. Etwa 65 – 85 % des Methylenblaus wird in Zellen zum farblosen Leukomethylenblau reduziert.[9] In Ratten reichert sich Methylenblau nach der Aufnahme im Gehirn, in der Leber und in der Galle an.[122] Methylenblau wird in der Leber durch Cytochrom P450 verstoffwechselt und daneben über die Niere in den Urin ausgeschieden, weshalb Menschen mit geschädigter Leber oder Niere ein höheres Risiko für Methylenblau-Toxizität oder -Arzneimittelwechselwirkungen haben.[81] Da Methylenblau in der Galle angereichert wird, erfolgt auch eine Ausscheidung über den Darm.[9] Nach intravenöser Gabe werden in Ratten in 24 Stunden 28 % der Dosis über den Urin ausgeschieden, nach oraler Einnahme 18 % der Dosis in 24 Stunden.[122] Die biologische Halbwertszeit von Methylenblau nach intravenöser Gabe liegt für Menschen bei 5–24 Stunden.[57][122][121]

Literatur

Einzelnachweise

  1. INN Recommended List 1, World Health Organisation (WHO), 9. Mai 1955.
  2. a b c d e MeSH Methylenblau
  3. a b c Eintrag zu Methylenblau. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 30. Mai 2014.
  4. a b c d Eintrag zu Methylthioniniumchlorid in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 10. Januar 2017. (JavaScript erforderlich)
  5. Kirk-Othmer Encyclopedia of Chemical Technology. 3. Ausgabe, Band 3. John Wiley and Sons, S. 379 (1978).
  6. Eintrag zu Methylene blue in der ChemIDplus-Datenbank der United States National Library of Medicine (NLM) (Seite nicht mehr abrufbar)
  7. ((World Health Organization)): World Health Organization model list of essential medicines: 21st list 2019. World Health Organization, Geneva 2019, WHO/MVP/EMP/IAU/2019.06. License: CC BY-NC-SA 3.0 IGO (englisch).
  8. a b A. P. Gureev, I. S. Sadovnikova, V. N. Popov: Molecular Mechanisms of the Neuroprotective Effect of Methylene Blue. In: Biochemistry. Biokhimiia. Band 87, Nummer 9, September 2022, S. 940–956, doi:10.1134/S0006297922090073, PMID 36180986.
  9. a b c d e f g M. Oz, D. E. Lorke, M. Hasan, G. A. Petroianu: Cellular and molecular actions of Methylene Blue in the nervous system. In: Medicinal research reviews. Band 31, Nummer 1, Januar 2011, S. 93–117, doi:10.1002/med.20177, PMID 19760660, PMC 3005530 (freier Volltext).
  10. Badische Anilin- und Sodafabrik (BASF): Verfahren zur Darstellung blauer Farbstoffe aus Dimethylanilin und anderen tertiaren aromatischen Monaminen, Deutsches Reich Patent Nr. 1886 (erteilt am 15. Dezember 1877). Abrufbar bei: Friedlaender P: Fortschritte der Theerfarbenfabrikation und verwandter Industriezweige. Band 1. Julius Springer, Berlin, Germany 1888, S. 247–249 (books.google.com (Memento des Originals vom 21. März 2015 im Internet Archive) [abgerufen am 12. Oktober 2016]).
    H. Caro 1877 Engl. Pat. 3751. 9/10.
  11. Ehrlich P: Ueber die Methylenblau Reaktion der lebenden Nerven Substanz. (deutsch: About the methylene blue reaction of the living nerve substance.). In: Biologisches Zentralblatt. 6. Jahrgang, 1887, S. 214–224 (pei.de [PDF]). zitiert durch Baker JR: Principles of biological microtechnique. A study of fixation and dyeing. Methuen, London 1958 (englisch).
  12. P. Guttmann, P. Ehrlich: Über die Wirkung des Methylenblau bei Malaria. In: Berlin Klin Woch. (1891), Band 28, S. 953–956.
  13. S. H. Yang, W. Li, N. Sumien, M. Forster, J. W. Simpkins, R. Liu: Alternative mitochondrial electron transfer for the treatment of neurodegenerative diseases and cancers: Methylene blue connects the dots. In: Progress in neurobiology. Band 157, Oktober 2017, S. 273–291, doi:10.1016/j.pneurobio.2015.10.005, PMID 26603930, PMC 4871783 (freier Volltext).
  14. a b D. Tucker, Y. Lu, Q. Zhang: From Mitochondrial Function to Neuroprotection-an Emerging Role for Methylene Blue. In: Molecular neurobiology. Band 55, Nummer 6, Juni 2018, S. 5137–5153, doi:10.1007/s12035-017-0712-2, PMID 28840449, PMC 5826781 (freier Volltext).
  15. Brooks MM: Methylene blue as an antidote for cyanide and carbon monoxide poisoning. In: The Scientific Monthly. 43. Jahrgang, Nr. 6, 1936, S. 585–586, bibcode:1936SciMo..43..585M, JSTOR:16280 (englisch).
  16. Hanzlik PJ: Methylene Blue As Antidote for Cyanide Poisoning. In: JAMA. 100. Jahrgang, Nr. 5, 4. Februar 1933, S. 357, doi:10.1001/jama.1933.02740050053028 (englisch).
  17. Matilda Moldenhauer Brooks: Methylene Blue As Antidote for Cyanide and Carbon Monoxide Poisoning. In: JAMA. 100. Jahrgang, Januar 1933, S. 59, doi:10.1001/jama.1933.02740010061028 (englisch).
  18. Schultz E.W., Krueger A.P.: Inactivation of Staphyloccus Bacteriophage by Methylene Blue. In: Exp. Biol. Med. (1928); Band 26, S. 100–101. doi:10.3181/00379727-26-4158.
  19. a b c d H. Xue, A. Thaivalappil, K. Cao: The Potentials of Methylene Blue as an Anti-Aging Drug. In: Cells. Band 10, Nummer 12, Dezember 2021, S. , doi:10.3390/cells10123379, PMID 34943887, PMC 8699482 (freier Volltext).
  20. Perdrau J.R., Charles T.: The photodynamic action of methylene blue on certain viruses. In: Proc. R. Soc. Lond. Ser. B Boil. Sci. (1933), Band 112, S. 288–298. doi:10.1098/rspb.1933.0011.
  21. W. B. Wendel: The Control of Methemoglobinuria with Methylene Blue. In: The Journal of clinical investigation. Band 18, Nummer 2, März 1939, S. 179–185, doi:10.1172/JCI101033, PMID 16694652, PMC 434865 (freier Volltext).
  22. a b M. J. Ohlow, B. Moosmann: Phenothiazine: the seven lives of pharmacology's first lead structure. In: Drug discovery today. Band 16, Nummer 3–4, Februar 2011, S. 119–131, doi:10.1016/j.drudis.2011.01.001, PMID 21237283.
  23. J. E. Kristiansen: Dyes, antipsychotic drugs, and antimicrobial activity. Fragments of a development, with special reference to the influence of Paul Ehrlich. In: Danish medical bulletin. Band 36, Nummer 2, April 1989, S. 178–185, PMID 2651032.
  24. F. R. Frankenburg, R. J. Baldessarini: Neurosyphilis, malaria, and the discovery of antipsychotic agents. In: Harvard review of psychiatry. Band 16, Nummer 5, 2008, S. 299–307, doi:10.1080/10673220802432350, PMID 18803105.
  25. Wainwright M: Dyes in the development of drugs and pharmaceuticals. In: Dyes and Pigments. 76. Jahrgang, Nr. 3, Januar 2008, S. 582–589, doi:10.1016/j.dyepig.2007.01.015 (englisch).
  26. Scott Prahl: Tabulated Molar Extinction Coefficient for Methylene Blue in Water. In: OMLC. Scott Prahl & Steve Jacques, 4. März 1998, abgerufen am 13. Oktober 2020 (englisch).
  27. a b c d e Bollinger, JC., Lima, E.C., Mouni, L. et al. Molecular properties of methylene blue, a common probe in sorption and degradation studies: a review. Environ Chem Lett 23, 1403–1424 (2025). https://doi.org/10.1007/s10311-025-01856-1
  28. a b Cwalinski T, Polom W, Marano L, Roviello G, D'Angelo A, Cwalina N, Matuszewski M, Roviello F, Jaskiewicz J, Polom K: Methylene Blue-Current Knowledge, Fluorescent Properties, and Its Future Use. In: J Clin Med. (2020); Band 9, Heft 11, S. 3538. doi:10.3390/jcm9113538. PMID 33147796; PMC 7693951 (freier Volltext).
  29. Cenens J, Schoonheydt RA: Visible spectroscopy of methylene blue on hectorite, laponite B, and barasym in aqueous suspension. In: Clays and Clay Minerals. 36. Jahrgang, Nr. 3, 1988, S. 214–224, doi:10.1346/ccmn.1988.0360302, bibcode:1988CCM....36..214C (englisch).
  30. Mansour Baziar, Hamid Reza Zakeri, Sahar Ghaleh askari, Zahra Derakhshan Nejad, Mahmoud Shams, Ioannis Anastopoulos, Dimitrios A. Giannakoudakis, Eder C. Lima: Metal-organic and Zeolitic imidazole frameworks as cationic dye adsorbents: physicochemical optimizations by parametric modeling and kinetic studies. In: Journal of Molecular Liquids (2021), Band 332, S. 115832. doi:10.1016/j.molliq.2021.115832.
  31. T. Rager, A. Geoffroy, R. Hilfiker, J. M. D. Storey: The crystalline state of methylene blue: a zoo of hydrates. In: Phys. Chem. Chem. Phys. Band 14, 2012, S. 7877–8240. doi:10.1039/c2cp40128b.
  32. A. Salimi, A. Roosta: Experimental solubility and thermodynamic aspects of methylene blue in different solvents. In: Thermochim Acta (2019). Band 675, S. 134–139. doi:10.1016/j.tca.2019.03.024.
  33. H. Berneth: Azine Dyes. In: Ullmann's Encyclopedia of Industrial Chemistry. Wiley-VCH, Weinheim, 2012, ISBN 978-3-527-30673-2.
  34. J. Sinclair, S. Nicoll, J. Storey, C. Harringston, J. Carlisle, Methodes of chemical synthesis of diaminophenothiazinium compounds including methylthioninium chloride (MTC), 16. April 2015, 2925801, Canadian patent application.
  35. Kiernan JA: Special Stains and H & E. Hrsg.: Kumar GL, Kiernan JA (= Education Guide). Second Auflage. Dako North America, Inc., Carpinteria, California 2010, Chapter 19: On Chemical Reactions and Staining Mechanisms, S. 172 (englisch, dako.com (Memento des Originals vom 13. Mai 2012 im Internet Archive)): “What is Giemsa's stain and how does it color blood cells, bacteria and chromosomes?”
  36. Wilson TM: On the Chemistry and Staining Properties of Certain Derivatives of the Methylene Blue Group When Combined With Eosin. In: The Journal of Experimental Medicine. 9. Jahrgang, Nr. 6, November 1907, S. 645–670, doi:10.1084/jem.9.6.645, PMID 19867116, PMC 2124692 (freier Volltext) – (englisch).
  37. H. S. Kusuma, D. E. Christa Jaya, N. Illiyanasafa, K. L. Ikawati, E. Kurniasari, H. Darmokoesoemo, A. N. Amenaghawon: A critical review and bibliometric analysis of methylene blue adsorption using leaves. In: Chemosphere. Band 356, Mai 2024, S. 141867, doi:10.1016/j.chemosphere.2024.141867, PMID 38583535.
  38. Market Research Future: Methylene Blue Market 2024. Abgerufen am 8. Dezember 2025.
  39. Gundolf Keil: Robert Koch (1843–1910). Ein Essai. In: Medizinhistorische Mitteilungen. Zeitschrift für Wissenschaftsgeschichte und Fachprosaforschung. Band 36/37, 2017/2018 (2021), S. 73–109, hier: S. 86.
  40. M. R. Green, J. Sambrook: Staining Nucleic Acids. In: Cold Spring Harbor protocols. Band 2020, Nummer 2, Februar 2020, S. 098228, doi:10.1101/pdb.top098228, PMID 32015006.
  41. A. Alvarez-Larrán, J. Del Río, C. Ramírez, C. Albo, F. Peña, A. Campos, J. Cid, J. Muncunill, J. L. Sastre, C. Sanz, A. Pereira: Methylene blue-photoinactivated plasma vs. fresh-frozen plasma as replacement fluid for plasma exchange in thrombotic thrombocytopenic purpura. In: Vox sanguinis. Band 86, Nummer 4, Mai 2004, S. 246–251, doi:10.1111/j.0042-9007.2004.00506.x, PMID 15144529.
  42. P. D. Ghiringhelli, V. Romanowski: Quick methylene blue staining for visualizing virus plaques in titration experiments. In: BioTechniques. Band 17, Nummer 3, September 1994, S. 464–465, PMID 7529512.
  43. K. K. Shah, V. N. Iyer: Secondary colony formation by Bacillus subtilis on eosine methylene blue agar. In: Journal of bacteriology. Band 81, Nummer 6, Juni 1961, S. 887–894, doi:10.1128/jb.81.6.887-894.1961, PMID 13750583, PMC 314756 (freier Volltext).
  44. Günter Thiele, Heinz Walter (Hrsg.): Reallexikon der Medizin und ihrer Grenzgebiete. Verlag Urban & Schwarzenberg, Loseblattsammlung, München / Berlin / Wien 1973, 5. Ordner (Membra–R-Zellen-Adenom), ISBN 3-541-84005-6, S. M 128 f.
  45. Hewitt, LF: Oxidation-Reduction Potentials in Bacteriology and Biochemistry. In: Oxidation-Reduction Potentials in Bacteriology and Biochemistry. Edn 6 (1950).
  46. Jakubowski H: Biochemistry Online. 2016, Chapter 8: Oxidation/Phosphorylation B: Oxidative Enzymes (englisch, csbsju.edu).
  47. IARC Monographs on the Evaluation of Carcinogenic Risks to Humans. Band 108, 2016, Methylene Blue, S. 155–183 (166) (englisch, iarc.fr [PDF]).
  48. E. Poteet, A. Winters, L. J. Yan, K. Shufelt, K. N. Green, J. W. Simpkins, Y. Wen, S. H. Yang: Neuroprotective actions of methylene blue and its derivatives. In: PLOS ONE. Band 7, Nummer 10, 2012, S. e48279, doi:10.1371/journal.pone.0048279, PMID 23118969, PMC 3485214 (freier Volltext).
  49. Baksheeva VE, La Rocca R, Allegro D, Derviaux C, Pasquier E, Roche P, Morelli X, Devred F, Golovin AV, Tsvetkov PO: NanoDSF Screening for Anti-tubulin Agents Uncovers New Structure–Activity Insights. In: Journal of Medicinal Chemistry. 2025, doi:10.1021/acs.jmedchem.5c01008.
  50. B. K. Saha, S. L. Burns: The Story of Nitric Oxide, Sepsis and Methylene Blue: A Comprehensive Pathophysiologic Review. In: The American journal of the medical sciences. Band 360, Nummer 4, Oktober 2020, S. 329–337, doi:10.1016/j.amjms.2020.06.007, PMID 32631574 (Review).
  51. L. Fão, S. I. Mota, A. C. Rego: Shaping the Nrf2-ARE-related pathways in Alzheimer's and Parkinson's diseases. In: Ageing research reviews. Band 54, September 2019, S. 100942, doi:10.1016/j.arr.2019.100942, PMID 31415806.
  52. a b c Anderson L, Wittkopp SM, Painter CJ, Liegel JJ, Schreiner R, Bell JA, Shakhashiri BZ: What is happening when the Blue Bottle bleaches: An Investigation of the methylene blue-catalyzed air oxidation of glucose. In: Journal of Chemical Education. 89. Jahrgang, Nr. 11, 9. Oktober 2012, S. 1425–1431, doi:10.1021/ed200511d, bibcode:2012JChEd..89.1425A.
  53. Rajchakit U, Limpanuparb T: Rapid Blue Bottle experiment: Autoxidation of benzoin catalyzed by redox indicators. In: Journal of Chemical Education. 93. Jahrgang, Nr. 8, 9. August 2016, S. 1490–1494, doi:10.1021/acs.jchemed.6b00018, bibcode:2016JChEd..93.1490R.
  54. Harvey EN: The relation between the oxygen concentration and rate of reduction of methylene blue by milk. In: The Journal of General Physiology. 1. Jahrgang, Nr. 4, März 1919, S. 415–419, doi:10.1085/jgp.1.4.415, PMID 19871757, PMC 2140316 (freier Volltext).
  55. Cook AG, Tolliver RM, Williams JE: The Blue Bottle experiment revisited: How Blue? How Sweet? In: Journal of Chemical Education. 71. Jahrgang, Nr. 2, Februar 1994, S. 160, doi:10.1021/ed071p160, bibcode:1994JChEd..71..160C.
  56. a b Siegel LM: A direct microdetermination for sulfide. In: Analytical Biochemistry. 11. Jahrgang, Nr. 1, April 1965, S. 126–132, doi:10.1016/0003-2697(65)90051-5, PMID 14328633.
  57. a b c d Methylene Blue. The American Society of Health-System Pharmacists, abgerufen am 8. Januar 2017 (englisch).
  58. Thornton H: Studies on Oxidation-Reduction in Milk: The Methylene Blue Reduction Test. In: Journal of Dairy Science. 13. Jahrgang, Nr. 3. Elsevier Inc., Mai 1930, S. 221–245, doi:10.3168/jds.S0022-0302(30)93520-5.
  59. Hołysz L, Rek P, Huber M, Terpiłowski K: Evaluation and comparison of various methods used for aggregates investigations. In: Adsorption (2021), Band 30, Heft 2, S. 265–277. doi:10.1007/s10450-023-00393-z.
  60. M. Samuels, O. Mor, G. Rytwo: Metachromasy as an indicator of photostabilization of methylene blue adsorbed to clays and minerals. In: Journal of photochemistry and photobiology. B, Biology. Band 121, April 2013, S. 23–26, doi:10.1016/j.jphotobiol.2013.02.004, PMID 23474529.
  61. Alison L. George, Graham F. White "Optimization of the methylene blue assay for anionic surfactants added to estuarine and marine water" Environmental Toxicology and Chemistry 1999, Volume 18, pages 2232–2236. doi:10.1002/etc.5620181016
  62. Andrew D. Eaton (Hrsg.): Standard Methods For the Examination of Water and Wastewater. 21. Auflage. American Public Health Association, 2005, ISBN 978-0-87553-047-5, Also available on CD-ROM and online by subscription (englisch).
  63. Kingsley Igwuozor, Joshua O. Ighalo, Lawal Ogunfowora, Chinenye Adaobi Igwegbe: An Empirical Literature Analysis of Adsorbent Performance for Methylene Blue Uptake from Aqueous Media. In: Journal of Environmental Chemical Engineering (2021), Band 9, Heft 4, S. 105658. doi:10.1016/j.jece.2021.105658.
  64. Hamad HN, Idrus S: Recent Developments in the Application of Bio-Waste-Derived Adsorbents for the Removal of Methylene Blue from Wastewater: A Review. In: Polymers (Basel) (2022). Band 14, Heft 4, S. 783. doi:10.3390/polym14040783. PMID 35215695, PMC 8876036 (freier Volltext).
  65. Vasiljević, Nebojša, Sanja Panić, Goran Tadić, Jelena Vuković, Nataša Novaković, Vladan Mićić: Investigation of the Kinetics of the Adsorption of Methylene Blue on Activated Carbon (2025). In: Engineering Proceedings Band 99, Heft 1, S. 4. doi:10.3390/engproc2025099004.
  66. Thomé SD, Petz LD: Manual of Clinical Hematology. Hrsg.: Mazza J. 3rd Auflage. Lippincott Williams & Wilkins, Philadelphia 2002, ISBN 978-0-7817-2980-2, Hemolytic Anemia: Hereditary and Acquired, S. 102 (englisch, google.com).
  67. R. S. Pushparajah Mak, E. L. Liebelt: Methylene Blue: An Antidote for Methemoglobinemia and Beyond. In: Pediatric emergency care. Band 37, Nummer 9, September 2021, S. 474–477, doi:10.1097/PEC.0000000000002526, PMID 34463662.
  68. a b Brent J: Critical care toxicology: diagnosis and management of the critically poisoned patient. Elsevier Health Sciences, 2005 (englisch).
  69. R. Batton, S. Villard, B. Popoff: [Methemoglobinemia]. In: La Revue de medecine interne. Band 45, Nummer 8, August 2024, S. 479–487, doi:10.1016/j.revmed.2024.05.001, PMID 38777656 (französisch).
  70. J. C. Lo, M. A. Darracq, R. F. Clark: A review of methylene blue treatment for cardiovascular collapse. In: The Journal of emergency medicine. Band 46, Nummer 5, Mai 2014, S. 670–679, doi:10.1016/j.jemermed.2013.08.102, PMID 24508113.
  71. K. Edwards: New Twist on an Old Favorite: Gentian Violet and Methylene Blue Antibacterial Foams. In: Advances in wound care. Band 5, Nummer 1, Januar 2016, S. 11–18, doi:10.1089/wound.2014.0593, PMID 26858911, PMC 4717508 (freier Volltext).
  72. Leslie Goldman MPH: What to know about methylene blue. In: Harvard Health. 24. April 2025, abgerufen am 16. Oktober 2025 (englisch).
  73. Brigitte M. Gensthaler: Ehrlichs Methylenblau – Blauer Farbstoff gegen Malaria. In: Pharmazeutische Zeitung. Nr. 39, 2004. HTML
  74. R. H. Schirmer, B. Coulibaly, A. Stich, M. Scheiwein, H. Merkle, J. Eubel, K. Becker, H. Becher, O. Müller, T. Zich, W. Schiek, B. Kouyaté: Methylene blue as an antimalarial agent. In: Redox report : communications in free radical research. Band 8, Nummer 5, 2003, S. 272–275, doi:10.1179/135100003225002899, PMID 14962363.
  75. G. Lu, M. Nagbanshi, N. Goldau, M. Mendes Jorge, P. Meissner, A. Jahn, F. P. Mockenhaupt, O. Müller: Efficacy and safety of methylene blue in the treatment of malaria: a systematic review. In: BMC Medicine. Band 16, Nummer 1, April 2018, S. 59, doi:10.1186/s12916-018-1045-3, PMID 29690878, PMC 5979000 (freier Volltext).
  76. H. Abahssain, B. Moukafih, H. Essangri, H. Mrabti, B. Meddah, F. Guessous, F. Z. Fadhil, A. Souadka, H. Errihani: Methylene blue and ifosfamide-induced encephalopathy: Myth or reality? In: Journal of oncology pharmacy practice : official publication of the International Society of Oncology Pharmacy Practitioners. Band 27, Nummer 1, Januar 2021, S. 143–149, doi:10.1177/1078155220971843, PMID 33153383.
  77. C. Aeschlimann, T. Cerny, A. Küpfer: Inhibition of (mono)amine oxidase activity and prevention of ifosfamide encephalopathy by methylene blue. In: Drug metabolism and disposition: the biological fate of chemicals. Band 24, Nummer 12, Dezember 1996, S. 1336–1339, PMID 8971139.
  78. P. R. Elmati, T. Nagaradona, V. Raghove, G. S. Jagirdhar, S. Surani: Methylene blue in the critical care setting. In: World journal of critical care medicine. Band 14, Nummer 3, September 2025, S. 105350, doi:10.5492/wjccm.v14.i3.105350, PMID 40880565, PMC 1230511 (freier Volltext).
  79. Ballarin RS, Lazzarin T, Zornoff L, Azevedo PS, Pereira FWL, Tanni SE, Minicucci MF: Methylene blue in sepsis and septic shock: a systematic review and meta-analysis. In: Front Med (Lausanne). (2024), Band 11, S. 1366062. doi:10.3389/fmed.2024.1366062. PMID 38698779; PMC 11063345 (freier Volltext).
  80. S. M. Fernando, A. Tran, K. Soliman, B. Flynn, T. Oommen, L. Wenzhe, N. K. Adhikari, S. Kanji, A. J. Seely, A. E. Fox-Robichaud, R. S. Wax, D. J. Cook, F. Lamontagne, B. Rochwerg: Methylene Blue in Septic Shock: A Systematic Review and Meta-Analysis. In: Critical care explorations. Band 6, Nummer 7, Juli 2024, S. e1110, doi:10.1097/CCE.0000000000001110, PMID 38904978, PMC 1119607 (freier Volltext).
  81. a b J. Arias-Ortiz, J. L. Vincent: Administration of methylene blue in septic shock: pros and cons. In: Critical care. Band 28, Nummer 1, Februar 2024, S. 46, doi:10.1186/s13054-024-04839-w, PMID 38365828, PMC 1087043 (freier Volltext).
  82. Steven Novella: The ethics of deception in medicine. In: Science Based Medicine. 23. Januar 2008, abgerufen am 24. Januar 2008 (englisch).
  83. National Institutes of Health: Clinical trial NCT00214877: Methylene blue for cognitive dysfunction in bipolar disorder.
  84. a b M. Alda: Methylene Blue in the Treatment of Neuropsychiatric Disorders. In: CNS drugs. Band 33, Nummer 8, August 2019, S. 719–725, doi:10.1007/s40263-019-00641-3, PMID 31144270.
  85. A. Carvalho, N. Gonçalves, P. Teixeira, A. Goulart, P. Leão: The impact of methylene blue in colorectal cancer: Systematic review and meta-analysis study. In: Surgical oncology. Band 53, April 2024, S. 102046, doi:10.1016/j.suronc.2024.102046, PMID 38377643.
  86. S. Raj, R. Mahaldar, S. Memon: Is Methylene Blue a Reliable Substitute in Sentinel Lymph Node Biopsy? A Systematic Review Across Oncologic Sites. In: European surgical research. Europaische chirurgische Forschung. Recherches chirurgicales europeennes. [elektronische Veröffentlichung vor dem Druck] November 2025, doi:10.1159/000549037, PMID 41199536.
  87. A. Taldaev, R. Terekhov, I. Nikitin, E. Melnik, V. Kuzina, M. Klochko, I. Reshetov, A. Shiryaev, V. Loschenov, G. Ramenskaya: Methylene blue in anticancer photodynamic therapy: systematic review of preclinical studies. In: Frontiers in pharmacology. Band 14, 2023, S. 1264961, doi:10.3389/fphar.2023.1264961, PMID 37841915, PMC 1056845 (freier Volltext).
  88. Lozano M, Cid J, Müller TH: Plasma treated with methylene blue and light: clinical efficacy and safety profile. In: Transfus Med Rev. (2013), Band 27, Heft 4, S. 235–240. doi:10.1016/j.tmrv.2013.08.001. PMID 24075476.
  89. Arroyo JL, Martínez E, Amunárriz C, Muñoz C, Romón I, Álvarez I, García JM: Methylene blue-treated plasma, versus quarantine fresh frozen plasma, for acute thrombotic thrombocytopenic purpura treatment: Comparison between centres and critical review on longitudinal data. In: Transfus Apher Sci. (2020), Band 59, Heft 4, S. 102771. doi:10.1016/j.transci.2020.102771. PMID 32605805; PMC 7152885 (freier Volltext).
  90. Nipu N, Wei L, Hamilton L, Lee H, Thomas J, Mennigen JA: Methylene blue at recommended concentrations alters metabolism in early zebrafish development. In: Communications Biology. 8. Jahrgang, Nr. 1, Januar 2025, doi:10.1038/s42003-025-07471-8, PMID 39856203, PMC 11760885 (freier Volltext) – (englisch).
  91. Li S, Cui Y, Wen M, Ji G: Toxic Effects of Methylene Blue on the Growth, Reproduction and Physiology of Daphnia magna. In: Toxics (2023). Band 11, Heft 7, S. 594. doi:10.3390/toxics11070594. PMID 37505561; PMC 10384865 (freier Volltext).
  92. S. W. Lee, H. C. Han: Methylene Blue Application to Lessen Pain: Its Analgesic Effect and Mechanism. In: Frontiers in neuroscience. Band 15, 2021, S. 663650, doi:10.3389/fnins.2021.663650, PMID 34079436, PMC 8165385 (freier Volltext).
  93. D. Fransiska, W. S. Jeo, Y. Moenadjat, D. Friska: Methylene Blue Effectiveness as Local Analgesic after Anorectal Surgery: A Literature Review. In: Advances in medicine. Band 2017, 2017, S. 3968278, doi:10.1155/2017/3968278, PMID 28894786, PMC 5574222 (freier Volltext).
  94. D. Wickramasinghe, N. Wickramasinghe, N. Samarasekera, J. Warusavitarne: The effect of local infiltration of methylene blue on posthemorrhoidectomy pain: A systematic review and meta-analysis. In: Current problems in surgery. Band 67, Juni 2025, S. 101752, doi:10.1016/j.cpsurg.2025.101752, PMID 40436544.
  95. Avoxa-Mediengruppe Deutscher Apotheker GmbH: Frontotemporale Degeneration: Die wenig bekannte Demenz. Abgerufen am 28. Juli 2021.
  96. Elias Akoury, Marcus Pickhardt, Michal Gajda, Jacek Biernat, Eckhard Mandelkow: Mechanistic Basis of Phenothiazine-Driven Inhibition of Tau Aggregation. In: Angewandte Chemie International Edition. Band 52, Nr. 12, 2013, S. 3511–3515, doi:10.1002/anie.201208290.
  97. H. J. Vekaria, L. Talley Watts, A. L. Lin, P. G. Sullivan: Targeting mitochondrial dysfunction in CNS injury using Methylene Blue; still a magic bullet? In: Neurochemistry international. Band 109, Oktober 2017, S. 117–125, doi:10.1016/j.neuint.2017.04.004, PMID 28396091, PMC 5632129 (freier Volltext).
  98. L. Yang, H. Youngblood, C. Wu, Q. Zhang: Mitochondria as a target for neuroprotection: role of methylene blue and photobiomodulation. In: Translational neurodegeneration. Band 9, Nummer 1, Juni 2020, S. 19, doi:10.1186/s40035-020-00197-z, PMID 32475349, PMC 7262767 (freier Volltext).
  99. M. U. Hashmi, R. Ahmed, S. Mahmoud, K. Ahmed, N. M. Bushra, A. Ahmed, B. Elwadie, A. Madni, A. B. Saad, N. Abdelrahman: Exploring Methylene Blue and Its Derivatives in Alzheimer's Treatment: A Comprehensive Review of Randomized Control Trials. In: Cureus. Band 15, Nummer 10, Oktober 2023, S. e46732, doi:10.7759/cureus.46732, PMID 38022191, PMC 1063145 (freier Volltext).
  100. N. K. Isaev, E. E. Genrikhs, E. V. Stelmashook: Methylene blue and its potential in the treatment of traumatic brain injury, brain ischemia, and Alzheimer's disease. In: Reviews in the neurosciences. Band 35, Nummer 5, Juli 2024, S. 585–595, doi:10.1515/revneuro-2024-0007, PMID 38530227.
  101. a b c d e f Mokhlesi B, Leikin JB, Murray P, Corbridge TC: Adult toxicology in critical care: Part II: specific poisonings. In: Chest. 123. Jahrgang, Nr. 3, März 2003, S. 897–922, doi:10.1378/chest.123.3.897, PMID 12628894 (englisch, chestnet.org).
  102. a b c d e f Harvey JW, Keitt AS: Studies of the efficacy and potential hazards of methylene blue therapy in aniline-induced methaemoglobinaemia. In: British Journal of Haematology. 54. Jahrgang, Nr. 1, Mai 1983, S. 29–41, doi:10.1111/j.1365-2141.1983.tb02064.x, PMID 6849836 (englisch).
  103. a b c d e f g h M. Bužga, E. Machytka, E. Dvořáčková, Z. Švagera, D. Stejskal, J. Máca, J. Král: Methylene blue: a controversial diagnostic acid and medication? In: Toxicology research. Band 11, Nummer 5, Oktober 2022, S. 711–717, doi:10.1093/toxres/tfac050, PMID 36337249, PMC 9618115 (freier Volltext).
  104. H. P. Patel, D. R. Chadwick, B. J. Harrison, S. P. Balasubramanian: Systematic review of intravenous methylene blue in parathyroid surgery. In: The British Journal of Surgery. Band 99, Nummer 10, Oktober 2012, S. 1345–1351, doi:10.1002/bjs.8814, PMID 22961511.
  105. G. Sweet, S. B. Standiford: Methylene-blue-associated encephalopathy. In: Journal of the American College of Surgeons. Band 204, Nummer 3, März 2007, S. 454–458, doi:10.1016/j.jamcollsurg.2006.12.030, PMID 17324781.
  106. a b P. R. Ginimuge, S. D. Jyothi: Methylene blue: revisited. In: Journal of anaesthesiology, clinical pharmacology. Band 26, Nummer 4, Oktober 2010, S. 517–520, PMID 21547182, PMC 3087269 (freier Volltext).
  107. U.S. National Toxicology Program: Toxicology and carcinogenesis studies of methylene blue trihydrate (Cas No. 7220-79-3) in F344/N rats and B6C3F1 mice (gavage studies). In: National Toxicology Program technical report series. Nummer 540, Mai 2008, S. 1–224, PMID 18685714.
  108. S. S. Auerbach, D. W. Bristol, J. C. Peckham, G. S. Travlos, C. D. Hébert, R. S. Chhabra: Toxicity and carcinogenicity studies of methylene blue trihydrate in F344N rats and B6C3F1 mice. In: Food and Chemical Toxicology. Band 48, Nummer 1, Januar 2010, S. 169–177, doi:10.1016/j.fct.2009.09.034, PMID 19804809, PMC 1217789 (freier Volltext).
  109. S. J. Wagner, M. A. Cifone, H. Murli, R. Y. Dodd, B. Myhr: Mammalian genotoxicity assessment of methylene blue in plasma: implications for virus inactivation. In: Transfusion. Band 35, Nummer 5, Mai 1995, S. 407–413, doi:10.1046/j.1537-2995.1995.35595259151.x, PMID 7740612.
  110. E. M. Tuite, J. M. Kelly: Photochemical interactions of methylene blue and analogues with DNA and other biological substrates. In: Journal of photochemistry and photobiology. B, Biology. Band 21, Nummer 2–3, Dezember 1993, S. 103–124, doi:10.1016/1011-1344(93)80173-7, PMID 8301408.
  111. NTP technical report on the toxicology and carcinogenesis studies of methylene blue trihydrate (CAS NO. 7220-79-3) in F344/N rats and B6C3F1 mice (gavage studies) (PDF; 11 MB), auf ntp.niehs.nih.gov
  112. Pharmacology review(s) (PDF; 8,3 MB), auf accessdata.fda.gov
  113. Ramsay RR, Dunford C, Gillman PK: Methylene blue and serotonin toxicity: inhibition of monoamine oxidase A (MAO A) confirms a theoretical prediction. In: British Journal of Pharmacology. 152. Jahrgang, Nr. 6, November 2007, S. 946–951, doi:10.1038/sj.bjp.0707430, PMID 17721552, PMC 2078225 (freier Volltext) – (englisch).
  114. Gillman PK: Methylene blue implicated in potentially fatal serotonin toxicity. In: Anaesthesia. 61. Jahrgang, Nr. 10, Oktober 2006, S. 1013–1014, doi:10.1111/j.1365-2044.2006.04808.x, PMID 16978328 (englisch).
  115. Klonus, Hyperreflexie und Agitation bei einer Patientin mit hohem Fluvoxamin-Serumspiegel: Symptome der Serotonin-Toxizität. (PDF; 170 kB) In: Schweiz Med Forum. 8, 2008, S. 100–103.
  116. psychotropical.com: Methylene Blue and Serotonin Toxicity: Introduction.
  117. R. R. Ramsay, C. Dunford, P. K. Gillman: Methylene blue and serotonin toxicity: inhibition of monoamine oxidase A (MAO A) confirms a theoretical prediction. In: Br J Pharmacol. 152(6), 2007 Nov, S. 946–951. PMID 17721552.
  118. Rosen PJ, Johnson C, McGehee WG, Beutler E: Failure of methylene blue treatment in toxic methemoglobinemia. Association with glucose-6-phosphate dehydrogenase deficiency. In: Annals of Internal Medicine. 75. Jahrgang, Nr. 1, Juli 1971, S. 83–86, doi:10.7326/0003-4819-75-1-83, PMID 5091568 (englisch).
  119. M. Ahmed, T. Sanchez, S. Norgbe, C. R. Picking, P. G. Millner: Rasburicase-Induced Methemoglobinemia. In: Cureus. Band 13, Nummer 4, April 2021, S. e14406, doi:10.7759/cureus.14406, PMID 33987056, PMC 8110197 (freier Volltext).
  120. J. D. Cragan: Teratogen update: methylene blue. In: Teratology (1999), Band 60, Heft 1, S. 42–48. [[doi:10.1002/(SICI)1096-9926(199907)60:1<42::AID-TERA12>3.0.CO;2-Z]]. PMID 10413340.
  121. a b c Walter-Sack I, Rengelshausen J, Oberwittler H, Burhenne J, Mueller O, Meissner P, Mikus G.: High absolute bioavailability of methylene blue given as an aqueous oral formulation. In: Eur J Clin Pharmacol. (2009), Band 65, Heft 2, S. 179–189. doi:10.1007/s00228-008-0563-x. PMID 18810398.
  122. a b c d C. Peter, D. Hongwan, A. Küpfer, B. H. Lauterburg: Pharmacokinetics and organ distribution of intravenous and oral methylene blue. In: European Journal of Clinical Pharmacology. Band 56, Nummer 3, Juni 2000, S. 247–250, doi:10.1007/s002280000124, PMID 10952480.