Bartholomew O’Connor
Bartholomew O’Connor (* 4. Juli 1870 in Brosna, County Kerry, Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Irland; † 7. Februar 1935 in Dublin) war ein irischer Politiker der Cumann na nGaedheal und später der Fine Gael. Er war Teachta Dála (Abgeordneter) von 1924 bis zu seinem Tod 1935 im Dáil Éireann, dem Unterhaus des irischen Parlaments (Oireachtas).
O’Connor machte wie sein Vater eine Ausbildung zum Steinmetz. 1893 zog er für fünf Jahre nach Boston. Er kehrte nach Irland zurück, zog nach Dublin und ließ sich als Bauunternehmer nieder. 1900 wurde er Mitglied der Gaelic League und 1909 in der Irish Republican Brotherhood. Konsequent trat er den Irish Volunteers 1913 bei. Als er nach dem Osteraufstand 1916 aus dem Urlaub in Kerry nach Dublin zurückkehrte, wurde er verhaftet und ins Kilmainham Gaol verbracht. Er wurde in mehrere Gefängnis verlegt. Im September 1916 wurde er wieder entlassen. O’Connor unterstützte die Republikanische Sinn Féin während des Ersten Dáils. Insbesondere für Michael Collins erbrachte er viele Hilfsleistungen. O’Connor nahm an den Verhandlungen des Anglo-Irischen Vertrages in London teil. Er kandidierte ohne Erfolg im Wahlkreis Dublin County bei den Wahlen 1923. Als Michael Derham verstarb, konnte O’Connor bei der Nachwahl im März 1924 doch noch in den Dáil einziehen. Bei den Wahlen im Juni 1927 konnte er seinen Sitz verteidigen und bei den Wahlen im September 1927, 1932 und 1933 halten.[1] Beim Zusammenschluss der Cumann na nGaedheal mit der National Centre Party trat auch O’Connor im September 1933 in die Fine Gael ein. Er verstarb in seiner Amtszeit 1935.
Er war mit Bridget verheiratet, mit der er drei Kinder hatte.