Bartholomäus Picenus de Monte Arduo

Bartholomäus Picenus de Monto Arduo oder Bartolomeo Picerni de Montearduo (auch Bartholomaeus Piceni de Monte Arduo) war ein Humanist, Theologe, Latinist, Gräzist und Übersetzer zu Beginn des 16. Jh.[1][2] Bekanntheit erlangte er durch Rückübersetzungen zweier griechischer Werke ins Latein, eine davon im Kontext der Echtheitsdebatte um die Konstantinische Fälschung.[2]

Leben

Über das Leben Picernis ist wenig bekannt. Womöglich stammte er aus Montesardo im südlichen Apulien, einer Region mit hohem griechischem Bevölkerungsanteil. Vermutlich hat er schon früh von diesen Griechischkenntnissen profitiert. Sicher ist, dass er sich in Rom im frühen 16. Jh. mit Zugang zur Päpstlichen Bibliothek aufhielt. Dort widmete er sich den Rückübersetzungen zweier ursprünglich lateinischer Texte aus ihrer griechischen Übersetzung: Einer Rückübertragung der gefälschten Konstantinischen Schenkungsurkunde aus einer griechischen Übersetzung und Contra legem Sarracenorum (? 1320), einer Widerlegung des Korans.[2] Diesen Traktat aus der Feder von Riccoldo da Monte di Croce hatte Demetrios Kydones um 1350 aus dem Lateinischen ins Griechische übertragen; Picenus übersetzte ihn 1506 wieder ins Lateinische zurück.

Werk

Einzelnachweise

  1. Bartolomeo Picerni de Montearduo im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
  2. a b c Martin Michael Bauer: Bartholomaeus Picenus de Monte Arduo | Biographie und Werkübersicht Traduttore traditore. In: Die verschiedenen Versionen von Ricoldus de Monte Crucis‘ Traktat „Contra legem Sarracenorum“ und die Praxis des Übersetzens im ausgehenden Mittelalter und der frühen Neuzeit. Universität Graz, Graz 2014, S. 40–41, urn:nbn:at:at-ubg:1-66357 (Diplomarbeit).