Bariumsulfit

Strukturformel
Allgemeines
Name Bariumsulfit
Summenformel BaSO3
Kurzbeschreibung

weißer geruchloser Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 7787-39-5
EG-Nummer 232-112-2
ECHA-InfoCard 100.029.193
PubChem 6096951
Wikidata Q415543
Eigenschaften
Molare Masse 217,39 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

4,43 g·cm−3[1]

Löslichkeit
  • sehr schwer löslich in Wasser (0,01 g·l−1)[2]
  • praktisch unlöslich in Ethanol[3]
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar[4]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Bariumsulfit ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Bariumverbindungen und Sulfite.

Gewinnung und Darstellung

Bariumsulfit kann durch Reaktion von Natriumsulfit mit einer Lösung von Bariumchlorid[5] oder Bariumhydroxid[6] gewonnen werden.

Eigenschaften

Physikalische Eigenschaften

Bariumsulfit ist ein weißer geruchloser nicht brennbarer Feststoff, der sehr schwer löslich in Wasser ist.[1][2] In Säuren ist es leicht löslich.[7] Er hat ein monoklines Kristallsystem mit einer Einheitszellengröße von 664,7 × 548,3 × 464,5 A und einem Winkel von 106,3°.[1] Auch eine trikline Form ist bekannt.[8]

Chemische Eigenschaften

Bariumsulfit oxidiert an Luft teilweise zu Bariumsulfat.[9]

Bariumsulfit kann mit Wasserstoffperoxid quantitativ zu Bariumsulfat oxidiert werden.[10]

Beim Erhitzen einer Lösung von Bariumsulfit in Schwefliger Säure zersetzt sich diese unter Bildung von Bariumsulfat und einem Polythionat.[6][7]

Beim Glühen unter Luftabschluss zersetzt sich Bariumsulfit in Bariumsulfat und Bariumsulfid.[7]

Verwendung

Bariumsulfit wird in der Papierindustrie und für Analysen verwendet.[9]

Einzelnachweise

  1. a b c d e Jean D’Ans, Ellen Lax: Taschenbuch für Chemiker und Physiker. 3. Elemente, anorganische Verbindungen und Materialien, Minerale, Band 3. 4. Auflage, Springer, 1997, ISBN 978-3-540-60035-0, S. 330. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. a b M.R. Masson, H.D. Lutz, B. Engelen: Solubility Data Series - Sulfites, Selenites & Tellurites. Elsevier Science, 2013, ISBN 978-1-4832-8643-3, S. 240 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  3. CRC Handbook of Chemistry and Physics. (Special Student Edition). CRC-Press, 1995, ISBN 0-8493-0595-0, S. 4–45 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. Dieser Stoff wurde in Bezug auf seine Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  5. D. Van Nonstrant Company: Elementary General Chemistry. 1941 (Seite 342 in der Google-Buchsuche).
  6. a b C. Saint-Pierre: "Sur la décomposition spontanée de divers bisulfites" in Compt. Rend. Hebd. 1872, 74, S. 52–53. Volltext
  7. a b c R. Abegg, F. Auerbach: Handbuch der anorganischen Chemie, Verlag S. Hirzel, Bd. 2, 1908. S. 270; Volltext
  8. R. S. W. Braithwaite, A. R. Kampf, R. G. Pritchard, R. P. H. Lamb: "The occurrence of thiosulfates and other unstable sulfur species as natural weathering products of old smelting slags" in Mineralogy and Petrology 1993, 47(2-4), S. 255–261. doi:10.1007/BF01161570
  9. a b Dale L. Perry: Handbook of Inorganic Compounds. CRC Press, 2016, ISBN 978-1-4398-1462-8, S. 58 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  10. A. Classen, O. Bauer: "Ueber die Anwendbarkeit des Wasserstoffsuperoxyds in der analytischen Chemie" in Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft 1883, S. 1061–1074. Volltext